Orden des Leibowitz



12.11. 2009

Terry Gilliam bei Arte

Noch auf meiner Liste der anzusehenden Dokus: Ein Special der Sendung Tracks auf Arte mit dem genialen Terry Gilliam, der nach seiner Karriere bei Monty Python Filme wie Brazil, 12 Monkeys und König der Fischer gedreht hat. Darin wird sein Leben und Werk betrachtet, der Meister selbst kommt auch zu Wort. Das ist bestimmt sehr interessant und kann ab jetzt noch 38 Stunden auf der Website von Arte angesehen werden. Vielleicht rettet ja jemand die Sendung und stellt sie dauerhaft online.

01.11. 2009

E.T. und wie die Zeit vergeht

Heute habe ich nach 27 Jahren mal wieder E.T. – Der Außerirdische gesehen. Den ersten Kontakt hatte ich damals zu meinem 9. Geburtstag im Kino mit ein paar Kumpels. Manchmal kann ich es immer noch kaum glauben, dass ich inzwischen von Erlebnissen erzählen kann, die anscheinend schon kleine Ewigkeiten her sind. Den Film mag ich aber immer noch, weil er einfach ein wunderbares Märchen für Kinder ist. Außerdem hört das geschulte Ohr sofort, dass die Musik vom Meister John Williams stammt. Hier ist der Original-Trailer von 1982:

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02.07. 2009

Einen für Karl Malden

Screenshot Streets of San Francisco

Mein erster Gedanke war: “Oh Mist, nicht der auch noch”, bis mir einfiel, dass Karl Malden so um die 100 Jahre alt gewesen sein muss. Insofern kann man nicht von einem bedauerlichen Unglück sprechen, sondern da hat sich jemand in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Auch wenn er viele andere Rollen gespielt hat, wird er mir immer als Mike Stone aus der Serie Die Straßen von San Francisco in Erinnerung bleiben. Als Kind habe ich die Wiederholungen der Serie geliebt. Also: Hier ist die Titelsequenz mit einem der coolsten Soundtracks aller Zeiten.

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24.05. 2009

Monster from a Prehistoric Planet

Screenshot Monster from a prehistoric world

Eine wissenschaftliche Expedition landet auf einer unbekannten Insel, die von Ureinwohnern bewohnt ist. Der Stamm der Eingeborenen verehrt ein Wesen namens “Gappa”, das es keinesfalls zu verärgern gilt, da sonst große Gefahr droht. Wie es sich für echte Forscher gehört, schlägt man natürlich alle Warnungen in den Wind und entdeckt in einer Höhle ein riesiges Ei, aus dem ein urzeitliches Wesen schlüpft. Das Tierchen wird in einen Käfig gesteckt und flugs nach Japan transportiert, wo es ausgestellt werden soll. Leider hat man die Rechnung ohne die Eltern des Kleinen gemacht, die sich auf die Suche nach ihrem Sprössling begeben und dabei monstermäßiges Unheil anrichten.

Dieser Film aus dem Jahr 1967 stammt nicht aus den Toho-Studios, die Monster wie Godzilla und Gamera ins Leben gerufen haben, sondern von Nikkatsu Corporation. Gedacht war er ursprünglich als Satire auf die japanischen Monsterfilme, das man davon nicht viel bemerkt, soll an der englischen Übersetzung liegen. Leider war es der einzige Film in dieser Richtung, den Nikkatsu gedreht hat, denn kurz nach seinem Erscheinen ging die Firma pleite. Das hat aber den Vorteil, dass man den Streifen inzwischen kostenlos herunterladen kann. Die Version im Internet Archive ist durchaus brauchbar, nur der Ton ist an manchen Stellen etwas zu leise.

Internet Archive: Monster from a prehistoric Planet

10.04. 2009

Tod eines Volkshelden

Emiliano Zapata

Vor 90 Jahren wurde der mexikanische Revolutionär und Volksheld Emiliano Zapata in einem Hinterhalt ermordet. Damals hatte er seit fast 10 Jahren im Süden Mexikos gegen das Militär gekämpft und dank seiner Guerillataktik einige Siege davon getragen. Am 10. April 1919 wurde er von Oberst Jesús Guajardo auf dessen Hacienda eingeladen. Guajardo gab vor, mit seinen Männern zu den Revolutionären überlaufen zu wollen. Zapata, der ansonsten als misstrauisch galt scheint an diesem Tag von seiner Intuition im Stich gelassen worden zu sein, denn kaum er auf dem Treffen an, eröffneten die Soldaten der Regierung das Feuer und der Revolutionär starb im Kugelhagel. War er vorher schon ein Held für die meist arme Landbevölkerung, durch seinen Tod machte ihn die Regierung zu einem Mythos und Märtyrer. Bis heute ist seine Geschichte im Volk verwurzelt und die Zapatisten, eine moderne mexikanische Guerillaorganisation haben sich nach ihm benannt.
Zu Ehren des Revolutionärs der lieber auf den Beinen sterben als auf den Knien leben wollte, habe ich den amerikanischen Spielfilm Viva Zapata! mit Marlon Brando herausgesucht. Weitere Informationen über Emiliano Zapata finden Sie im Eintrag der Wikipedia und in einem Artikel des Spiegel.

