02 September
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Besser twittern mit Spaz

Den Twitterern unter meinen Leserinnen und Lesern dürfte sowohl Tweet Deck als auch Seesmic Desktop ein Begriff sein. Beide zählen zu den am meist genutzten Programmen, um vom heimischen Desktop aus Tweets zu lesen und selbst zu twittern. Nur wirklich überzeugen konnten sie mich nie. Deshalb war ich froh, vor einiger Zeit Spaz entdeckt zu haben, das kompakt, schnell und übersichtlich ist. Es läuft ebenfalls mit Adobe Air, dank der geringen Programmgröße ist es aber trotzdem schnell und verbraucht nur wenig Ressourcen auf dem Rechner. Zum Twittern bietet es die Möglichkeit Bilder hochzuladen, lange URLs zu kürzen und drei Wege, etwas zu retweeten. Dass war es auch schon, denn Spaz beschränkt sich auf die Grundfunktionen von Twitter. Wer eine Integration von anderen Diensten braucht, oder vielleicht Listen vom Desktop aus anlegen möchte, sollte deshalb besser die Finger davon lassen. Stattdessen bietet Spaz umfangreiche Einstellungen und kann über CSS persönlich angepasst werden.

Zudem ist Spaz Open Source, der Entwickler lädt auch beständig an der Teilnahme zur Weiterentwicklung ein. Es ist kostenlos und dank Adobe Air läuft es auf Windows, Mac OS X und Linux. Sicherlich ist es nicht für alle das geeignete Programm, ich mag es aber nach ein paar Wochen im Einsatz nicht mehr missen. Auf der Website von Spaz findet ihr weitere Informationen, Screenshots und natürlich einen Download. Wer einen einfachen und praktischen Twitter-Client sucht, wird mit Spaz bestimmt zufrieden sein.

20 März
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Eine digitale Romanze

In den 80er Jahren sprossen in den USA die Mailboxen aus dem Boden (hier in Deutschland hat es etwas länger gedauert), die man als einen Vorläufer des heutigen Internet bezeichnen kann. Damals ging man noch über sogenannte Akustikkoppler online Das waren Geräte, in die man einen Telefonhörer legen musste um sich in eine der Mailboxen einzuwählen. Ich erinnere noch, wie ich das damals mit einem Freund ausprobiert habe, um neue Spiele für den C64 herunterzuladen. Die Spiele hatten wir, allerdings auch eine Menge Ärger mit meinen Eltern, als die nächste Telefonrechnung kam. Denn wir hatten uns völlig unbedacht in eine amerikanische Mailbox eingewählt und die gute Stunde dort hat seinerzeit Unsummen gekostet.

In diese Zeit führt euch das Spiel Digital: A Love Story von Christine Love und zwar sehr authentisch. Man sieht nur den Desktop eures Computers (der sehr an die alte Workbench des Amiga erinnert), liest Nachrichten und muss sie beantworten. Mit der Zeit lernt man ein Mädchen namens Emilia kennen, die geheimnisvolle Andeutungen macht, genauso wie andere Personen, die auf eine weltweite Verschwörung hindeuten. Mit der Zeit taucht man immer tiefer in die Geschichte ein und steht vor der Aufgabe, nicht weniger als die Welt zu retten.

Digital: A Love Story ist kostenlos, läuft unter Windows, Mac OS X und Linux, außerdem steht es unter einer Creative Commonse Lizenz zur Verfügung. Die Website von Christine Love ist ebenfalls einen Blick wert, denn die Frau hat neben weiteren Spielen auch noch einige Geschichten geschrieben, die sich zumindest interessant anhören.

13 Februar
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Umarme einen Entwickler

Zum morgigen Valentinstag ruft die Free Software Foundation Europe dazu auf, sich bei allen Menschen die an freier Software arbeiten zu bedanken. Schickt den Frauen und Männern die hinter eurer Lieblingssoftware stehen eine nette E-Mail, nehmt sie in dem Arm (bitte vorher fragen) oder unterstützt das Projekt durch eine Spende. Da ich fast ausschließlich freie Software benutze, muss ich wohl eine Menge Dankesschreiben raus schicken. Spontan fallen mir die guten Leutchen ein die stetig am Puppy Linux basteln, ohne das ich nicht mehr leben könnte. Dann natürlich die Gemeinschaft, die hinter WordPress steckt, den ohne sie könnte ich diesen Eintrag nicht schreiben. Wenn nicht irgendwer an GIMP arbeiten würde, ginge die Bildbearbeitung wohl nicht so leicht von der Hand. Ohne den Firefox wäre das Internet nur schwer zu durchstöbern. Dazu kommen noch die vielen kleinen Helferlein, die den Alltag am Rechner erleichtern. Dahinter steckt oft nur eine Person, die viel Zeit und Mühe in das Projekt investiert. Ohne die Arbeit dieser meist unsichtbaren Menschen müsste man nicht nur viel Geld für Software bezahlen, sondern hätte auch nicht den Bruchteil der Vielfalt aus der man wählen kann. Deshalb sollte man sich wirklich mal bei diesen Leuten bedanken.

