Comics mit Barack Obama und John McCain

7. Oktober 2008 | Ein Kommentar

Diese Zeichnungen der Herren Obama und McCain habe ich gestern auf der Titelseite meiner Tageszeitung entdeckt. Sie stammen aus zwei biographischen Comics zur Präsidentenwahl, mit denen der Verlag vor allem jüngere Menschen erreichen und ihnen die zwei Kandidaten nahe bringen will. Keine schlechte Idee wie ich finde, das sollte auch hier in Deutschland kopiert werden. Vielleicht sollten die Parteien sogar ihr Programm in Comicform veröffentlichen, damit sich überhaupt noch jemand dafür interessiert.

18 Jahre Zonen-Gaby

3. Oktober 2008 | 3 Kommentare

Titelbild der Titanic vom November 1989

Meine Güte, wie schnell die Zeit vergeht. Ist es wirklich schon 18 Jahre her, dass die gute Zonen-Gaby das Titelbild der Titanic zierte? Dieses zeitlose Dokument deutscher Geschichte gibt es übrigens immer noch im Format Din A1 und für 7 Euro zu bestellen. Leider stirbt die gemeine Zonen-Gaby aus: “Nach kurzer Zeit im neuen Revier hat die Zonenfrau Aussehen und Verhalten ihrer nächsten Verwandten, der Westlichen Erfolgsfrau (tus­nelda carrieris), so perfekt kopiert, dass
selbst Experten eine Unterscheidung kaum noch möglich ist.”

Barack Obama aus Papier

1. Oktober 2008 | Kommentieren

Barack Obama zum Basteln

Alle Befürworterinnen und Befürworter Barack Obamas, von denen es ja auch hierzulande nicht wenige geben soll, können sich ihren Helden jetzt auch selbst Basteln. Einfach Ausdrucken und schon kann man sich den möglicherweise nächsten Präsidenten der USA überall dort hinsetzen, wo man möchte.

Der Deckel muss weg!

25. September 2008 | 3 Kommentare

Ein Großteil der Belegschaft meiner Station ist heute in Berlin auf der Demo gegen die Finanzierungspläne für Krankenhäuser durch die Bundesregierung. Das hat zur Folge, dass ich heute Vormittag alleine mit unserem guten Doktor an der Heimatfront verbleibe um die Station zu schmeißen. Ich bin jetzt schon gespannt, was das für ein lustiges Chaos geben wird! Immerhin ist es ja für eine gute Sache, auch wenn ich mehr als skeptisch bin, was die Wirkung solcher Demos anbelangt.

Weitere Informationen um was es eigentlich bei dieser Kampagne geht, können Sie auf folgenden Seiten von Ver.di finden:

Johnny Cash - The man in black

14. September 2008 | Kommentieren

Johnny CashAn diesem Abend wollen wir uns mit der Person Johnny Cash, seinem musikalischen Schaffen und seiner politischen Haltung auseinandersetzen. Häufig wird die Analogie gezogen: Country music ist gleich konservative, „rechte“ Musik. Johnny Cash hat immer wieder gegen konservative Politik in den USA rebelliert. Er trug dazu bei, dass Country music auch bei den kritischen Hörern einen anderen Stellenwert bekam. Er verkörpert den Typen eines „Outlaws“. „I wear the black for the poor and the beaten down, livin’ in the hopeless, hungry side of town” (aus “Man in Black”). Nicht zu vergessen seinen Einsatz für die Indianer in den 60er Jahren. Schon in frühen Jahren hat er sich für Bob Dylan eingesetzt, der als kritischer Geist galt. Wir sehen und hören an diesem Abend Filme/Aufnahmen aus der Zusammenarbeit mit Bob Dylan, Elvis Presley, Carl Perkins, Waylon Jennings, Ray Charles, Neil Young, Nine inch nails, Tom Petty, Roy Orbinson, Willie Nelson, Joe Strummer und vielen anderen bis hin zu seinem letzten Konzert im Rahmen seiner Familie am 5.7.2003.

