Orden des Leibowitz



22.01. 2010

Buch: Blogs für alle

Bloggen ist das Zauberwort der Internet-Welt. Zum ersten Mal seit der Öffnung des Webs ist jedermann in der Lage, auch ohne technisches Kenntnisse sein Wissen über das Internet zu verbreiten. Während in den USA, in Japan, in Frankreich, Großbritannien und selbst in China jeweils Millionen Menschen schon eigene Blogs im Internet publizieren, sind Blogs im deutschsprachigen Raum noch unterentwickelt. Dieses Buch erklärt nicht nur, was Blogs sind, sondern es erläutert auch die Fachbegriffe aus der Welt des Bloggens und gibt konkrete Anleitungen für den Betrieb Ihres eigenen Weblogs. Zudem erhalten Internetnutzer, die sich von Blogs unterhalten und informieren lassen, wichtige Hinweise und interessante Tipps.

Das Buch “Blogs für alle” kostet im Laden 20 Euro, man kann es aber auch kostenlos im PDF-Format herunterladen. Ich habe zwar noch nicht reingelesen, aber einen geschenkten Gaul lässt man sich ja nicht entgehen. Vielleicht hilft euch das Buch ja weiter oder bringt euch am Ende noch ans Bloggen. [via]

26.12. 2009

Bloggen mit WP2Go

Ich habe mir gerade WP2Go aus dem Android-Market auf mein neues HTC Hero, dass mir das freundliche Christkind gebracht hat geladen. Mit diesem kleinen Programm kann man Einträge in einem Wordpress-Blog vom Telefon aus schreiben. Die Oberfläche ist sehr übersichtlich und einfach zu bedienen. Es gibt die Möglichkeit Fotos einzubinden sowie die wichtigsten Optionen, den Text zu formatieren. Der fertige Text kann den vorhandenen Kategorien zugeordnet und mit Tags versehen werden. Will man den Eintrag noch nicht veröffentlichen, kann er auch erst gespeichert werden.

Sicher ist bloggen über eine Touchscreen-Tastatur nicht die beste Methode um einen Eintrag zu schreiben und garantiert nicht die schnellste. Doch für unterwegs ist es genau dass, was ich gesucht habe. Zudem ist diese nette kleine App auch noch kostenlos.

26.09. 2009

Ganz simpel bloggen

Ich bekomme immer mal wieder Anfragen von Leuten die gerne selbst bloggen würden, aber sich keinen eigenen Webspace zulegen möchten oder sich vor der Installation einer Blog-Software scheuen. Bisher habe ich in diesem Fällen immer auf Blogger und Wordpress verwiesen, in letzter Zeit ist mir aber vermehrt der Dienst Posterous ins Auge gefallen. Posterous verlangt keine Anmeldung und hat den Vorteil, dass man Texte, Fotos, Musik oder Videos per E-Mail veröffentlichen kann. Außerdem gibt es Einstellungen, um Einträge automatisch zu Twitter, Facebook oder andere Dienste zu senden. Seit kurzem muss man sich auch nicht mehr mit dem schlichten Standardlayout begnügen, sondern kann das Aussehen seines Blogs komplett selbst gestalten. Wer Posterous benutzt erhält 1 Gigabyte Speicherplatz (der erstmal reichen sollte) und das Versprechen, dass das Angebot kostenlos bleibt. Wer schon vorher anderswo ein Weblog hatte, kann seine Einträge sogar importieren. Darüber hinaus ist Posterous aber auch als Online-Notizbuch interessant, da man Websites oder sonstwas schnell per Browser auf sein Blog schicken kann. Für alle, die möglichst unkompliziert bloggen wollen, scheint mir Posterous zur Zeit die beste Lösung zu sein.

29.08. 2009

Segel wieder gesetzt

Einigen ist vielleicht die kleine Flaute die sich über dieses Blog gelegt hat aufgefallen. Gründe dafür gab es mehrere, der wichtigste war der, dass sich mein altes Leid, die Depression samt seiner unseligen Begleiterscheinungen in letzter Zeit wieder stärker hervorgetan hat. Keine Angst, ich werde euch nicht mit Details nerven, es ist einfach eine Sache die unglaublich anstrengend ist. Denn in der Bloggerei steckt eigentlich mein Herzblut, seitdem ich vor gut sieben Jahren den ersten Eintrag geschrieben habe. Wenn also selbst bloggen nicht mehr klappt, wird es endgültig Zeit, die Sache wieder in Angriff zu nehmen. An dieser Stelle noch ein Dankeschön an alle, die sich in den letzten Wochen bei mir gemeldet und mich auch ein wenig zum Weitermachen genötigt haben.

