03 Juli
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1. Hagener Twitter BBQ Come Together

Da soll es immer noch Menschen geben, die Twitter in Bausch und Bogen als digitale Zeitverschwendung verdammen. Dabei ist es neben dem kurzweiligen Aspekt oft genug sehr sinnvoll. Ohne Twitter würde zum Beispiel das heutige 1. Hagener Twitter BBQ Come Together überhaupt nicht stattfinden. Alle Anwesenden stammen aus Hagen, twittern und haben sich über diese Plattform kennengelernt. Heute treffen wir uns außerhalb des Internet zum Fußballgucken, Grillen und was sich sonst noch ergibt. Genau so hat sich Sir Berners-Lee, Begründer des World Wide Web das übrigens vorgestellt: Menschen kommunizieren über das Internet, um sich dann real zu treffen. So schließt sich die für mich ohnehin sehr kleine Lücke zwischen der Online- und Offline-Kommunikation. Ich freue mich jedenfalls; einige der Teilnehmer habe ich schon persönlich kennengelernt, bei anderen bin ich sehr gespannt. Jetzt muss die deutsche Elf nur noch Argentinien rauskicken, dann wird es ein perfekter Tag.

10 Mai
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Nach der Wahl ist vor der Wahl

Die Landtagswahl ist vorbei, die Ergebnisse stehen fest. Unser Direktkandidat Dirk Schatz hat 2 Prozent der Stimmen erhalten, die Piratenpartei ist in Hagen auf einen Stimmenanteil von 1,8 Prozent gekommen. Insgesamt erhielt die Piratenpartei in NRW 1,54 Prozent der Stimmen. Das Ergebnis in Hagen ist recht ordentlich und wohl nicht zuletzt unserem vollem Einsatz im Wahlkampf geschuldet. Die landesweiten 1,54 Prozent sind allerdings sehr enttäuschend und liegen weit hinter meinen persönlichen Erwartungen zurück. Dieses Ergebnis kann man sich nicht schön reden, es ist eine echte Wahlschlappe.

Aber Jammern hilft nicht. Ich für meinen Teil werde mögliche Gründe für das schlechte Ergebnis suchen und überlegen, wie man was verbessern kann. Ich halte unser “Produkt” immer noch für richtig, nur haben wir es wohl nicht geschafft, es den Wählerinnen und Wählern angemessen zu vermitteln. Nach der Wahl ist vor der Wahl, der Ball ist rund und weiter geht’s!

Update 12.5.: Unsortierte Gedanken zum Wahlausgang

06 Mai
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Hagener Tanzschule lehnt lesbisches Paar ab

Der Fettnapf des Tages hat die Ausmaße eines gesamten Pools. Kopfüber hinein gesprungen ist Wolfgang Stein, der Besitzer einer Tanzschule in Hagen. Auf seiner Website wünscht er zwar “allen Gästen viel Vergnügen in aktiver und netter Gesellschaft”, doch bestimmte Menschen scheinen ihm als Gäste nicht willkommen zu sein. Denn ein lesbisches Paar, das sich zu einem Tanzkurs angemeldet hatte, bekam eine äußerst unhöfliche Abfuhr:

Herr Stein hat uns aber mehr oder weniger deutlich gemacht, dass er zwei miteinander tanzende Frauen seinem Publikum in seiner Tanzstunde nicht zumuten könne.

Als ob das nicht schon peinlich genug wäre, wagt Herr Stein noch einen weiteren Kopfsprung in den Fettpool:

Wenn ich aber ein Frauenpaar in einem regulären Kurs akzeptiere, dann müsste ich auch ein Herrenpaar annehmen. Aber haben Sie schon einmal gesehen, dass Herr Westerwelle mit seinem Freund auf dem Bundespresseball tanzt?

Sicherlich darf jede/r eine eigene Meinung haben und einem Geschäftsmann wie Herrn Stein steht es frei, an welchen Menschen er Geld verdient. Doch sollte ich mal eine Tanzschule in Anspruch nehmen müssen, (da steht noch ein Tangokurs mit Frau Leibowitz aus) werde ich bestimmt eine andere wählen. Wer heutzutage ein solches Gebaren an den Tag legt, wird sich mein Geld nicht in die Tasche stecken.

