05 Juli
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Rauchverbot: Aktivismus vs. Bürgerrecht

In Bayern wird im Namen der Volksgesundheit von einer Minderheit ein Grundrecht beschnitten und alle freuen sich über den Sieg der Basisdemokratie. Verkehrte Welt würde ich sagen. Nein, das Rauchen in Kneipen sehe ich nicht als Grundrecht an. Das Recht des Betreibers einer Kneipe selbst zu bestimmen, was dort erlaubt ist und was nicht, dagegen schon. Wird dort von staatlicher Seite aus eingegriffen – das ist das Resultat des Volksentscheids – ist das meiner Meinung nach ein unzulässiger Eingriff des Staates. Die Gesundheit ist sicherlich ein hohes Gut, die persönliche Freiheit des Einzelnen werte ich allerdings noch höher. Ich habe kein Recht auf Rauchen überall, genauso wenig hat ein Nichtraucher das Recht auf ein rauchfreies Lokal. Lediglich der Besitzer sollte darüber zu entscheiden haben. Den Staat geht das alles überhaupt nichts an, solche privaten Belange fallen nicht in seine Zuständigkeit. Deshalb sollte man vorsichtig damit sein, diesen Volksentscheid zu schnell als Gewinn der Basisdemokratie zu bejubeln. Was die Mehrheit entscheidet (in diesem Fall war es allerdings nur eine Minderheit), muss nicht zwangsläufig auch richtig sein.

Vielleicht ist das auch der Unterschied zu Nichtrauchern im Gegensatz zu anderen Aktivisten. In den letzten Jahrzehnten haben schwul-lesbische Buchläden eröffnet, vegane Restaurants haben ihre Besucher gefunden und auch in einer Kneipe nur für Frauen bin ich mal gelandet. Ich habe nur nie davon gehört, dass irgendwo eine Kneipe für Nichtraucher von Nichtrauchern eröffnet worden wäre. Vielleicht wäre das sogar cool gewesen. Stattdessen auf Verbote, staatliche Bevormundung und die Beschneidung der Rechte anderer zu setzen, halte ich für sehr bedenklich. Wahrscheinlich passt das aber auch besser in unsere Zeit.

Zur Orientierung: Beim bayrischen Volksentscheid ging es nicht um Nichtraucherschutz. Der bestand dort genau so wie in anderen Bundesländern. Jetzt wurde nur noch über das Verbot der letzten Ausnahmeregelungen entschieden.

Links zum Thema:
Von Kindern, Rauchern und Brettern vorm Kopf
Ein Volk
Rauchverbot: Die grünen Nannies
Warum man rauchen sollte
Rauchverbot – ein gefährlicher Sieg der Minderheit
Wie Bayerns Nichtraucher-Rebell Politik ändern will

23 November
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Apple verweigert Rauchern die Reparatur ihrer Macs

Da hat man sich für nicht wenig Geld ein schickes MacBook gekauft und ist zu Recht stolz auf sein Gerät. Leider ist das Notebook irgendwann wegen Überhitzung nicht mehr zu benutzen. Doch zum Glück hat man ja noch Garantie und kann den Rechner bei Apple zum Reparieren abgeben. Allerdings nur wenn man Nichtraucher ist, denn ansonsten bekommt man seinen Computer mit dem Hinweis auf die Verseuchung durch Nikotin unverrichteter Dinge wieder zurück. Die amerikanische Verbraucherschutzorganisation Consumers Union hat zwei solcher Fälle veröffentlicht, in denen Kunden mit dem Hinweis auf Nikotin die Reparatur ihrer Geräte noch während der laufenden Garantie verweigert wurde. Eine Kundin wandte sich daraufhin an das Sekretariat von Steve Jobs und bekam folgende Antwort:

Nikotin steht auf der Liste der gefährlichen Substanzen am Arbeitsplatz. Aus diesem Grund wird Apple von seinen Mitarbeiten nicht verlangen, Geräte zu reparieren, die man für gesundheitsschädlich hält.