Hier soll es aber auch wieder weitergehen, deshalb habe ich die Segel neu gesetzt und etwas aufgeräumt. Das neue Theme mit dem schönen Namen Old Popular Yolk finde ich nicht nur sehr übersichtlich und gut lesbar, es enthält auch keinerlei Schnickschnack, der vom eigentlichen Sinn eines Blogs ablenkt. Ebenso über Bord gegangen ist die Google-Werbung und weniger sichtbar auch Google-Analytics und die Weiterleitung des RSS-Feeds über Feedburner. Der Feedburner-Feed ist zwar immer noch aktiv, so dass alle Abonnenten weiterhin beliefert werden, hier im Blog gibt es aber nur den Standard-Feed von WordPress. Warum das Ganze? Ganz einfach, genau wie das Blog wollte ich auch mich von allem Unnützen befreien. Dazu zählt für mich eben auch der Optimierungswahn und die Jagd nach mehr Ziffern im Zähler des RSS-Feeds. Denn in meiner persönlichen Blog-Rückschau habe ich entdeckt, dass mir bloggen am meisten Spaß bereitet hat, als ich mich um diesen Kram noch keinen Deut geschert habe. Also zur Hölle mit allen Statistiken und Optimierungen, hier wird wieder im Sinne des guten alten Web 1.0 gebloggt.

02.07. 2009

Bürgerjournalismus leicht gemacht

YouTube's Reporters Center

Der von den Medien so gefürchtete wie verdammte Bürgerjournalismus wird immer populärer. Die einzig halbwegs authentischen Bilder aus dem Iran wurden mit Handykameras aufgenommen und außerhalb des deutschsprachigen Internet haben einige Weblogs inzwischen denselben Einfluss, wie in früher nur die alten Medien hatten. YouTube hat dem Bürgerjournalismus ein eigenes Portal eingerichtet, das Tipps und Tricks von Profis anbietet, um aus jedermann einen guten Journalisten zu machen. In vielen Videos erfahren Sie, wie man Nachrichten aufspürt, vernünftige Filme mit einem Handy dreht oder wie man sich auf ein Interview vorbereiten sollte. Die Anleitungen stammen auch nicht von irgendwem, sondern von so altgedienten Veteranen wie Bob Woodward, der seinerzeit die Watergate-Affäre aufdeckte. [via]

YouTube Reporter’s Center

11.05. 2009

Schimmelige Augenblicke

mustybanner.jpg

Ich kann nicht mal genau sagen, warum mir das Weblog von Ross Horsley gefällt. Es bietet keine Kracher, die mich in schallendes Gelächter ausbrechen lassen und auch nichts so tiefgründiges, dass ich tagelang darüber nachdenken müsste. Ross arbeitet in einer amerikanischen Bücherei und findet dort den einen oder anderen alten Zeitungsschnipsel, den er dann in seinem Blog veröffentlicht. Davon sind manche Sachen einfach für sich lustig, andere werden es nur durch ihr Alter. Allein ein Weblog “Schimmelige Augenblicke” zu nennen, zeugt von einem gewissen Humor. Vielleicht schauen Sie mal rein und finden es ebenfalls amüsant.

Ross Horsley’s Musty Moments

03.03. 2009

Fragen an Herrn Mazny

Im April letzten Jahres wurde ich per E-Mail gebeten, ein paar Fragen zum Thema Bloggen zu beantworten. Ich glaube, die Dame brauchte das Interview für irgendeine Arbeit oder so. Jedenfalls habe ich die Fragen neulich beim Ausmisten einer Festplatte wiederentdeckt:

1. Was hat Dich bewegt, einen Blog zu schreiben?
Ich wusste seinerzeit nicht, dass ich ein Weblog schreibe, da ich damals den Begriff noch nicht kannte. Meine erste Website, damals nannte man das noch Homepage, hatte ich 2001 oder 2002. Dort veröffentlichte ich selbst gezeichnete Comics und manchmal Kommentare zu verschiedenen Themen. Irgendwann habe ich dort ein simples News-Skript eingebaut, das der Funktionsweise eines Weblogs schon sehr nahe kam. Es hat dann einige Zeit gedauert, bis mir jemand sagte, dass ich ein Blogger wäre. Zu dieser Zeit entwickelte sich gerade die deutschsprachige katholische Blogger-Szene, und meines war gemeinsam mit vier oder fünf anderen eines der ersten. Nachdem ich mich etwas mit der Materie beschäftigt hatte, ging Ende 2002 mein erstes “richtiges” Blog an den Start, das ich ab 2003 bis August 2007 betrieben habe, und das zeitweise sogar eine gewisse Berühmtheit in der katholischen Internetwelt erlangt hat. Seit September 2007 schreibe ich hier im Orden des Leibowitz.

Soviel zur Vorgeschichte, nun aber zur Frage, warum ich in einem Blog schreibe. Zu der Zeit als fonolog.com entstand befand ich mich gerade in meiner Konvertierungsphase aus einer Freikirche zum Katholizismus. Aus diesem Grund habe ich damals viele Links mit Informationen zum katholischen Glauben und Websites mit apologetischen Inhalten veröffentlicht. Zum Teil für mich da ich mein Blog auch als eine Art Notizbuch nutze zum Teil aus einer Art missionarischen Eifer (Konvertiten sind die schlimmsten, egal ob es um Zigaretten oder den Glauben geht) heraus. Natürlich gehört auch ein gewisses Maß an Extrovertiertheit dazu, sonst würde wohl niemand bloggen. Ein weiterer Punkt für mich ist der, dass ich etwas ans Netz zurückgeben möchte. Seitdem ich mich zum ersten mal ins Internet eingewählt habe, ist es für mich das Informationsmedium meiner Träume. Es klingt vielleicht etwas bescheuert, aber ich habe so viel aus dem Internet gezogen, dass ich es nur recht und billig finde, wieder etwas zurückzugeben. Das scheint mir der ursprüngliche Gedanke des Internet zu sein.

2. Wie viel Zeit verbringst Du mit dem Schreiben Deines Blogs und dem Lesen anderer Blogs?
An manchen Tagen komme ich wegen lästiger anderer Dinge wie Arbeit, Haushalt usw. überhaupt nicht zum bloggen. Normalerweise versuche ich aber zwei bis drei Artikel pro Tag zu veröffentlichen, wobei das Schreiben selbst noch am wenigsten Zeit beansprucht. Für manche Artikel muss ich etwas recherchieren, Screenshots erstellen und bearbeiten, das kann schon Zeit in Anspruch nehmen. Grob geschätzt würde ich mal ein bis zwei Stunden pro Tag ansetzen. Früher habe ich sehr viel andere Blogs gelesen, mittlerweile sind es nur noch um die 15, die ich regelmäßig lese. Für weitere 20 andere habe ich einen RSS-Feed angelegt, den ich zwei bis drei mal die Woche durchsehe.

3. Inwiefern hat es Deinen Alltag geprägt? Gab es z.B. Lebenssituationen, in denen Du an Deinen Blog gedacht hast? Kannst Du konkrete Beispiele schildern?
Mein Blog ist im Alltag fast immer dabei, denn irgendwo muss ich ja meine Themen sammeln. Manchmal ist es eine Meldung in der Zeitung oder ein Bericht im Fernsehen, der mich auf die Idee für einen Eintrag bringt. Durch Gespräche mit Freunden und Bekannten bin ich auch schon auf Themen gekommen. Beispiele aus konkreten Situationen kann ich nicht nennen, da ich fast nichts über private Dinge schreibe. Allerdings hat mich mein Blog in einigen schwierigen Zeiten meines Lebens über Wasser gehalten, weil ich mich damit beschäftigen konnte.