Emiliano Zapata in der Wikipedia
Der Che vor dem Che – Spiegel eines tages
Viva Zapata! – Film mit Downloadmöglichkeit.

23.09. 2008

Alte Filmpostkarten

Alte Filmpostkarten

Die drei holländischen Filmfreunde Truus, Bob & Jan haben eine Sammlung mit mehr als 500 Postkarten europäischer Filmstars aus der Zeit von 1895 bis 1970 zusammengetragen. Damit man weiß, wen man vor sich hat, gibt es zu jeder Karte eine ausführliche Erklärung.

27.06. 2008

Meuterei auf der Potemkin

Panzerkreuzer Potemkin

Am 27. Juli 1905 kam es auf dem russischen Linienschiff Fürst Potjomkin von Taurien zur Meuterei durch die Matrosen. Der Aufstand begann aber nicht von jetzt auf gleich, sondern hatte verschiedene Ursachen. So wurden die Matrosen der Kriegsmarine aus der Arbeiterklasse rekrutiert und äußerst schlecht bezahlt. Die Bedingungen an Bord waren auch nicht die besten und Repressalien durch die Offiziere verschlechterten die Lage der Soldaten noch zusätzlich. Am 25. Juni 1905 verließ das Schiff den Hafen von Sewastopol, um in der Bucht von Tendra Schießübungen durchzuführen. Kapitän Golikov, genannt “der Drache”, halbierte die Mittagspause der Mannschaft und strich den wöchentlichen Waschtag ersatzlos. Zwei Tage später bekamen die Soldaten madiges und faulendes Fleisch zum Mittagessen, was das Fass zum Überlaufen brachte.

Briefmarke PotemkinSie verweigerten das Mittagessen, woraufhin Kapitän Golikov drohte, die Auständischen an der Rahnock aufzuhängen. Trotzdem eskalierte die Situation und es kam zu einem Schusswechsel infolge dessen der Feuerwehrsmaat Vakulincuk starb. Daraufhin stürzten sich die Soldaten auf die Offiziere, warfen 7 von ihnen kurzerhand über Bord und sperrten die übrig gebliebenen unter Deck ein. Nach der Übernahme des Schiffes bildeten die Matrosen ein Komitee und und fuhren zuerst in den Hafen von Odessa. Über den Verlauf der nächsten Tage bis zur Kapitulation der Mannschaft gibt es verschiedene Versionen. Am 8. Juli fuhr die Potemkin in den Hafen der rumänischen Stadt Constanza ein, dort ging die Mannschaft von Bord und wurde interniert. Die meisten der Aufständischen kehrten erst 1917 mit dem Beginn der Oktoberrevolution wieder nach Russland zurück.

Berühmt wurde die Meuterei durch den Stummfilm Panzerkreuzer Potemkin von Sergej Eisenstein. Die Handlung lehnt sich zwar nur frei an das tatsächliche Geschehen an, gilt aber als einer der einflussreichsten Filme aller Zeiten. Ich hatte mal das Glück, ihn in einem Kino mit Klavierbegleitung zu sehen. Wenn Sie sich für Stummfilme erwärmen können, sollten Sie sich diesen Film unbedingt ansehen.

Ausführlicher Bericht über die Meuterei
Film Panzerkreuzer Potemkin kostenlos im Internet Archive

25.03. 2008

Sammlung deutscher Filmplakate

Filmplakat Godzillas TodesprankeMögen Sie Filmplakate? Wenn ja, sind Sie auf der Homepage von Herrn Volkmann genau richtig. Der gute Mann hat über die Jahre gut 2000 deutsche Filmplakate gesammelt und online gestellt. Als langjähriger Freund der Riesenechse gefallen mir natürlich die Plakate zu den Godzilla-Filmen sehr gut, aber es gibt auch weitere Schätze aus allen Sparten des Film-Genres zu bewundern. Wunderbar sind fast alle Plakate aus der Trash-Ecke, die schon einen Vorgeschmack auf die Qualität des Film bieten. Beim ersten Stöbern haben mir “Nachts wenn das Skelett erwacht“, “Neun Mädchen auf der Hölleninsel” und “Der Koloss von Konga” gut gefallen. Interessant scheint auch “Nacht der Vampire” zu sein, in dem unser pelziger Freund Chewbacca aus Star Wars die Hauptrolle übernommen hat. Die Seite selbst ist sehr übersichtlich und die Filmplakate sind alphabetisch geordnet. Filmfreunde können dort ausgiebig stöbern.
Filmplakat-Oldies

18.02. 2008

Alte deutsche Filmpostkarten und Zeitschriften

Alte Filmpostkarte

Die Dame in der graziösen Pose ist die Schauspielerin Fita Benkhoff, die ihre Karriere in den 30er-Jahren begann. Seinerzeit muss sie relativ bekannt gewesen sein, was ihre Anwesenheit auf Postkarten und Zigarettenbildchen zeigt. Ich wusste übrigens nicht, dass es bis in die 50er Jahre hinein Fotos von Filmstars als Beilage in Zigarettenpäckchen und sogar Kaffee gab. Im Archiv von Virtual History können Sie sich zahlreiche dieser Bilder von allerlei vergangenen Berühmtheiten ansehen, und sogar in alten Ausgaben von Film-Zeitschriften wie der Filmwelt blättern. Aus welcher Zeit diese Hefte stammen, sieht man sehr gut an dieser Geburtstagsbeilage aus dem April 1939 und auf Fotos von Schauspielern in Uniform wie diesem hier.

