Zwei Wochen Lesestoff
Veröffentlicht am 15.05. 2008
In eigener Sache
Etgar Keret, Mond im Sonderangebot
Kurzbeschreibung: Was ist, wenn sich deine schöne Freundin nachts immer in einen dicklichen, steakfressenden, fußballglotzenden Zwerg verwandelt und mit dir durch die Kneipen ziehen will? Solche und andere Fragen beantwortet der israelische Schriftsteller Etgar Keret in kurzen bis kürzesten Geschichten, und er tut das auf so anarchische, absurde, herrlich plastische, doppelbödige und rabenschwarze Weise, dass es einem den Atem nimmt.
Alastair Reynolds, Unendlichkeit
Kurzbeschreibung: Bei Ausgrabungen auf dem Planeten Resurgam stößt der der brillante Wissenschaftler Dan Sylveste auf die uralten Artefakte einer Zivilisation, die vor einer Million Jahren ausgelöscht wurde. Nun will er die Wahrheit über den Untergang der Amarantin erfahren - doch er ahnt nicht, welch übermächtigem Gegner er sich in den Weg stellt.
Frank Schätzing, Der Schwarm
Kurzbeschreibung: Ein Fischer verschwindet vor Peru, spurlos. Ölbohrexperten stoßen in der norwegischen See auf merkwürdige Organismen, die hunderte Quadratkilometer Meeresboden in Besitz genommen haben. Währenddessen geht mit den Walen entlang der Küste British Columbias eine unheimliche Veränderung vor. Nichts von alledem scheint miteinander in Zusammenhang zu stehen. Doch Sigur Johanson, norwegischer Biologe und Schöngeist, glaubt nicht an Zufälle. Auch der indianische Walforscher Leon Anawak gelangt zu einer beunruhigenden Erkenntnis: Eine Katastrophe bahnt sich an. Doch wer oder was löst sie aus? Während die Welt an den Abgrund gerät, kommen die Wissenschaftler zusammen mit der britischen Journalistin Karen Weaver einer ungeheuerlichen Wahrheit auf die Spur.
Terry Pratchett, Lords und Ladies & Helle Barden
Kurzbeschreibung: “Lords und Ladies”: Im Königreich Lancre auf der Scheibenwelt wohnen die Hexen Oma Wetterwachs, Nanny Ogg und Magrat Knobloch. Ausgerechnet Magrat steht kurz vor ihrer Vermählung mit dem König von Lancre. Aber als ein paar Nachwuchshexen und bissige Elfen auftauchen, wird der Mittsommernachtstraum verhexter als je zuvor. “Helle Barden”: In Ankh-Morpork, der größten Stadt der Scheibenwelt, wird der Assassinengilde das Gfähr gestohlen, eine Waffe mit noch unbekannter Wirkung. Ausgerechnet die Stadtwache, berüchtigt für ihren Hang zum Chaos, soll eine Reihe Morde aufklären, die mit dem Gfähr begangen wurden.
Michail Bulgakow, Der Meister und Margarita
Kurzbeschreibung: Unglaubliche Dinge geschehen im Moskau der dreißiger Jahre. Berlioz, der Vorsitzende einer Literaturgesellschaft, und Besdomny, ein junger Lyriker, diskutieren über die Nichtexistenz Christi. In ihr Gespräch mischt sich ein Fremder , welcher beiläufig erwähnt, dass er nicht nur mit Kant gefrühstückt habe sondern auch beim zweiten Verhör Christi durch Pontius Pilatus zugegen gewesen sei. Der Teufel selbst ist es, der auf diese Weise Moskau in ein Chaos aus Hypnose, Spuk und Zerstörung stürzt - die Heimsuchung für Korruption und Heuchelei.
Diese Bücher ergeben zusammen 3204 Seiten vielversprechenden Lesestoff, der mich hoffentlich anregend durch die kommenden Tage begleiten wird. Falls nicht, wird es zumindest kein finanzieller Verlust sein, denn wie es sich für den ständig von der Verarmung bedrohten Mittelstand geziemt, sind drei der Bücher günstig im Ramsch bei Thalia erworben worden. Vielleicht haben Sie schon erahnt, dass ich Ihnen hier meine geplante Urlaubslektüre vorstelle, denn morgen um diese Zeit weile ich schon mit der Liebsten zur Übernachtung in Luganos Jugendherberge. Von dort geht es am Samstag weiter ins französische Vence, wo wir auf dem Anwesen der Villa Vivendi zwei Wochen im Gartenhaus Mimosa verbringen werden. In Vence selbst gibt es eine Kathedrale aus dem 11. Jahrhundert und eine von Henri Matisse gestaltete Kapelle zu besichtigen. Im Umland liegt Grasse, das durch seine Parfümfabriken berühmt geworden ist und Nizza ist auch nicht zu weit entfernt, um sich dort etwas im Licht der Reichen und Schönen zu sonnen.
Nötig ist dieser Urlaub auf jeden Fall, denn im letzten Jahr konnte ich mir nur einen Kurztrip nach Rom erlauben, zudem glaubte ich zu Silvester noch dass das kommende Jahr bestimmt nicht so schlimm wie 2007 werden könnte. Dabei hat das neue Jahr keine vier Monate gebraucht, um mir das Gegenteil zu beweisen. Womit ich auch gleich die in letzter Zeit niedrige Frequenz neuer Beiträge in diesem Blog erklären und entschuldigen möchte. Die Dinge laufen momentan einfach nicht besonder gut, aber ich bin guter Hoffnung, dass einige Zeit der Ruhe, viel Sonne, das gute französische Essen und Bier Abhilfe schaffen können. In diesem Sinne verabschiede ich mich für zwei bestimmt angenehme Wochen beim guten alten Erbfeind und hoffe, dass Sie mir gewogen bleiben.
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Bisher 2 Kommentare
Dann wünsche ich Dir und Euch einen schönen Urlaub und hoffe, daß es danach anders weitergeht, als es angefangen hat.
In alter Gewogenheit und Freundschaft,
scipio
Na klar bleiben wir Die gewogen, oder so…..:-)
Ich wünsche Euch einen wunderschönen Urlaub!
lg
Vita