4. Welche positiven Erfahrungen machst Du? Welche negativen?
Positiv ist sicherlich die Erfahrung, dass das eigene Blog von anderen gelesen wird, es also Menschen gibt, die das was man schreibt interessant finden. Außerdem habe ich durch die Bloggerei im Laufe der Zeit einige interessante Menschen kennen gelernt. Einige davon habe ich persönlich getroffen, mit anderen besteht der Kontakt per Telefon oder E-Mail. Ebenfalls positiv sehe ich es, dass sich das Blog inzwischen selbst trägt, da die Kosten für den Provider durch Werbung wieder reinkommen.
Negativ ist sicherlich, dass man heutzutage ein Blog ohne Spam-Filter nicht mehr betreiben kann, es sei denn, man schaltet die Kommentar-Funktion komplett ab. Wirklich üble Erfahrungen mit Abmahnungen, wie sie einige andere Blogger gemacht haben sind mir bisher erspart geblieben. Bisher wurde mir nur einmal mit einer Einstweiligen Verfügung gedroht, dass habe ich inzwischen zu den Erfahrungswerten gepackt.
Ein anderer Punkt ist die Veränderung der Schreibweise. Am Anfang schreibt man was man interessant findet und macht sich recht wenig Gedanken darüber. Irgendwann, wenn die Anzahl der Leser auf eine gewisse Anzahl gestiegen ist, läuft man Gefahr, nur noch für seine Zielgruppe und nicht mehr für sich selbst zu schreiben. Zum Glück ging diese Phase bei wieder schnell vorbei, denn so etwas schränkt ziemlich ein.

5. Sind Blogs tatsächlich eine gute Ergänzung zum Zeitungsmarkt? Tragen sie zur Pluralisierung, Demokratisierung der Meinungsäußerung bei? Oder sieht man den Wald vor lauter Bloggerbäumen ohnehin nicht mehr?
Ich würde eher sagen, dass das gesamte Medium Internet die Verbreitung von Meinungen gefördert hat. Lange vor den Weblogs gab es ja schon Foren und das Use-Net. Wenn man sich die Inhalte der großen Mehrheit der Weblogs ansieht, die irgendwo zwischen Katzenbildern und privaten Tagebuch frustrierter Teenager angesiedelt ist, kann man zwar sagen, dass eine Menge Meinungen verbreitet werden, inwiefern diese allerdings relevant sind, ist eine andere Frage. Auch bei meinem eigenen Blog, das nur eine bestimmte Interessengruppe anspricht, kann man sich fragen, inwiefern die Inhalte relevant sind. Für meine Leserinnen und Leser sind sie es bestimmt, deshalb muss aber noch keine Zeitung um ihre Auflage fürchten.
Zudem ist die Verbreitung von Weblogs nachwievor deutlich geringer als von manchen Medien oder Bloggern behauptet wird. Zumindest in Deutschland bin ich mir sicher, dass sich die Aktivitäten der Internet-Nutzer auf E-Mail, eBay, StudiVZ, Chats und Porno beschränken. Die wenigsten lesen Weblogs und noch weniger Menschen beteiligen sich durch eigene Kommentare. In den USA mag das anders aussehen, aber in Deutschland sind Weblogs noch weit davon entfernt, eine wirkliche Bereicherung zum Zeitungsmarkt zu sein. Wobei ich mir auch die Frage stelle, ob das unbedingt nötig ist.

6. Nutzt Du andere web 2.0 Anwendungen (StudiVZ, Youtube, Facebook…)?
Zur Zeit nutze ich nur noch den Link-Service del.icio.us und sehe mir zuweilen auch Filmchen bei YouTube an. Andere Dienste nutze ich nicht, auch wenn ich bei fast allen einen Account habe um sie auszuprobieren. Das wird zum Teil aber auch an meinem unsozialen Wesen liegen. Ich habe nämlich überhaupt kein Interesse daran, z.B. bei Facebook mir persönlich unbekannte Menschen zu meinen virtuellen Freunden zu machen. Vielleicht bin ich mit 35 Jahren auch schlicht schon zu alt dafür ;-) [Kleine Anmerkung: Inzwischen bin ich auch bei Facebook unterwegs]

7. Der Blog oder das Blog?
Ich weiß dass der Duden mittlerweile auch die Schreibweise der Blog zulässt, doch damit kann ich mich nicht anfreunden. Als ich damit anfing, hieß es noch das Weblog und dabei bleibe ich auch.

19.01. 2009

Wenn ich für 46.902 Euro ein Blog gekauft hätte

Mal angenommen, ich hätte mit meiner Firma für 46.902 Euro Deutschlands bis dato bekanntestes Weblog gekauft. Da ich im Zweifelsfall bis 100.000 Euro ausgegeben hätte, wäre ich sicher gewesen die Auktion zu gewinnen und hätte also schon ab dem ersten Tag der Versteigerung mehr oder weniger konkrete Pläne geschmiedet:

Die Blogger
Ich hätte gleich mindestens drei Leute organisiert, die prinzipiell Spaß an der Bloggerei haben könnten und sie zuerst einmal angewiesen, ein kurzes Profil über sich zu schreiben, das man zu Anfang veröffentlichen kann. Zudem hätten sie sich noch verschiedene Themen aussuchen können, damit sich nichts überlappt und im Blog eine größere Bandbreite gegeben ist.

