Stunk in Bayerns Kneipen
Veröffentlicht am 14.02. 2008
Aus dem Leben gegriffen
Im Land der Bajuwaren regt sich Widerstand gegen das schärfste Rauchverbot Deutschlands und der könnte sogar politische Folgen für den faktischen Einparteien-Freistaat haben. Quell des Unmuts ist der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK), dem zahlreiche Gastwirte angehören, die nicht nur um ihre zahlende Kundschaft bangen, sondern auch um das Wörtchen “Frei” in Freistaat. Zur bevorstehenden Kommunalwahl am 02. März fordern sie dazu auf, nicht die CSU zu wählen, die trotz vieler Proteste das ungeliebte Gesetz verabschiedet hat. Als Alternative wird auf die FDP verwiesen, die sich für eine Wahlmöglichkeit für Gastwirte ausspricht. Außerdem können sich engagierte Gastwirte auf der Website des Vereins ein Dokument herunterladen, in dem sie unterzeichnen,der CSU keine Räumlichkeiten für ihren Wahlkampf zur Verfügung zur stellen. Pikanterweise ist der erste Vorsitzende des VEBWK, Franz Bergmüller selbst Nichtraucher und seit 27 Jahren Mitglied der CSU. Diese droht ihm nun mit einem Parteiausschluss.
Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK)
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Bisher 5 Kommentare
Der Verein ist ein Witz. Diese ganze Raucherclub-Schwemme ist ein Witz. Mein ganzer Freundeskreis hat beschlossen niemals einen Raucherclub zu betreten.
Einer früheren “Stammkneipe” mussten wir daher schon den Rücken kehren.
Der knallharte Weg ist der einzig sinnvolle für ein Rauchverbot, sonst kann man es sich aus meiner Sicht schenken.
In meinem Freundes- und Bekanntenkreis ist es genau umgekehrt. Wie ich wird niemand in eine Nichtraucherkneipe gehen und hofft, dass unsere heimischen Einraum-Pinten sich zu Raucherclubs erklären. Mich eingeschlossen wäre das allen auch einen angemessenen Mitgliedsbeitrag wert.
Hier in NRW haben wir aber noch bis Juni Schonfrist, mal sehen, was danach kommt. Schließlich will ich auch weiterhin noch in Kneipen gehen können.
Bei aller Liebe Frank, aber hier sehe ich vieles anders als Du. In meiner Familie reagieren mehrere Leute mit Asthma und Kopfschmerzen auf Zigarettenrauch. Deshalb konnten wir bisher nie in Kneipen etc. gehen. Warum müssen wir vor der Tür bleiben, nur weil einige Leute ihre Sucht nicht zügeln können?
In Ordnung fände ich getrennte Räume für Raucher und Nichtraucher, aber überall freies Qualmen stinkt mir ganz gewaltig.
@vita
>überall freies Qualmen
Das ist auch nicht der Punkt, jedenfalls für mich nicht. Es geht darum, dass Gastwirte selbst entscheiden dürfen ob sie ein Lokal für Raucher oder Nichtraucher anbieten wollen. Größere Gaststätten werden kein Problem damit haben, einen seperaten Raucherraum einzurichten und sind aus dem Schneider. Nur gibt es eben wie in meinem Städtchen auch viele kleine Kneipen, die nur aus einem Raum bestehen und deren Kundschaft zur Zeit noch aus überwiegend Rauchern besteht.Genau für diese Gruppe sollte es eine Sonderlösung geben. Dann kann immmer noch jeder Nichtraucher selbst entscheiden, ob er in diese Kneipe geht oder nicht.
Und genau da liegt das Problem. “Leider” habe ich einige Raucher in meinem Freundeskreis. Die ich aber als Freunde auch nicht missen möchte.
Wenn es nun wieder beide Arten Kneipen gibt sehe ich mich regelmäßig in irgendwelchen Raucherecken sitzen, da man es von den armen Rauchern ja nicht erwarten kann, dass die einmal nicht rauchen, aber von den Nichtrauchern, dass sie regelmäßig mitrauchen.
Aber vielleicht habe ich da auch nur einen sehr engstirnigen, egoistischen Freundeskreis. ;o)
Wer weiß das schon