Die Templer waren die Verkörperung der Ideale jener Zeit, des Mönchtums wie des Rittertums. Nachdem der erste Kreuzzug in einem Blutbad endete und das weltliche Rittertum seine hässliche Fratze von Gier und Grausamkeit gezeigt hatte, führten die Templer ihrer Zeit vor Augen, dass es auch anders ging, dass sich Stärke und Glauben vereinen ließen.

Paul Badde sprach mit dem Experten Michael Hesemann, der das “Chinon-Pergament”, die Prozessakte gegen den sagenumwobenen Templerorden seit einem Jahr untersuchen konnte. Hesemann hält das Dokument aus dem frühen 14. Jahrhundert für sensationell, weil es bezeugt, dass der damalige Papst Clemens V. den Orden nicht wegen seiner Vergehen gegen Glaube und Kirche, sondern auf Druck des Königs Philipp IV. auflöste. Mit diesem Schritt wollte der Papst größeren Schaden von der Kirche abwenden und opferte dafür viele Männer von denen er wusste, dass sie ihm und der Kirche treu ergeben waren. Der Vatikan wird das vollständige Dokument am 25. Oktober veröffentlichen und damit jahrhundertealte Spekulationen um den bis heute mysteriösen Orden beenden.

Interview mit Michael Hesemann zum Chinon-Pergament über die Tempelritter



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