Das System
Um auch visuell zu zeigen, dass mit dem alten Blog etwas neues passiert, hätte ich relativ schnell ein anderes Theme eingebaut. Da genug Vorlauf vorhanden war hätte ich erstmal eins der vielen Premium-Themes gekauft und anpassen lassen und dann ein eigenes für einen Redesign irgendwann in Auftrag gegeben.

Der Inhalt
Da die Leser vom alten Blog viele Einträge an einem Tag gewohnt sind, hätte ich auch einige Artikel auf Vorrat schreiben lassen. Direkt nach der Auktion gab es ja soviele Berichte in den Medien, dass sich allein daraus Artikel für eine Woche hätten produzieren lassen.

Die Auktion
Die letzten 5 Minuten der Auktion hätte ich natürlich filmen lassen um es später als erstes Video ins Blog zu stellen. Zusätzlich hätte ich noch ein erstes Interview mit mir als neuem Besitzer aufnehmen lassen und Nachrichten an alle Zeitungen geschickt, um möglichst viel von der ersten Aufregung mitzunehmen.

Die ersten Schritte
Direkt am letzten Donnerstag hätte ich das Video vom Auktionsende samt dem ersten Interview ins Netz gestellt und danach ein wenig gefeiert. Am Freitag wären die Profile der neuen Autoren gemeinsam mit dem neuen Theme online gegangen.

Millionen Fußballtrainer vor dem Fernsehr werden bestätigen, dass es immer leichter ist etwas aus der Ferne zu beurteilen, doch für ganz unrealistisch halte ich meine fiktive Vorgehensweise nicht. Damit hätte man aus einer großen Aktion einen furiosen Neustart hinlegen können. Ich will nicht sagen, dass sie die Sache schon komplett vergeigt haben aber man hätte schon mehr aus dem ersten Hype machen können.

15.01. 2009

Basic Thinking ist verkauft

basicthinking.jpg

Seit genau 19:50:54 Uhr ist es also amtlich: Basic Thinking, das bisherige Weblog von Robert Basic ist für 46.902 Euro bei eBay verkauft worden. Im Vergleich zu amerikanischen Blogs ist das zwar nur ein kleiner Betrag, für die deutsche Blogwelt ist es aber mehr als ordentlich. Der von Robert Basic angesetzte Mindestpreis von 33.000 30.000 Euro ist deutlich überschritten worden, also wird er sich heute Abend sicherlich entspannt zurücklehnen und den Zuwachs auf seinem Konto genießen. Was jetzt auf Basic Thinking passiert ist eigentlich nebensächlich, es kann etwas spannendes sein, vielleicht aber auch nicht. Martin vom Fischmarkt hat sich einen Geschäftsplan ausgedacht, mit dem der oder die neuen Betreiber ordentlich Reibach machen können. Ich wünsche dem Nachfolgeblog natürlich viel Erfolg, mich persönlich interessiert der Original-Basic aber wesentlich mehr. Ich mag seine Schreibe und hoffe, dass es wie von ihm angekündigt auf robertbasic.de munter weitergeht.

Update: Nun hat sich auch der neue Besitzer zu Wort gemeldet; es ist Serverloft, ein Anbieter für dedizierte Server. Sie versprechen das Blog wie gewohnt weiter zu führen, also bleibt nur abzuwarten ob man den Feed löschen kann oder nicht.