15 November
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Das Universum als Animation

Das Universum als Animation

Heute Nachmittag habe ich ich gelesen, dass Volker Springel vom Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching gestern mit dem Klung-Wilhelmy-Weberbank-Preis für Physik geehrt worden ist. Ich gestehe, dass ich bisher weder von Herrn Springel noch von dem Preis etwas gehört habe, aber die Sache ist wirklich spannend. Springer ist nämlich für die Entwicklung einer Software geehrt worden, mit deren Hilfe man Animationen von der Entstehung und Entwicklung des Universums erstellen kann. Das besondere ist, dass die Filme auf Messdaten beruhen, die von Mikrowellensatelliten geliefert wurden und die Materieverteilung im Universum nur 380 000 Jahre nach dem Urknall zeigen.

Ebenfalls bemerkenswert und piratisch im Sinne von piratisch finde ich Springels Entscheidung, sein Programm “Gadget” als freie Software unter einer GNU-Lizenz zu veröffentlichen, anstatt sich daran dumm und dämlich zu verdienen. Er selbst sagt, er hätte einfach keine Zeit um mit der Software Geld zu verdienen. Trotzdem sollte man davon Abstand nehmen, Gadget zu installieren um eigene Filme zu produzieren, denn ein normaler Computer würde ungefähr 400 Jahre brauchen um eine Animation zu berechnen. Die preisgekrönten Animationen wurden mit dem bayrischen Superrechner HLRB-II erstellt, der über 9728 Prozessorkerne, 39 TByte Hauptspeicher und einer Arbeitsleistung von 62,3 Teraflop/s verfügt. Selbst dieser Monster-PC hat für die Berechnungen 4 bis 6 Wochen benötigt.

Auf der Website von Gadget (leider mit Frames und ein wenig umständlich) kann man die Software herunterladen und sich ein paar beeindruckende Filme und Bilder ansehen. Mir gefällt die Animation zweier Galaxien, die aufeinander prallen besonders gut.

02 Oktober
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Das eigene Linux mit SUSE Studio

Selbst eine eigene Linux-Distribution zu erstellen, ist zwar kein Ding der Unmöglichkeit, allerdings recht zeit- und arbeitsintensiv. Wesentlich einfacher und auch für Unbedarfte benutzbar ist da Suse Studio von Novell. Dort kann man sich per Mausklick eine auf die eigenen Bedürfnisse angepasstes Linux zusammenstellen und es wahlweise als Version zum Installieren, für eine Live-CD oder der Installation auf einem USB-Stick herunter laden. Konfigurierbar ist so ziemlich alles. Zuerst wählt man ein Basissystem und eine Oberfläche aus, dann stellt man aus den zur Verfügung gestellten Paketen die Software und Treiber zusammen. Als Schmankerl kann man ein eigenes Logo und Wallpapers hinzufügen, um dem Ganzen einen persönlichen Anstrich zu verleihen. Wer Software will, die nicht in den vorhandenen Paketen dabei ist, kann zusätzliche Installationsquellen angeben oder gleich eigene Dateien hochladen. Ganz neu ist die Idee eines Linux-Baukastens nicht, denn Custom NimbleX und Slax bieten ähnliche Funktionen. So ausgereift und simpel habe ich es bisher aber nur bei Suse Studio gesehen.

Die Anwendungsmöglichkeiten für Suse Studio sind vielfältig, egal ob man sich seinen privaten Notfall-USB-Stick zusammenstellen möchte oder die Universal-Installations-CD für viele Rechner braucht. Ich überlege gerade, ob ich Katholix nicht doch mal als reales Projekt ins Auge fasse. Wer auf den Geschmack gekommen ist, sich sein persönliches Linux zu basteln, kann hier eine Einladung anfordern.

23 Juni
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Linux, GIMP und die Angst der CDU

Yet Another Linux Magazine
Yalm ist ein freies Linuxmagazin, das unter einer Creative Commons-Lizenz herausgegeben wird. Ausgabe Juni ist gerade eben als PDF erschienen.