Am 19. September eröffnet der Dortmunder Archivar Hans Schreiber sein Johnny Cash-Archiv im Kulturzentrum Balou. Eintritt ist ab 20.00 Uhr und der Spaß kostet 5 Euro Eintritt. Ob die Veranstaltung taugt, kann ich nicht sagen aber sie klingt auf jeden Fall interessant genug um hinzugehen. Falls Sie im Raum Dortmund leben und sich ebenfalls für Johnny Cash begeistern, könnten wir uns dort über den Weg laufen.

Johnny Cash – the man in black - the chicken in black
Freitag, 19.9.2008, 20 Uhr
Eintritt: Eintritt 5 Euro
Balou - Kulturzentrum in Dortmund
Oberdorfstraße 23
44309 Dortmund

Wo waren Sie?

11. September 2008 | Kommentieren

Ground Zero in New York
Foto: Wikimedia Commons

Wir hatten noch gut 10 Minuten Zeit bis zum nächsten Patienten. Wenn man bei einem mobilen Pflegedienst arbeitet, kann es passieren, dass man sich zwei Stunden lang abhetzen muss um dann wieder etwas Freiraum zu haben, weil jemand einen Besuch abgesagt hat. Ich zündete mir eine eigentlich im Dienstwagen nicht erlaubte Zigarette an und ärgerte mich darüber, dass der Praktikant den ich mitnehmen musste, den Radiosender schon wieder auf 1Live eingestellt hatte. Gerade als ich den Sender wieder umstellen wollte, kam die Sondermeldung dass soeben ein Flugzeug in einem Turm des World Trade Centers geflogen sei. Im ersten Moment habe ich das nur für eine Art schräges Hörspiel des Senders gehalten, ähnlich wie damals Orson Welles “Krieg der Welten”. Das ganze Ausmaß des Anschlags habe ich erst realisiert, als ich bei einem Patienten im Wohnzimmer die brennenden Türme im Fernsehen gesehen habe. Ich weiß noch dass wir während der gesamten Tour ständig das Radio anhatten und es eigentlich nicht fassen konnten.

Ein paar Links zur Nacht

8. September 2008 | Kommentieren

Bevor es auf zum Nachtdienst geht, präsentiere ich Ihnen noch schnell einige Links, die sich in den fast unendlichen Lesezeichen meines Browsers angesammelt haben. Ihnen eine ruhige Nacht!

Politische Poster vom MAD Magazine

Helge Schneider Video

Modefotografie

Zum Tode von König Faisal I.

8. September 2008 | Kommentieren

Heute vor 75 Jahren starb der erste König des Irak, Faisal I. an einem Herzinfarkt. Von März bis Juni 1920 war er auch König von Syrien, wurde aber von den Franzosen ins Exil nach England getrieben. Aber zurück zum Irak, ich habe schon öfter darüber nachgedacht, ob eine konstitutionelle Monarchie wie unter Faisal nicht die bessere Alternative für die Zeit nach der Diktatur unter Saddam Hussein gewesen wäre. Vielleicht wäre das vielen Irakern nicht so sehr vom Westen aufgezwungen vorgekommen, wie die jetzige Demokratie. Zudem hätten die verfeindeten Volksgruppen einen gemeinsamen König möglicherweise als Identifikationsfigur sehen können. Das Parlament hätte man zum Beispiel aus Vertretern der einzelnen Stämme und religiösen Gruppen wählen können.

Natürlich ist das alles nur reine Theorie, ob sich die Monarchie tatsächlich als bessere Alternative für den Irak herausgestellt hätte kann niemand sagen. Momentan scheint mir nur sicher zu sein, dass der Sprung von der Diktatur zu Demokratie nicht unbedingt die beste Wahl gewesen ist. Ich frage mich übrigens was passiert, wenn sich die Iraker irgendwann in der Zukunft entscheiden sollten, lieber in einem “Gottesstaat” nach iranischem Vorbild zu leben. Kommt der Irak dann wieder auf die Liste der “Schurkenstaaten”?