Noch ist nicht bekannt, ob es sich bloß um unverschämte Einzelfälle oder eine neue Firmenpolitik von Apple handelt. Denn Apples Garantiebestimmungen sagen nichts über einen Verfall der Garantie bei “Versuchung” der Geräte durch Tabakrauch. Sollte es wirklich eine neue Richtlinie sein, dürfte das schlechte Beispiel bestimmt bald Schule bei anderen Herstellern machen. Schließlich ließe sich aus einer zusätzlichen Garantie für Raucher mit einem Aufschlag für die Gefährdung der Mitarbeiter ordentlich Profit schlagen. Bei uns dürfte das Problem zwar erstmal nicht auftreten, da man hier seinen Mac in der Regel beim Händler in der Nähe abgibt, doch man soll ja schon den Anfängen wehren. [Gulli.com] [Hi Joshua: The news in english]

20 Januar
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Bayern lockert Rauchverbot

Eine schöne Raucherin

Die Koalition aus CSU und FDP in Bayern hat heute beschlossen, das totale Rauchverbot in Gaststätten, Kneipen und Diskotheken zu lockern. Demnächst darf in Einraum-Kneipen die nicht größer als 75 Quadratmeter sind wieder geraucht werden, wenn Minderjährige keinen Zugang haben und nur einfach zubereitete Speisen (Frikadelle und Mettwurst) zum Verzehr angeboten werden. Größere Wirtshäuser sowie Diskotheken können wieder in abgetrennten Nebenräumen rauchen lassen und Bierzelte sind vom Rauchverbot generell ausgenommen. Ich hätte zwar nicht gedacht, dass ich mal etwas positives über Seehofer und FDP schreiben würde aber auch wenn sie das unsinnige Gesetz nur gelockert haben, um sich beim Volk einzuschleimen zeigt, es dass sie dessen Willen nicht nur erkannt sondern tatsächlich auch teilweise umgesetzt haben. Faktisch wurde das Gesetz ja von Anfang an durch die Raucherclubs, die landesweit aus dem Boden schossen unterwandert. Ob diese jetzt überflüssig werden bleibt noch abzuwarten, denn in Brüssel wird man diesen Schritt zu etwas mehr Eigenständigkeit der Gastwirte bestimmt nicht gerne sehen. Außerdem wird die gute Frau Bätzing, die alle so gerne vor sich selbst schützen will wahrscheinlich auch schon mit den Hufen scharren. Immerhin können Bayerns Gastronomen heute einen kleinen Erfolg für die Freiheit verbuchen. Darauf krame ich doch glatt eine der Zigarren von Silvester aus der Schublade.

Andere Meinung gefällig?! Die gibt es drüben beim Kollegen Thomas.

01 Dezember
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Zigarren richtig anzünden mit Aria Giovanni


Aria Giovanni – Proper Cigar Lighting from Pupilux.com on Vimeo.

Da wir uns in der Adventszeit befinden, dachte ich dass es nett wäre, auch in diesem Blog jeden Tag etwas hinter einem “Türchen” zu finden. Deshalb gibt es bis Heiligabend jeden Tag ein kleines Leckerli oder zumindest das, was ich dafür halte. Als passionierter Raucher freue ich mich, Ihnen heute eine Anleitung zum rechten Anzünden von Zigarren zeigen zu können. Das Video stammt im Original von MyCigarFriends, einer Community für Zigarrenraucher.

19 Oktober
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Kalender Rauchende Frauen 2009

Deckblatt des Kalenders Rauchende Frauen 2009

Anlässlich der weiter um sich greifenden Anti-Raucher-Hysterie und der Foto-Serie mit rauchenden Frauen in diesem Weblog habe ich einen Kalender für das kommende Jahr zusammengestellt, der Monat für Monat ein neues Foto einer rauchenden Frau zeigt. Sämtliche Fotos stammen von Flickr und wurden von mir ein wenig bearbeitet, damit sie in das Format des Kalenders passen.

Der Kalender ist geöffnet 27,94 cm breit und 43,18 cm hoch und mit einer Spiralbindung versehen. Außerdem besitzt er ein vorgefertigtes Loch, um ihn an einer Wand aufhängen zu können. Der Wochentag beginnt am Montag und es sind die Feiertage von Deutschland, Österreich und der Schweiz eingetragen. Als besonderes Feature können persönliche Einträge wie Geburtstage, Hochzeitstag oder die Abgabe der Steuererklärung optional mit einem geeigneten Schreibgerät ihrer Wahl hinzugefügt werden. Nach Ablauf des Jahres können Sie die einzelnen Fotos aus dem Kalender heraustrennen und in einem angemessenen Rahmen als extravaganten Wandschmuck nutzen, um den Sie ihre Freunde beneiden werden.
Mit diesem Kalender können Sie ein Zeichen gegen Diskriminierung von Rauchern und gegen den Regulierungswahn der EU setzen, das zudem noch gut aussieht und Ihnen in der Koordination des Alltags unschätzbare Hilfe leistet!
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30 September
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Schöner rauchen mit Fred Feuerstein