GIMP in zehn Schritten erweitern
Anleitung um das freie Bildbearbeitungsprogramm GIMP mit Hilfe von Plugins aufzurüsten. Jetzt können Sie die Photoshop-Raubkopie endgültig wegwerfen ;)

Screenshot der Software KeepNote

KeepNote ist ein kostenloses Programm für alle Betriebssysteme, mit dem man Notizen aller Art anlegen und archivieren kann. Eine ausführliche Dokumentation gibt es auf der Website.

CDU-Wahlprogramm: Ahnungslos im Netz
Die Union sieht im Internet offenbar vor allem Gefahren. Statt seine Chancen zu nutzen, will sie es deshalb stärker kontrollieren. Ein Kommentar in der ZEIT

Onlinecommunitybenutzer
Auch schön ist der Hinweis von Malte Wedding auf das Internet-Verständnis der CDU-Abgeordneten Michaela Noll. Viel peinlicher geht es kaum noch.

Illustration von John Martz

Man könnte fast Mitleid mit dem Internet Explorer 6 haben, wenn man diese witzige Grafik von John Martz ansieht. Bei Flickr können Sie noch mehr seiner Arbeiten bewundern.

The Star Trek ASCII Art Archive
Einem echten Trekkie ist nichts zu mühselig. Joshua Bell hat sehr viele Raumschiffe aus dem Star Trek-Universum aus ASCII-Zeichen gebastelt.

Herzrasen-Sampler
Die RP-Online hat einen Sampler mit 15 kostenlosen und legalen Songs zusammen gestellt. Kann man ja mal reinhören.

17 Juni
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Krawatten, Priester und der 17. Juni

Anleitung zum Binden von Krawatten

In der Wikipedia findet man zum Glück alles, auch Anleitungen zum Binden von Krawatten. Ich brauche nämlich am Freitag einen Windsor-Knoten.

Aufstand der Generation Twitter
Jens Berger vom Spiegelfechter über die Verbreitung von Nachrichten aus dem Iran und was Twitter dabei geleistet hat.

DVD zum Priesterjahr
Kirche in Not hat eine kostenlose DVD mit drei Fernseh-Dokumentationen über die Arbeit von Priestern auf der ganzen Welt veröffentlicht.

Russischer Panzer in Leipzig am 17. Juni 1953
Foto: Wikipedia

Früher war heute Feiertag. Bei 60xDeutschland gibt es ein Video über den Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953. Der RBB hat auch eine Seite zum Thema.

Ist Samstag der neue Sonntag?
Eine Studie besagt, dass der Sonntag mittlerweile zu jenem Tag geworden ist, an dem man sich ausruht, auf der Heimfahrt im Stau steht oder – als Alleinstehender – depressiv wird. Der Tag des Herrn geht im Wochenende unter.

Ich will müde, schmutzig, durstig sein
Sie machen sich Gedanken über Ehrgeiz und Mut, über Schulden und Handy-Fotos – Krisenkinder aus der Generation der 20- bis 35-Jährigen erzählen, was ihr Lebensgefühl ausmacht.

Screenshot Puresim Baseball 2007

PureSim Baseball 2007 ist wie der Name schon sagt, ein Baseball-Simulator. Wer also mal was anderes als Bundesliga spielen will, sollte bei diesem kostenlosen Spiel für Windows zugreifen.

Obama kann alles
Sogar ohne mit der Wimper zu zucken einer Fliege den Garaus machen

05 Juni
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Klingende Horoskope und andere schöne Dinge

100 beeindruckende kostenlose WordPress-Themes für 2009
Listen mit Themes für WordPress gibt es ja viele, diese ist sehr ausführlich und es sind einige tolle Sachen dabei.

Die Beta-Version von Opera 10 ist da
Er ist schnell, bietet viele Funktionen und trotzdem bin ich noch nie so recht warm mit dem Opera-Browser geworden. Vielleicht schafft es ja die vielversprechende Version 10, die es zum Download für Win, Mac und Linux gibt.

Gameboy-Timeline

Die Entwicklungsgeschichte des Nintendo Gameboys auf einer Grafik. Mein erster und einziger Gameboy war einer mit Farbbildschirm, auf dem ich im Nachtdienst mit Begeisterung Pokemon gespielt habe. [via]

Statt Sozialismus ist nur Kapitalismus zu sehen
Interview mit dem chinesischen Autor Yu Hua über das Massaker von Tiananmen, Streben nach Wohlstand und soziale Unruhen. Für ihn wurde vor 20 Jahren das Streben nach Demokratie gegen das Streben nach Geld ausgewechselt.