Artikel zum Thema: Hagener Tanzschule lehnt lesbisches Paar ab

01 Mai
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Das gläserne Mobil in Hagen

Das gläserne Mobil der Piratenpartei in Hagen

Gestern war das Gläserne Mobil der Piratenpartei wieder zu Gast in Hagen. Das Mobil ist ein umgebauter Anhänger, der mit einer hübschen Wohnzimmereinrichtung ausgestattet ist. Durch die große Glasfront kann man darin persönlich das Gefühl erleben, auf Schritt und Tritt überwacht zu werden. Ich habe ein ganz kurzes Video erstellt, um euch einen kleinen Einblick in diese Aktion zu bieten. Da ich Nachtdienst hatte konnte ich nicht die ganze Zeit dabei sein, es muss aber zum späteren Abend recht lustig zugegangen sein. Ich hoffe, dass meine anwesenden Hagener Piraten noch ein paar Fotos von der Aktion veröffentlichen. Bis dahin muss eine gefilmte Minute genügen:

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18 April
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Öffentliches Kleistern

Diesen Samstag gab es nicht nur einen Infostand der Piratenpartei in Hagen, sondern auch ein öffentliches Plakatekleistern direkt vor der Volmegalerie. Ich selbst war wegen Wochenenddienst nicht dabei, die Aktion war aber ein voller Erfolg. Einen ausführlichen Bericht könnt ihr bei Pirat Christian nachlesen.

18 Februar
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I live by the river

Kaum ist der alte Schnee mal endlich fort, sieht es auch gleich wieder idyllisch im Örtchen aus.

06 Februar
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Wir podcasten selbst über Infostände, einfach weil es geht

Die Landtagswahl in NRW steht vor der Tür, deshalb veranstalteten meine Piraten Hagen heute den ersten Infostand im neuen Jahr. Pirat Max hat dazu einen Podcast veröffentlicht, in dem er seine persönlichen Eindrücke schildert. Der Podcast ist weder professionell noch folgt er irgendeinem Konzept, dafür ist er das, was man heutzutage authentisch nennt. Also nehmt euch ruhig sechs Minuten Zeit, um die Resonanz eines jungen Piraten zu hören. Denn im Wiki politische Konzepte entwerfen oder übers Internet an (natürlich notwendigen) Konfererenzen teilnehmen ist eine Sache. In der Kälte an der Front stehen und Flyer an Leute zu verteilen, die sie nicht haben wollen eine ganz andere.

05 Februar
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Zufrieden Hilde?

Während ich gestern frierend an der Straße stand um auf meinen freundlichen Fahrdienst zum piratischen Stammtisch (ausnahmsweise) in Ennepetal zu warten, fiel mein Blick auf diese Frage an der Mauer. Diese zwei Worte stehen schon seit Jahr und Tag auf den Backsteinen geschrieben und ich kann nicht zählen, wie oft ich gedankenlos an ihnen vorbei marschiert bin. Dabei wirft die Frage einige neue Rätsel auf. Wer ist der unbekannte Autor und warum soll Hilde zufrieden sein? Wer ist Hilde überhaupt?

15 Januar
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Vierter Zwischenstand

Die Hagener Polizei hat mich für heute vorgeladen, um eine erkennungsdienstliche Behandlung vorzunehmen und um eine Aussage zur Tat von mir entgegen zunehmen. Gegen die EB kann man nichts ausrichten, erscheint man nicht zum Termin, holen sie einen eben mit Handschellen ab. Immerhin kann man nach Abschluss der Ermittlungen verlangen, dass die Fotos und Fingerabdrücke nach Abschluss der Ermittlungen vernichtet werden. Kurz nach 13:00 Uhr wurde ich also vom Herrn Kommissar in das Fotostudio im Keller geführt. Als wir an einigen offenen Zellen vorbeigingen meinte er: “Keine Angst, Sie müssen heute nicht gleich hierbleiben”. Ja, so ist der deutsche Polizeibeamte, immer einen lustigen Spruch auf Lager.

Im Studio angekommen befanden sich dort schon irgendwelche andere Leute, von denen natürlich keiner Guten Tag oder sonstwas gesagt hat. Zum Glück bin ich inzwischen an das schlechte Benehmen der Polizei gewöhnt. Nun musste ich mich auf einen am Boden befestigten drehbaren Stuhl setzen. Ein dicker älterer Beamte verlangte meinen Personalausweis und fragte mich noch nach meinen Fremdsprachenkenntnissen, Schuhgröße und mit welcher Hand ich schreibe. Auf meine Nachfrage, zu welchem Zweck die Frage nach den Fremdsprachen dient bekam ich keine Antwort, also habe ich sie auch nicht beantwortet. Hiernach musste ich mich auf dem Stuhl drehen und auf an den Wänden angebrachte Markierungen blicken, damit sie Portraitfotos von allen Seiten schießen konnten. Zum Schluss folgte noch eine Ganzkörperaufnahme im Stehen.

