“Jeder Tag, jeder Moment im Kloster ist eine Gelegenheit, auf die Liebe Gottes zu antworten. In unserem Leben in der Gemeinschaft finden wir Glück in unserer Beziehung zu Gott, dienen einander und beten für die Bedürftigen.” - Um das Leben im Kloster zu veranschaulichen, haben die Schwestern eines amerikanischen Benediktinerklosters einen Film über ihren Alltag gedreht. Alle vier Teile sind kurz gehalten, so dass man keinen Abend zum Ansehen reservieren muss und bieten interessante Einblicke in ein Leben, das zwar abseits der Gesellschaft aber nicht außerhalb von ihr geführt wird.

Bei “Kirche in Not” können Sie ab sofort ein Glaubenspaket bestellen, dass “eine passende Grundausstattung für jede Familie und jeden Haushalt” beinhaltet. Das Paket enthält ein Neues Testament, einen Kurzkatechismus, ein Gebetsbuch, einen “Leitfaden für den Weg zu Gott”, einen von Papst Benedikt gesegneten Rosenkranz, eine Kerze, ein Gefäß mit Weihwasser, eine Marien-Medaille, ein Andachtsbild und ein Kreuz. Das Paket kostet 19,90 Euro und von jedem Kauf wird eine Kinderbibel gespendet. Die Überschüsse kommen den Projekten des katholischen Hilfswerks zu. [Zenit]
Das Glaubenspaket bei Kirche in Not

Auf den Seiten im Goetheportal zu Goethes italienischer Reise können Sie einige alte kolorierte Ansichtskarten mit dem Pantheon in Rom betrachten. Wie es sich für eine literarisch-wissenschaftliche Website gehört, sind die Bilder mit etwas klassischer deutscher Lyrik und erklärenden Texten garniert. Freunde des Meisters werden die Seite wahrscheinlich sowieso kennen, aber auch für die unbedarften Leserinnen und Leser dürfte es dort über das Pantheon hinaus einiges Interessantes geben.
Das Pantheon in Rom in alten Ansichten im Goethezeitportal

Heute Abend habe ich im Fernsehen einen Bericht über die katholische Retortenstadt Ave Maria gesehen, die mir zum ersten Mal vor ein oder zwei Jahren aufgefallen ist. Damals existierte außer dem hehren Ziel nur eine Computervorlage der Stadt, inzwischen steht wohl alles kurz vor der Eröffnung. Es scheint allerdings noch ein weiter Weg bis zu einer blühenden Stadt katholischer Kultur zu sein, denn die durchaus günstigen Häuser finden nur schleppenden Absatz und auch für die Universität hat sich bisher nur ein Bruchteil der angedachten Studenten eingeschrieben. Möglicherweise gibt es noch mehr Menschen außer mir, die nicht an die vermeintlichen Vorzüge einer auf christlichem Wunschdenken errichteten Planstadt glauben. Der Gründer von Ave Maria, der Millionär Tom Monaghan will nach eigenem Bekunden Seelen retten. So lobenswert dieses Ansinnen auch ist, hätten sich ihm wahrscheinlich mehr Möglichkeiten dazu geboten, wenn er mit seinem Geld in gewachsenen Städten Suppenküchen, Kinderbetreuung und Schulen errichtet hätte.
Filmbericht über die Stadt Ave Maria bei tagesschau.de
Bis in die Fünfzigerjahre des letzten Jahrhunderts war es in katholischen Kreisen üblich, anstatt des willkürlichen Geburtstages den Namenstag zu feiern. Katholiken wählten als Vornamen des Kindes je nach Geschlecht den Namen einer Heiligen oder eines Heiligen aus, die als Vorbild dienen sollten. Der Gedenktag der heiligen Person wurde dann als Namenstag besonders begangen. Diese Sitte ist inzwischen weithin abhanden gekommen, und ich selbst habe auch noch nie meinen Namenstag gefeiert. Im Namenstagkalender des Erzbistums Köln kann man komfortabel nach seinen persönlichen Heiligen suchen. Mir wurden folgende Ergebnisse geliefert:
- Frank von Sales
- Franz von Paola
- Franka
- Franz Tendler
- Franz Pfanner
- Franz von Retz
- Franz von Assisi
- Franz Xaver Seelos
- Franz Xaver
Bleibt die Qual der Wahl, welche dieser Heiligen ich mir zum Namenstag auswählen sollte.
Heilige.de - Namenstagkalender des Erzbistum Köln

