26 April
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Frühling der Freiheit – Nachschlag

Gestern habe ich noch weitere Bilder von der Demo Frühling der Freiheit am vergangenen Samstag bekommen. Wer hätte gedacht, dass ich mal mit einer orangefarbenen Blumenkette durch Düsseldorf marschiere? Hier geht es zum ersten Teil der Fotos.


Fotos: © Neele Grimm

24 April
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Demo Frühling der Freiheit

Heute Nachmittag habe ich mit einigen anderen Mitstreitern der Piraten Hagen an der Demonstration zum “Frühling der Freiheit” in Düsseldorf teilgenommen. Thematisch ging es darum aufzuzeigen, dass Privatsphäre und Freiheit nichts Selbstverständliches sind, sondern Errungenschaften um die man kämpfen muss. Die Vorratsdatenspeicherung wurde zwar vorläufig gekippt und die leyenhaften Internetsperren sind zur Zeit außer Kraft gesetzt. Das sind aber nur Etappensiege im Kampf gegen die totale Überwachung der Bürgerinnen und Bürger und unsere Bevormundung durch Zensur.

Deshalb sind Teile der Piratenpartei NRW heute lautstark durch Düsseldorf gezogen, um auf diese Problematik aufmerksam zu machen. Mit 60 bis 70 Personen war es keine Großdemonstration, doch wir waren bunt und laut. Hier sind ein paar Fotos der Veranstaltung:

Update 26.4. 2010: Hier sind noch weitere Fotos der Demo!

29 März
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Angriff der Wiedergänger

Es erinnert an die Hydra aus der griechischen Mythologie. Schlug man diesem neunköpfigen Monster einen ab, wuchsen gleich zwei wieder nach. Ähnlich verhält es sich mit den unseligen Internetsperren im Kampf gegen Kinderpornografie. Erst im letzten Sommer sorgte die damalige Familienministerin Zensursula von der Leyen mit diesem Vorstoß für großen Aufruhr im Internet. Doch obwohl das Gesetz durch den Bundestag gewunken wurde, hat die jetzige Regierung zumindest erkannt, dass sie sich mit Sperren nicht sehr beliebt macht. Seitdem gilt auch für den Staat die Prämisse löschen statt sperren, weil es einfach sinnvoller ist. Da war man froh, dass das Gesetz zwar nicht vom Tisch aber wenigstens in diesem Punkt außer Kraft gesetzt ist, da kommt Cecilia Malmström, EU-Kommissarin für Innenpolitik ins Spiel. In einer Pressekonferenz forderte sie heute die Einführung von Netzsperren in allen EU-Staaten und käute zur Begründung dieselben Phrasen, die man schon bei Frau von der Leyen widerlegt hatte wieder.

Noch hat der Gesetzentwurf allerdings nicht das EU-Parlament passiert, und die Chancen stehen gut, dass der Entwurf nie zum Gesetz wird. Denn laut Spiegel fühlen sich nicht wenige Parlamentarier von diesem Vorstoß übergangen. Ob das ausreicht um diesen erneuten Versuch die Zensur nach chinesischem Vorbild zu etablieren bleibt abzuwarten. Die Gegner formieren sich jedenfalls schon und in Anlehnung an einen Satz aus dem letzten Jahr habe ich heute gelesen: “Sie werden sich noch wünschen, wir wären EU-verdrossen”.

Zum Thema:
Internet-Sperren sind Unfug im Kampf gegen Kindesmissbrauch
Pressemeldung des Arbeitskreises Zensur mit Erläuterungen dazu, warum Netzsperren der falsche Weg sind.

Censilia-Richtlinien-Entwurf in deutsch
Der “Vorschlag für eine Richtlinie des europäischen Parlaments und des Rates zur Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs und der sexuellen Ausbeutung von Kindern sowie der Kinderpornografie und zur Aufhebung des Rahmenbeschlusses 2004/68/JI des Rates” (PDF).

Zugangserschwerungsgesetz reloaded
Pressemitteilung der Piratenpartei, die den Entwurf ablehnt.

25 September
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Zensursula in Erklärungsnot

Am schönsten ist es doch immer noch wenn sich Politiker selbst entlarven. Eine der Begründungen der Großen Koalition zur Einführung von Internetsperren als Mittel gegen Kinderpornografie ist ja die Behauptung, es würde Länder geben in denen sowas nicht verboten ist, so dass man gezwungen wäre solche Seiten zu blockieren. Unter anderem hatte Frau von der Leyen Indien ins Spiel gebracht. Dumm nur dass die indische Botschaft dagegen offiziell ihr Veto einlegte, um die Sachlage klarzustellen. Anfang diesen Monats stellte jemand auf Abgeordnetenwatch.de Frau von der Leyen die ultimative Frage:

Können Sie mir bitte konkret die Länder nennen, die eine funktionierende Internetinfrastruktur haben und in denen Kinderpornographie nicht verboten ist oder die Gesetze erfahrungsgemäß nicht umgesetzt werden?