Jetzt waren die Fingerabdrücke an der Reihe, die wurden auf einer Art Scanner gespeichert. Zuerst wurden meine beiden Handflächen gescannt, dann die einzelnen Finger. Der Beamte stellte sich dabei etwas ungeschickt an, weshalb die Abdrücke nicht auf Anhieb gespeichert wurden. Deshalb “drohte” er mir damit, doch die gute alte Stempelfarbe zu benutzen, wenn es nicht gleich funktionieren würde. Wahrscheinlich hat er meine Finger deshalb bei den weiteren Abdrücken über Gebühr gequetscht. Danach war die Sache auch schon gelaufen, insgesamt hat es nur knapp 15 Minuten gedauert. Sonderlich schlimm war es eigentlich nicht, ich musste nur die gesamte Zeit innerlich über diese Farce grinsen. Diese gezwungene Freundlichkeit der Beamten, genauso wie ihre Ernsthaftigkeit, die mich an einen Sketch von Monty Python erinnerte war wirklich grotesk.

Ach ja, bevor die eigentliche Prozedur losging überreichte mir der Kommissar noch einen richterlichen Beschluss zu einer Wohnungsdurchsuchung. Ich hätte mich ja im Internet beschwert [sic], dass kein Beschluss vorgelegen hätte, das wäre aber ganz falsch. Alles sei vollkommen richtig durchgeführt worden. Im Beschluss steht, dass im Zuge der Ermittlungen zum Einbruch in meinem Krankenhaus bei mir und weiteren Personen Durchsuchungen durchgeführt und Beweismittel beschlagnahmt werden sollen (Details kann ich wie gehabt nicht veröffentlichen. Sie sind aber für mich hochinteressant und lassen mich noch wütender werden). Ich frage mich nur warum man uns besagten Beschluss nicht schon vor der Durchsuchung vorgelegt hat, denn weder Frau Leibowitz noch ich haben ihn vor dem heutigen Tag gesehen.

Das wäre es erstmal. Mein Anwalt hat in der Zwischenzeit meine Akte bei der Polizei angefordert, das kann aber bis zu 8 Wochen dauern. Bis dahin bleibt wieder nur abzuwarten was sich ergibt. Wenn etwas passiert, werde ich euch natürlich auf dem Laufendem halten. Weiterhin Danke für euer Interesse, denn ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass sowas ziemlich an den Nerven zehrt.

08 Januar
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Ein dritter Zwischenstand

Eigentlich kein richtiger Zwischenstand, sondern nur eine Kurzmeldung: Ich bin jetzt zur Vernehmung und zur erkennungsdienstlichen Behandlung bei der Polizei Hagen vorgeladen. Der Termin wäre kommenden Dienstag um 13:00 Uhr gewesen, nur befinde ich mich um diese Uhrzeit hoffentlich noch im Tiefschlaf, da ich ab heute 5 Nachtdienste habe. Um zu fragen, ob man den Termin verschieben kann, habe ich vorhin mit dem zuständigen Ermittler telefoniert und ihm von meinen Dienst an diesem Tag berichtet. Die Antwort war sinngemäß: “Aber Sie haben doch mittags einen Termin bei uns.” Woraufhin ich erklärte, dass man nur schlecht einen Termin wahrnehmen kann, wenn man nur drei Stunden geschlafen hat. Nach einem (wieder sinngemäßen) “Dann nehme ich zur Kenntnis, dass Sie am Dienstag nicht erscheinen werden”, hat der Mann dann einfach aufgelegt. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte ich nicht mal nachfragen, ob man die Maßnahme verschieben kann.

Gut, einmal tief durchgeatmet und einen zweiten Versuch gestartet. Dieses Mal bekam ich zuerst zu hören, dass man gerade in einer Vernehmung sei und nicht lange mit mir sprechen könne. Also frage ich kurz und bündig ob es möglich ist, den Termin um zwei Stunden zu verschieben. Das geht überhaupt nicht, anscheinend sind die Fotografen und Fingerabdruckabnehmer der Polizei immer nur bis mittags im Haus. Dann schlage ich vor, die ganze Sache auf einen anderen Tag zu verschieben, wenn ich mit den Nachdiensten durch bin. Darauf ließ sich der Kommissar ein, und die erkennungsdienstliche Behandlung findet nun am kommenden Donnerstag statt. Da ich es wirklich mehr als befremdlich finde, wie man sich als Bürger von der Polizei behandeln lassen muss, wollte ich euch diese kleine Anekdote nicht vorenthalten.