Foto: Wikimedia Commons

Heute kann die zweitbekannteste Familie der Welt nach den Simpsons Geburtstag feiern, denn vor genau 48 Jahren flimmerte die erste Folge der Serie über den Äther. Was ich bisher noch nicht wusste ist, dass Familie Feuerstein ursprünglich als Unterhaltung für Erwachsene gedacht war. Aus diesem Grund wurde die erste Staffel von der Zigarettenmarke Winston gesponsert und es gab sogar Werbefilme mit den Feuersteins, in denen sie die Zigaretten anpriesen. Zwei dieser Werbespots habe ich für Sie ausgegraben:

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29 September
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Kampf gegen Windmühlen

Don Quijote

Heute vor 461 Jahren wurde der spanische Nationaldichter Miguel de Cervantes geboren. Seine Geschichten um Don Quijote, den Ritter von der traurigen Gestalt dürfte wohl so ziemlich jeder kennen. Weniger bekannt hingegen sind die Zeichnungen von Stefan Mart, die in den Sammelbüchern “Märchen der Völker” erschienen sind. Diese Bücher waren eine Art Vorläufer der modernen Sammelalben und erschienen zwischen 1933 und 1939. Um die Bilder bekommen, musste man Gutscheine an den Verlag senden, die Zigarettenpackungen der Firma Reemtsma beilagen. Rainer Würgau aus Herford hat sich die Mühe gemacht, viele dieser Bilder für das Internet aufzubereiten. Deshalb sollten Sie sich etwas Zeit nehmen, und auch die anderen Geschichten dieser Reihe bewundern.

16 September
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Rauchen als Krankheit

Frau mit Zigarette
Foto: Scifr

Da hatten wir schon länger kein Foto einer rauchenden Frau im Weblog. Der heutige Anlass ist die Meldung der Bundesärztekammer, Rauchen endlich als Krankheit anzuerkennen. Rauchen sei schließlich kein Livestyle-Problem, das man sich einfach abgewöhnen könne. Dazu empfehle ich Ihnen den amüsanten Kommentar von Herrn Zippert in der Welt, der uns Rauchern Ersatzprogramme mit der Vergabe von Mentholzigaretten und die Zigarette danach (Nein, nicht die nach der Beichte) nur in Anwesenheit eines Arztes prophezeit. Ernsthaft betrachtet ist die Forderung der Ärzte aber durchaus berechtigt, zumindest wenn man seine Krankenkasse nutzen möchte um mit dem Rauchen aufzuhören. Denn im Gegensatz zum Missbrauch von Alkohol, Medikamenten und illegalen Drogen gibt es meine Wissens bisher noch keine Entgiftungen oder gar Therapien für Raucher. Auch gibt es mittlerweile Medikamente jenseits von Kaugummis und Nikotinpflastern auf dem Markt, die wirklich bei der Abgewöhnung helfen, aber auch ihren Preis haben. Warum werden die Kosten für solche Mittel nicht von den Kassen übernommen?
Bisher hat es der Staat und die Gesellschaft nur geschafft, aus Rauchern unerwünschte Schädlinge am anscheinend ansonsten gesunden Volkskörper zu machen, die ihrer Sucht mehr oder weniger auf Kosten anderer Menschenleben nachgehen. Da wäre es nur angemessen, denjenigen zu helfen, die ihrer Sucht abschwören wollen, es aber mit dem guten Willen allein nicht schaffen.

12 August
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Dame mit Hut und Zigarette


Foto: Jenny Downing

Ich weiß nicht woher diese Dame stammt, jedenfalls würde ich gerne mal eine gemeinsame Zigarette mit ihr rauchen. Immerhin scheint sie auch meine Vorliebe für Selbstgedrehte zu teilen.

18 Juni
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Der Charakter des Rauchers

Raucht eine Zigarette
Foto: preciouskhyatt

Jens Jessen, Ressortleiter des Feuilletons der ZEIT analysiert die Debatte zum Rauchverbot aus der Sicht der Raucher und Nichtraucher. Gleichzeitig versucht er herauszufinden, warum man den Raucher so ungern hat. Dabei stirbt er doch viel früher und kostet also weniger.

Video: Der Charakter des Rauchers