Schon heute bemühte sich die Ministerin (soviel zum Wahlkampf im Internet der CDU) darauf zu antworten:

[...] Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich an dieser Stelle nicht einzelne Länder herausgreifen und sie öffentlich an den Pranger stellen möchte. Das wäre hier auch nicht der richtige Ort. [...] Und hier bleibe ich dabei: Dort wo Löschen nicht geht, ist Sperren das Mittel der Wahl.

Ach was? Länder wie Kasachstan und Indien konnte man in aller Öffentlichkeit in den Dreck ziehen und plötzlich kann man keine genaue Angaben mehr machen, weil das Internet nicht der richtige Ort ist? So feinfühlig ist man doch bisher nicht vorgegangen. Solche Erklärungsnot entsteht, wenn man ein sinnloses Gesetz mit erlogenen Argumenten durchsetzt. [via Netzpolitik]

24 September
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Die Zensur-Debatte als Cartoon erklärt

Die Zensur-Debatte kurz und bündig erklärt


Malte Hebestreit
hat sich die Mühe gemacht, die unselige Zensur-Debatte um Internetsperren als Mittel gegen Kinderpornografie in Kurzform zusammenzufassen. Das Video dauert bloß 8 Minuten und zeigt alle Kritikpunkte und wie sie ignoriert wurden auf. Aber was schreibe ich eigentlich so viel…

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23 September
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Deutschland und die Kontrollneurose

Man kann sich hierzulande kaum vorstellen, was alles in Sachen Internet und Kommunikation in Deutschland mittlerweile verboten ist, überwacht, kontrolliert und belauscht, und mit der gebührenden Strenge des Gesetzes geahndet wird. Und das ohne erkennbaren Widerstand der geplagten Bevölkerung.

Thomas Schaller vom ORF hat vor der Bundestagswahl einen Blick auf die deutsche Neigung alles kontrollieren zu wollen geworfen und muss sich sehr wundern.

Deutschland und die Kontrollneurose – Wider den Kontrollwahn

14 September
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Rette deine Freiheit

Screenshot aus dem Video Rette deine Freiheit

RetteDeineFreiheit” ist eine Antwort auf die nicht nachvollziehbare Politik der Bundesregierung in Bezug auf die Internetsperren. Entgegen allen Expertenmeinungen und der erfolgreichsten “Online-Petition” in der Geschichte von Deutschland mit über 132.000 Mitzeichnern, wird in Deutschland ein grundgesetzwidriges und dazu noch vollkommen sinnloses Gesetz verabschiedet. Kritiker werden in der Diskussion diffamiert, haarsträubende und falsche Argumente gebetsmühlenartig wiederholt – von einer lebendigen und gesunden Demokratie keine Spur.

Dies ist ein weiterer Kurzfilm von Alexander Lehmann, der auch schon “Du bist Terrorist” erstellt hat. Darin wird anschaulich erklärt, warum die Netzsperren der Regierung nicht nur sinnlos im Kampf gegen Kinderpornografie sind, sondern auch den Tätern helfen und eine echte Gefahr für ein zensufreies Internet darstellen. Auf der Website des Projekts gibt es weitere Informationen zum Thema, sowie den Film in verschiedenen Versionen zum Herunterladen. Hier erstmal der Film:

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03 Juli
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Paulus, Mullahs und Piraten

Petrus und Paulus sind jetzt gleichberechtigt
Ein Interview mit dem Theologen Klaus Berger über die kürzlich entdeckten Funde im Paulusgrab und deren Folgen.

Wut über die „Zensurmullahs“
Die FAZ fasst die Ereignisse zu den Internetsperren zusammen und versucht, die Beweggründe der Kritiker zu erklären.

Video über Willy Gökens Trinkhalle in Essen

Der Westen hat einen kleinen Film über den Alltag als Budenbesitzer gemacht, der besonders für Leser aus trinkhallenarmen Gegenden interessant sein dürfte.

Noch ein Interview mit der Piratenpartei
Jens Seipenbusch von der Piratenpartei hat dem Spielemagazin Eurogamer ein längeres Interview gegeben und äußert sich u.a. zum Theme Killerspiele und Privatkopie.

E-Mail-Programm Postfox
Postfox basiert auf Mozilla Thunderbird und offeriert neue Methoden, um E-Mails zu bearbeiten. Sieht nicht schlecht aus, läuft unter Windows und Mac OS.

Desktop-Wallpapers mit Kalender
Smashing Magazine hat wieder eine ordentliche Rutsche Desktop-Wallpapers für den Monat Juli veröffentlicht. Vielleicht ist ja auch eine für Sie dabei.

Cartoon von David Fitzsimmons
© David Fitzsimmons

Ganz unerwähnt soll der selbsternannte King of Pop dann doch nicht bleiben: Bei Daily Cagle verabschieden sich amerikanische Cartoonisten von Michael Jackson.