Bestiarien waren die mittelalterlichen Pendants zu Brehms Tierleben, in denen allerlei damals bekannte Tiere und auch eine ganze Anzahl von Fabelwesen illustriert und beschrieben wurden. Die Verhaltensweisen der Tiere, ob real oder erfunden, wurden immer allegorisch mit der christlichen Lehre verbunden. So kam es, dass einigen Tieren negative und anderen positive Eigenschaften zugeschrieben wurden. Auf der Website The Medieval Bestiary sind alle in der damaligen Zeit bekannten Tiere alphabetisch aufgelistet und mit einer Beschreibung samt einer Illustration aus einem der verschiedenen Bestiarien aufgelistet. Aus heutiger Sicht können viele Beschreibungen zwar allenfalls belustigen, manche sind aber schon erstaunlich genau. Zusätzlich gibt es eine Linksammlung zu Manuskripten, die online einsehbar sind.
The Medieval Bestiary
Das Klosterleben ist nicht das Paradies auf Erden. Gott hat mich auf diesen Weg gerufen. Täglich braucht es meine Antwort auf diesen Ruf. Und wenn ich achtsam bin, dann entdecke ich seine Spuren in meinem Alltag.
Schwester Rut-Maria berichtet kurz und knapp über ihren Weg von einer Freikirche in das Leben als Nonne in der Klostergemeinschaft von St. Andreas. Geebnet hat ihr diesen Weg die Eucharistie, selbst ihre wenig begeisterte Familie die mit schweren Geschützen wie Eugen Drewermann aufwartete, konnte sie nicht davon abbringen. Geblieben ist ihr neben der Berufung augenscheinlich eine realistische Selbsteinschätzung.
Zwischen Kirchen-Austritt und Kloster-Eintritt
Das Bistum Regensburg hat den Vorwurf des Oberlandesgerichts Nürnberg zurückgewiesen, bei der Einstellung des wegen Missbrauchs vorbestraften Pfarrers nicht auf eine richterliche Empfehlung gehört zu haben. Eine Richterin soll damals geraten haben, den Priester nicht mehr in Kontakt mit Kindern kommen zu lassen und ihn unter Beobachtung zu stellen. Ein Sprecher des Bistums konnte jetzt aber eine Telefonnotiz aus dem Jahr 2004 vorweisen, in der nichts von den angesprochenen Punkten erwähnt wird, weshalb er davon ausgeht, dass darüber nicht gesprochen wurde.
Nun frage ich mich allerdings wie man im Bistum überhaupt auf die Idee kommen konnte, einen einschlägig vorbestraften Mann wieder als Pfarradministrator einzusetzen, noch dazu ohne die Mitglieder der Pfarrei vorher davon zu unterrichten. Da kann Bischof Müller auch noch so oft eine Mitschuld bestreiten, trotzdem sollte er als oberster Hirte des Bistums die Verantwortung übernehmen, auch um weiteren Schaden von der katholischen Kirche in Deutschland abzuwenden. Sollten sich die Vorwürfe gegen den Pfarrer bewahrheiten, wäre zuerst eine öffentliche Entschuldigung und danach ein Antrag auf Amtsverzicht des Bischofs angemessen. Nur so kann man den Menschen deutlich machen, dass die Kirche wirklich und wahrhaftig aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat und willig ist, gegen jede Art von Missbrauch vorzubeugen.

Bild: Jim Janknegt
Wenn ich mich nicht täusche, sehen wir auf diesem Gemälde des Künstlers Jim Janknegt Mr. Spock als Engel der Verkündigung, der mit einem psychedelischen Schlafanzug bekleidet der Gottesmutter Maria vor ihrem Gartenhaus seine Aufwartung macht. Auf so eine Idee muss man erstmal kommen, deshalb gefallen mir auch die anderen Bilder von Herrn Janknegt, der sich selbst in der Tradition der christlichen Künstler vor der Reformation sieht. [via Matthias Staab]