07.01. 2009

Spam im Orden

Screenshot Orden des Leibowitz

Heute wurde ich von mehreren Lesern per E-Mail über seltsame Links im Orden benachrichtigt. Das ist eine ärgerliche Angelegenheit, die jetzt zum zweiten Mal vorgekommen ist. Ursache ist irgendein Dreckschüppengesicht von Spammer, der diese Links über ein automatisches Script im Blog erscheinen lässt. Da die Datenbank selbst davon nicht betroffen ist und Movable Type für jeden Eintrag eine eigene statische Seite anlegt, lässt sich das Problem leicht beheben, indem man einfach alles neu veröffentlicht, was ich sowieso jeden Tag einmal mache. Lästig ist es trotzdem nur konnte ich die Schwachstelle bisher noch nicht ausfindig machen. Erstmal gehe ich aber davon aus, dass es mein eigener Fehler ist. Wahrscheinlich habe ich bei der Installation von Movable Type die Schreibrechte für einen wichtigen Ordner falsch gesetzt, so dass man von Außen Zugriff hat. Morgen werde ich mich näher damit beschäftigen und bitte Sie den Mist einfach zu ignorieren, falls es nochmal auftritt und mir eine kurze E-Mail zu schreiben wenn es denn länger als ein paar Stunden anhält. Der Spammer selbst soll bitte mit einem schlimmen Juckreiz im Genitalbereich für mindestens 4 Wochen geschlagen werden.

04.11. 2008

Prima Wordpress-Theme jetzt kostenlos

Screenshot Wordpress Theme Premium News
Drüben bei Woo Themes, einem Anbieter von relativ preisgünstigen professionellen Themes für WordPress (die Software, mit dem dieses Blog betrieben wird) gibt es jetzt ein bisher kostenpflichtiges Theme zum kostenlosen Download. Premium News ist ein Design für eine Nachrichten-Website und bietet zahlreiche Funktionen um eine Menge Inhalte darzustellen. Mit ein wenig Bastelei lässt sich auf diesem Gerüst aber alles machen, was Sie wollen. Alle weiteren Informationen zu diesem Theme finden Sie auf der Übersichtsseite. Falls Sie jetzt nur Bahnhof verstanden haben, sollten Sie einen Blick auf den Kurs “Mit Weblogs per Du” werfen.

WordPress-Theme: Original Premium News

17.10. 2008

Jeder zehnte im Netz schreibt ein Weblog


Abbildung: Veränderungen der Informations- und Kommunikationskultur

Noch ein Nachtrag zur Allenbach-Studie zur Internetnutzung der Deutschen: Dort werden natürlich auch Weblogs erwähnt, ich hatte nur noch nicht die Studie selbst gelesen. Demnach schreiben 11 Prozent der Internetnutzer ein eigenes Blog, im vergangenen Jahr waren es hingegen nur 8 Prozent. Das bedeutet, dass jeder Zehnte, der das Internet benutzt ein Blog hat, was für deutsche Verhältnisse nicht schlecht ist. Allerdings sagt die Studie wohl nichts über die Aktualität der Blogs aus, schließlich gibt es bei den kostenlosen Blog-Anbietern unzählige Leichen, die angelegt und dann vergessen worden sind.

[via Basic Thinking]

16.10. 2008

Die Deutschen im Internet

Frau auf Sofa mit Laptop
Mit dem Internet verschiebt sich nicht einfach nur das Mediengefüge, es ensteht eine neue Informationskultur. Was mir persönlich nicht neu ist, bringt eine heute veröffentlichte Allensbach-Studie in Form einer Statistik ans Tageslicht. Inzwischen nutzen 22,1 Millionen, das sind immerhin 45 Prozent der Bundesbürger von 14 bis 64 Jahren, das Internet täglich und alleine in diesem Jahr kamen 2,1 Millionen Nutzer dazu. Im Altersaufschnitt ist damit das Internet als Informationsquelle für die Unter-40-Jährigen wichtiger als Zeitungen geworden. Spitzenreiter bei den Nachrichtenseiten ist mit drei Millionen Nutzern pro Woche immer noch Spiegel Online, aber auch Faz.net, Welt Online und Bild.de erreichten Zuwächse von 39 bis 47 Prozent.
Es scheint, die Deutschen sind im Internet angekommen und dabei, es als ein weiteres stinknormales Medium zu benutzen, wie alle anderen auch. Die Jüngeren haben es wahrscheinlich schon komplett in ihr Leben integriert, denn die Jüngste in unserem Haushalt (19) unterhält sich zwar tagtäglich mit ihren Freunden per ICQ, kennt aber teilweise nicht deren Telefonnummern. Im SchuelerVZ ist sie so gut wie zu Hause und mittlerweile habe ich ihr auch beigebracht, selbstständig in der Wikipedia für ihre Hausaufgaben zu suchen.
Weitere Erkenntnisse sind, dass die Suche nach Informationen immer mehr anlass- und ereignisgetrieben ist, was mich bedeutet, dass das gute alte Stöbern im Internet von einer Seite zur anderen nachlässt. Dass die Nutzer auf Grund der Fülle von Information ihre Interessen einschränken spricht ebenfalls dafür. Jemand der eine neue Kamera kaufen möchte sucht eben sehr gezielt nach Rezensionen und Preisvergleichen und weniger nach Fotos, die mit dieser Kamera geschossen worden sind. Das Netz ist eben für viele zu einem reinem Gebrauchsgegenstand geworden, den man nach Bedarf ein- oder ausschaltet und wenn ich Herrn Berners-Lee richtig verstanden habe, sollte es auch genau so sein.
Übrigens werden Weblogs in der Studie anscheinend überhaupt nicht erwähnt, was man wahlweise als bodenlose Ignoranz des Instituts werten, oder aber als Zeichen dafür sehen kann, dass unsere geliebten Blogs eben doch noch nicht die Bedeutung haben, die ihnen manche gerne zusprechen. Ich wundere mich ja selbst immer wieder, wieso Menschen den RSS-Feed meines Blogs lesen. In dem Zusammenhang würde mich auch interessieren, welche Seiten meine Leserinnen und Leser sonst noch besuchen. Vielleicht haben Sie ja Zeit und etwas Lust, mir dazu ein paar Worte in den Kommentaren zu hinterlassen.