25 Juni
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Plattitüden, Opium und ein Elbtal

Ihnen ist egal, was wir denken
Franziska Heine, Initiatorin der Petition gegen Netzsperren, diskutiert mit Ursula von der Leyen über den Sinn ihrer Politik. Wie gewohnt ignoriert die Ministerin alle Einwände und wirft mit Plattitüden um sich.

Technikträume um 1900
Sammlung von Bildern aus der Zeit um 1900, die die Technik der Zukunft zeigen sollten. Eines tages zeigt, was davon wahr geworden ist.

Zugedröhnte Kängurus
Nachrichten die ich lesen will: Tasmanische Kängurus im Opiumrausch hoppeln breit wie nichts in Feldern herum.

Prinzessin Leia Organa aus Lego

Ich glaube, diese wunderbare Prinzessin Leia aus Lego habe ich heute über Twitter entdeckt. Das Bild gibt es auch in einer Version als Desktop-Wallpaper.

Angelus-Gebet in Englisch und Latein
Hatte ich heute herausgesucht, um über Twitter ein Angelus für die Menschen im Iran zu beten. Sollte man dranbleiben, sieht ja finster aus im Iran.

Commodore 64 vs. iPhone
Technologizer hat einen amüsanten Vergleich erstellt, bei dem der alte Brotkasten nicht so schlecht abschneidet, wie man denken könnte.

Ansicht des Dresdner Elbtals
Foto: Wikimedia Commons

Zum Schluss noch ein Foto des Dresdner Elbtals. Man soll es nicht glauben, aber es sieht immer noch genauso aus, auch wenn die Vollpfosten der Unesco den Status als Welterbe aberkannt haben.

21 Juni
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Wie man Internet-Sperren umgeht

Viele Schlösser versperren den Zugang

Im Zuge des Gesetzes zur Bekämpfung der Kinderpornografie in Kommunikationsnetzen werden Internet-Sperren eingesetzt, um bestimmte Websites zu blockieren. Technisch funktioniert das mit einer Sperrliste auf den sogenannten Name-Servern der Internet-Provider. Falls Sie jetzt Böhmische Dörfer und Bahnhöfe vor den Augen haben stellen Sie sich ein Telefonbuch vor. Wenn Sie darin unter Erwin Schlonz nachschlagen, müssen Sie anstatt des Namens eine bestimmte Zahlenfolge, die Telefonnummer wählen, um den Teilnehmer zu erreichen. So ähnlich ist es auch im Internet. Wenn Sie in Ihrem Browser die Adresse www.erwinschlonz.de eingeben, landet diese Eingabe auf dem Name-Server Ihres Providers, auf dem ein Programm nachschaut, mit welcher IP-Adresse dieser Name verbunden ist. Die IP-Adresse besteht aus vier Zahlen, die jeweils zwischen 0 und 255 liegen und mit einem Punkt getrennt werden. Vereinfacht gesagt ist die IP vergleichbar mit der Telefonnummer und die WWW-Adresse mit dem Namen im Telefonbuch. Mit Hilfe der Sperrliste wird die ursprüngliche Adresse einer Website ausgetauscht und gegen eine andere ersetzt, die auf das berüchtigte Stoppschild verweist.

Nun gibt es aber nicht nur einen Name-Server für das Internet sondern sogar sehr viele. Um die Internet-Sperren zu umgehen, reicht es also aus, dass Telefonbuch Ihres Providers gegen ein anderes auszutauschen, um wieder ungehinderten Zugang zum Internet zu haben. Technisch ist dieser Austausch so leicht zu handhaben, dass es sogar ein absoluter Laie mit der richtigen Anleitung und ein paar Einstellungen im Betriebssystem handhaben kann. Im folgenden Video wird ausführlich erklärt, welche Einstellungen Sie unter Windows und Ubuntu-Linux vornehmen müssen, um einen anderen DNS-Server als den Ihres Internet-Providers zu benutzen:


Direktlink zu YouTube

Zum Schluss noch die Anmerkung, dass es mir keinesfalls darum geht, den Zugang zu Kinderpornographie zu erleichtern. Vielmehr soll gezeigt werden, dass ein Gesetz zur Bekämpfung von Kinderpornographie, das derartig einfach zu umgehen ist, seinen Namen nicht verdient und den Opfern dieser Verbrechen in keinster Weise hilft. Im Gegenteil, anstatt solche Websites schnellstmöglichst aus dem Internet zu entfernen, wird von Seiten der Regierung versucht sie zu verstecken, was den Betreibern weitere Sicherheit verschafft. Im Gegenzug ermöglicht die Einrichtung solcher Sperr-Vorrichtungen die Ausweitung auf andere von der Regierung unerwünschte Inhalte. Da die Sperrliste nicht öffentlich zugänglich ist und nur von einem fragwürdigem Gremium kontrolliert wird, bietet sich die Umgehung der Internet-Sperren an, um weiterhin freien Zugang zum gesamten Internet zu haben.

Zum Thema:
Domain Name System
IP-Adresse
Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornografie in Kommunikationsnetzen
Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur
Anleitungen um die Änderungen auf einem Router vorzunehmen