Film-Archiv von Virtual History

31.01. 2008

Träume auf Zelluloid

Thomas hat uns wenn auch eingeschränkt seine fünf Favoritinnen der Leinwand offenbart, und als Stöckchen hinterlegt. Seine Auswahl ist mir zwar durchaus geschmeidig am Auge, schafft es aber nicht in meine persönliche Bestenliste. Sicherlich gibt es noch weitaus mehr attraktive Schauspielerinnen, bei der reduzierten Auswahl muss man sich jedoch einschränken. Weiter geht es mit diesem Stöckchen bei Thorsten, Phil und Jared.

Sophia Loren

Sophia Loren

Wikipedia
/ Ihre Website mit vielen Fotos

Marilyn Monroe

Marilyn Monroe
Wikipedia / Fan-Website mit Fotos und mehr

Penelope Cruz

Penelope Cruz
Wikipedia / Wallpapers

Salma Hayek

Salma Hayek
Wikipedia / Wallpapers

Nicole Kidman

Nicole Kidman
Wikipedia / Wallpapers

31.10. 2007

Drei Klassiker des Horrorfilms

Die erste Halloween-Ausgabe des Orden von Leibowitz möchte ich nutzen, um Ihnen drei Klassiker des Horrorfilms ans Herz zu legen, die man meiner Meinung nach unbedingt gesehen haben muss. Die vorgestellten Filme können Sie kostenlos in passabler Qualität herunterladen oder direkt am Computer ansehen. Diejenigen unter Ihnen, denen Halloween entweder zu amerikanisch ist oder aus anderen Gründen unpassend erscheint, bitte ich um Nachsicht für mein Faible. Morgen schon ist alles wieder vorbei. Jetzt aber zu den Filmen:

Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens

Szenenbild NosferatuDer Immobilienmakler Knock bekommt den Auftrag, für den in den Karpaten lebenden Grafen Orlok ein Haus in seiner Stadt Wisborg zu suchen. Als er feststellt, dass der Graf ein Vampir ist, bereut er seine Tat, doch es ist schon zu spät. Graf Orlok macht sich mit dem Schiff auf den Weg nach Wisborg und bringt im Handgepäck die Pest mit sich. Obwohl eigentlich ein Plagiat, wurde Nosferatu zum Urbild des Vampirs überhaupt. Da Murnau die Rechte zur Verfilmung von Bram Stoker’s Dracula fehlten, versetzte er die Handlung einfach nach Deutschland und nannte seinen Vampir Graf Orlok. Die Vorstellung, dass Vampire lichtscheue Wesen sind, geht übrigens auch auf diesen Film zurück.

Nosferatu im Internet Archive

Das Cabinet des Dr. Caligari

Das Cabinet des Dr. CaligariDer Film erzählt die Geschichte des Dr. Caligari, der auf dem Jahrmarkt ein somnambules Medium namens Cesare ausstellt und hellsehen lässt. Zwei Freunde besuchen gemeinsam die Vorstellung und einer von ihnen wird in der darauffolgenden Nacht ermordet, nachdem ihm Cesare zuvor den Tod prophezeite. Caligari stellt sich als Wahnsinniger heraus, der Cesare als Mordinstrument benutzt. Dieser Meilenstein des Horrorfilms besticht vor allem durch seine grotesken unwirklichen Kulissen, dem überraschenden Ende und wird nicht umsonst als expressionistisch bezeichnet.

Das Kabinett des Doktor Caligari im Internet Archive

Die Nacht der lebenden Toten

Die Nacht der lebenden TotenDer von George A. Romero als Freizeitprojekt gedrehte “Die Nacht der lebenden Toten” gilt als Meilenstein des Genres und Mutter aller Zombiefilme. Die Handlung ist simpel aber effektiv: aus ihren Gräbern gekrochene Untote terrorisieren eine Kleinstadt. Der Klassiker von 1968 wurde sogar in die Filmsammlung des Museum of Modern Art aufgenommen. Romero stand seinerzeit nur ein Budget von 114.000 US-Dollar zur Verfügung, deshalb drehte er ausschließlich mit Freunden und Bekannten.

Die Nacht der lebenden Toten im Internet Archive

punchintheface

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© 2007 - 2009 bei Frank Mazny. Sancte leibowitz, ora pro me!