Update 17.10. 2008: Natürlich steht in der Studie auch etwas über Weblogs!

14.10. 2008

Mit Weblogs per Du

Ralph Segert, der nun wirklich lange im Netz unterwegs ist und sich auch mit Weblogs gut auskennt, hat eine Anleitung für Einsteiger geschrieben. Sie ist in 13 Kapitel unterteilt und größtenteils mit erklärenden Videos versehen. Nach einem ersten Überfliegen, scheint diese Anleitung gut gelungen zu sein und sollte Neulinge im Blogger-Gewerbe mit dem nötigen Grundwissen ausstatten. Falls Sie auch manchmal das Blogger-Fieber kribbelt, sollten Sie mal einen Blick in Ralph Segert’s Anleitung zum Bloggen werfen. [via Basic Thinking]

Mit Weblogs per Du – Anleitung zum Bloggen für Anfänger

21.09. 2008

Ein Jahr Orden des Leibowitz

Kinder, wie die Zeit vergeht. Heute vor einem Jahr erschien der erste Eintrag in diesem kleinen Weblog. In diesen unsteten Zeiten, in denen manche Blogs schon wieder von der Bildfläche verschwunden sind, noch bevor man deren Inhalte verstanden hat, ist das schon eine kleine Ewigkeit. Erstaunlicherweise ist die Zahl der Abonnenten in dieser Zeit auf über 500 angestiegen und die stetigen E-Mails mit Lobhudelei, Kritik und Anregungen zeigen mir ebenfalls, dass man dem Orden des Leibowitz anscheinend wohlwollend gesinnt ist. Deshalb möchte ich die Gelegenheit nutzen, um mich bei meinen treuen Leserinnen und Lesern zu bedanken, ohne die Bloggen nur halb so viel Spaß bereiten würde. Es wird heute noch weitere Einträge zu den Feierlichkeiten geben, aber nun muss ich dringend zu Bett gehen, da ich mal wieder einen Nachtdienst hinter mir habe. Now to something completely different…

punchintheface

Zumindest bist du am Ende dieser Seite angelangt, deshalb noch schnell das Kleingedruckte:

Dieses Weblog wird von Site 5 in den USA gehostet und mit dem wunderbaren WordPress betrieben. Das Aussehen dieser Website basiert auf dem ebenso wunderbaren Theme Old Popular Yolk von Joshua Goodwin. Bearbeitet und mit Inhalten befüllt wird dieses Blog mit Hilfe des einzigartigen Puppy Linux.

Informationen über den Autor dieses Blogs findest du an dieser Stelle und wenn du mehr über Sankt Leibowitz erfahren möchtest solltest du hier klicken. Bei Fragen oder Hinweisen kannst du mir gerne eine E-Mail an sanktleibowitz@gmail.com senden oder das Kontaktformular benutzen. Alle weiteren vorgeschriebenen Informationen findest du im Impressum und der Datenschutzerklärung.

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