Obamamania in Deutschland

29. August 2008 | 4 Kommentare

Cartoon aus der Welt
© Die WELT

Wenn man die derzeitigen Schlagzeilen über den Wahlkampf in den USA liest, könnte man glauben, der nächste Präsident würde in Deutschland gewählt. Wenn es denn ginge, würden mehr als 70 Prozent der Deutschen Barack Obama wählen, 63 Prozent aller Frauen und 38 Prozent der Männer möchten ihn heiraten und 86 Prozent aller Eltern aus der oberen Mittelschicht wünschen sich ihn als Schwiegersohn. Wohin diese Euphorie in einigen Jahren führen könnte, zeigt der Cartoon aus der heutigen Welt. Ob sich dann am Ende alle deutschen Baracks umbenennen wollen, weil der Namensgeber die Heilserwartungen der Eltern nicht erfüllt hat?

Die sieben Mythen von der bösen Atomkraft

23. Juni 2008 | 2 Kommentare

Ein Atomkraftwerk

Michael Miersch von Maxeiner und Miersch (übrigens auch mit Blog), deren Kolumne in der Welt ich gerne lese, hat einen Artikel über sogenannte “Mythen von der bösen Atomkraft” geschrieben. Darin geht es unter anderem um den größten anzunehmenden Unfall, die Gefährlichkeit der Atomkraft und die radioaktive Strahlung. Natürlich ist der Begriff Mythos zu hoch gegriffen und der Artikel auch so polarisierend, wie man es von Herrn Miersch gewohnt ist. Ein Blick auf die Kommentare zeigt aber dass man bei diesem Thema eigentlich nicht mehr polarisieren muss, weil es sowieso nur zwei Meinungen zu geben scheint. Denkt man über eine weitere Nutzung der Atomenergie nach, gehört man zur Atomlobby oder lässt sich von ihr bezahlen, um aus Profitgier die Gesundheit von Menschen aufs Spiel zu setzen. Außerdem kann ein Artikel der sich Pro-Atomkraft äußert sowieso nur in der von der CDU gelenkten rechten Springerpresse erscheinen. Spricht man sich aus welchen Gründen auch immer gegen die Atomkraft aus, ist man ein unbelehrbarer und realitätsferner Ökofaschist, der aus ideologischen Gründen eine Energiekrise in Kauf nimmt. Dazwischen scheint nur sehr wenig Platz zu sein, um tatsächlich objektiv über dieses Thema nachzudenken.

Als Laie denke ich mir, dass es auf lange Sicht nicht klug ist, sich weiterhin ausschließlich von Öl und Erdgas aus anderen Ländern abhängig zu machen zumal die bisherigen Alternativen wie Windkraft und Solarenergie sich auch nicht als die Heilsbringer erwiesen haben, als die sie gerne von der Öko-Lobby (ja, die gibt es und denen geht es letztendlich auch nur um Geld) verkauft werden. Die gute alte Braunkohle ist einmal nicht umweltfreundlich und wegen der wesentlich günstigeren Kohle aus dem Ausland auch nicht mehr profitabel. Aus diesen Gründen spräche meiner Meinung nach einiges dafür, die Laufzeit der bestehenden Kernkraftwerke zu verlängern und langfristig in die Entwicklung moderner und effizienterer Atommeiler zu investieren.

Auf der anderen Seite gibt es natürlich Fragen an die Atomkraft, die für mich noch nicht endgültig abgeklärt sind. Zum Beispiel gibt es ja verschiedene Untersuchungen zur Häufigkeit von Leukämie in der Nähe von Kernkraftwerken die auch zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Auch bleibt die Frage nach der Rentabilität bzw. kommt genau so viel Energie aus einem Atomkraftwerk heraus, wie man vorher Geld hinein steckt? Momentan neige ich dazu die Atomkraft nicht als die beste und endgültige Form der Energiegewinnung zu sehen, trotzdem scheint es mir derzeit keine wirklichen Alternativen zu geben. Im Zweifelsfall würde ich mich auch eines besseren belehren lassen, doch genau hier fängt das Problem an. Die Diskussion zu diesem Thema ist in Deutschland einfach zu sehr emotionell und ideologisch behaftet, als dass es zu einem wirklichen Austausch von Argumenten kommen kann. Würde man das schaffen und zudem auch noch auf Erfahrungen aus dem Ausland zurückgreifen, wären wir immerhin schon einen Schritt weiter.

Die sieben Mythen von der bösen Atomkraft