Sankt Leibowitz ist kein realer Heiliger der katholischen Kirche, genauso wie der Orden des Leibowitz kein echter Orden der katholischen Kirche ist.

Sankt LeibowitzIsaac Edward Leibowitz ist eine Figur in einem Science-Fiction-Roman des US-amerikanischen Autors Walter M. Miller, der mit “Lobgesang auf Leibowitz” (im Englischen ‘A Canticle for Leibowitz’) betitelt ist. Darin ist Leibowitz eine Art mystische Person, die gegen Ende des zwanzigsten Jahrhunderts den Atomkrieg überlebt und auf Grund der wundersamen Rettung zum katholischen Glauben konvertiert. In der Anfangszeit nach dem Krieg sieht der Pöbel die Hauptschuld am Untergang der Zivilisation in der technischen und wissenschaftlichen Entwicklung der Menschheit und als Folge zerstört er alles, was auch nur entfernt mit Wissen zu tun haben könnte. Da Leibowitz vor dem Krieg Ingenieur war, gründet er in Anlehnung an den Heiligen Albertus Magnus den “Albertinischen Orden des Leibowitz”, dessen Mitglieder es sich zur Aufgabe machen, Wissen aller Art zu sammeln und vor den unzivilisierten Horden zu verstecken. Irgendwann während dieser Tätigkeit wird Leibowitz entdeckt und später gleichzeitig verbrannt und gehängt. Deshalb wird er von der post-apokalyptischen Kirche als Märtyrer verehrt und später auch zum Heiligen erklärt.

Da ich nicht nur gerne Science-Fiction lese sondern auch insbesondere den “Lobgesang auf Leibowitz” sehr schätze, habe ich den fiktiven Heiligen kurzerhand zum Patron dieses kleinen Weblogs erklärt und ihm den Orden des Leibowitz gewidmet.

Weitere Informationen:
Artikel zu Walter M. Miller in der Wikipedia
Besprechung des Romans in der Wikipedia (englisch)
Lesehilfe zum Roman (englisch)

Das Buch selbst:
Das Original “A Canticle for Leibowitz” bei Amazon
Die Übersetzung “Lobgesang auf Leibowitz” bei Amazon