Eine digitale Romanze

In den 80er Jahren sprossen in den USA die Mailboxen aus dem Boden (hier in Deutschland hat es etwas länger gedauert), die man als einen Vorläufer des heutigen Internet bezeichnen kann. Damals ging man noch über sogenannte Akustikkoppler online Das waren Geräte, in die man einen Telefonhörer legen musste um sich in eine der Mailboxen einzuwählen. Ich erinnere noch, wie ich das damals mit einem Freund ausprobiert habe, um neue Spiele für den C64 herunterzuladen. Die Spiele hatten wir, allerdings auch eine Menge Ärger mit meinen Eltern, als die nächste Telefonrechnung kam. Denn wir hatten uns völlig unbedacht in eine amerikanische Mailbox eingewählt und die gute Stunde dort hat seinerzeit Unsummen gekostet.
In diese Zeit führt euch das Spiel Digital: A Love Story von Christine Love und zwar sehr authentisch. Man sieht nur den Desktop eures Computers (der sehr an die alte Workbench des Amiga erinnert), liest Nachrichten und muss sie beantworten. Mit der Zeit lernt man ein Mädchen namens Emilia kennen, die geheimnisvolle Andeutungen macht, genauso wie andere Personen, die auf eine weltweite Verschwörung hindeuten. Mit der Zeit taucht man immer tiefer in die Geschichte ein und steht vor der Aufgabe, nicht weniger als die Welt zu retten.
Digital: A Love Story ist kostenlos, läuft unter Windows, Mac OS X und Linux, außerdem steht es unter einer Creative Commonse Lizenz zur Verfügung. Die Website von Christine Love ist ebenfalls einen Blick wert, denn die Frau hat neben weiteren Spielen auch noch einige Geschichten geschrieben, die sich zumindest interessant anhören.