Astroklang – Das Horoskop zum Mitsingen
Der Unfug des Tages: Astroklang ist die Transformation Ihres Horoskops in die Musik. Eine Komposition im harmonischem Einklang mit Ihrer Seele. Es gibt sogar Hörbeispiele zum Mitschwingen. [via]

Video aus dem ARD-Morgenmagazin

Ein älterer Beitrag aus dem ARD-Morgenmagazin, in dem die Kinderreporter Politiker zu ihren Kenntnissen über Computer und Internet befragen. Von Alt-Öko Ströbele habe ich nichts anderes erwartet, von Frau Zypries aber zumindest, dass sie weiß, was ein Browser ist. Tja, und diese Leute beschließen Gesetze zum Thema Internet und bestimmen über “Killerspiele”. [via]

30 Mai
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Die letzten Links vor Pfingsten

Frets on Fire

Frets on Fire ist die Open-Source-Version von Guitar Hero und kann mit der Tastatur gespielt werden, was die Angelegenheit zwar nicht einfacher macht aber sehr lustig ist. Dank der Community um das Spiel gibt es eine Menge Songs zum nachspielen. Download für Windows, Mac und Linux.

Die unerträgliche Seichtigkeit der deutschen Internet-Debatte
Schöner Artikel der zeigt was dabei herauskommt, wenn ein Journalist, der keine Ahnung vom Internet hat über das Internet schreibt: Unfug nämlich!

Wir waren so frei
Private Filme und Fotos aus der deutschen Wendezeit 1989/1990. Mal ein anderer Blick auf die Wendejahre [via]

Bibelgeschichten aus Lego

Die Offenbarung aus Lego im Brick Testament. Sehr schön gemacht und eindrucksvoll dargestellt! [via]

Gitarre aus einer Zigarrenkiste
Bebilderte Anleitung um aus einer Zigarrenkiste und ein wenig Kram eine funktionierende Gitarre zu basteln.

Pro! Vo! Ka! Tion!
Kleines Special zur Ausstellung des Plakatkünstlers Klaus Staeck mit vielen Fotos seiner Werke. Auf seiner Website gibt es noch mehr davon, sogar als eCards.

Kostenlose katholische E-Books
Jede Menge englischsprachige katholische E-Books im PDF-Format. Ich habe noch längst nicht alle durchforstet, es scheint aber von den Kirchenvätern bis zu Biographien von Heiligen alles mögliche dabei zu sein.

02 März
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Eine Nacht im Klub Karisma

Klub Karisma

Aaah, Hamburg-St. Pauli, die Reeperbahn! Die Lichter der sündigen Meile verheißen Vergnügungen aller Art, aber dir ist heute Abend überhaupt nicht nach einem Kiezbummel zumute. Du bist nämlich stinksauer!
Deine Freundin Sandra (oder besser: Ex-Freundin Sandra) hat dich gestern wegen eines Striptease-Tänzers namens Guido sitzen lassen. Dich! Den männlichsten Pudelsalonbesitzer der Stadt! Aber sooo leicht, sooo einfach gibt ein Ingo Percy Wuttke nicht auf, niemals!
Du bist fest entschlossen, Sandras Herz zurückzuerobern, denn die Beleidigte-Leberwurst-Tour ist ganz und gar nicht dein Ding. Nur leider hast du überhaupt keine Ahnung, wie du das anstellen sollst. Na ja, die Nacht ist ja noch jung, im Gegensatz zu dir …

Das ist die Vorgeschichte eines neuen deutschen Text-Adventures mit dem Namen Klub Karisma. Als müssen Sie einige Rätsel lösen, um die Angebetete zurückzuerobern, was schon am Eingang zum Klub Karisma beginnt, denn der Türsteher im Tarzankostüm lässt leider nur Frauen hinein. Ich habe das Spiel zwar noch nicht ganz durchgespielt, bisher waren die Rätsel aber nie so schwer, als dass man sie nicht lösen könnte. Außerdem macht die Geschichte einfach Spaß und ist gut geschrieben. Ebenfalls positiv sind die eingebaute Korrektur für Tippfehler und die Hilfeseiten für Einsteiger, die Neulingen im Genre die wichtigsten Befehle erklären. Schön, dass es mal wieder ein deutschsprachiges Text-Adventure gibt, dass auch noch viel Spaß macht.

Download Klub Karisma