Roboter mit Dampfantrieb
Veröffentlicht am 10.04. 2008
Dafür muss man sich erstmal interessieren
Er spielt nicht Klavier, saugt und putzt nicht, aber als erste serienmäßige Dampfmaschine vermag er zu laufen. Die technische Umsetzung, die aus Dampfdruck richtige Schritte formt, setzt der Dampfmaschine ein spätes, humanoides Denkmal, und als solches fügt sich der archetypische Dampfmann in eine schon längerwährende Tradition der Roboter in Literatur und technischem Spielzeug. Mit dem 35 (!) cm messenden “Steambot ST-2″ hat der Roboter-Enthusiast Volker Strauss (unter dem Namen des gewesenen Blechspielzeugherstellers Strenco) ein wahrhaftes Trumm erstehen lassen, das von einer eigens konstruierten Antriebsmaschine – die kommt von Wilesco in Lüdenscheid – mobilisiert wird (erwarten Sie hinsichtlich der Laufgeschwindigkeit bitte keine Wunder). - Die Eingeweihten unter Ihnen werden gleich am gepflegten Spiel der Worte erkannt haben, dass diese Sätze nur aus einem ganz bestimmten Katalog stammen können, der heute in unserem Briefkasten lag.
Nicht nur dass ich gelernt habe, dass Trumm das Singular von Trümmer ist, wo bekommt man sonst einen dampfbetriebenen Roboter her, der auch noch laufen kann? Der Steambot ST-2 ist wahrlich ein Wunderwerk für alle Freundinnen und Freunde des Steampunks, der literarischen Unterart der Science-Fiction, in der die Dampfkraft weitaus mehr als in der Realität bewirkt hat. Der einzige Nachteil an dieser wunderbaren Maschine ist der Preis von 400 Euro, was bedeutet, dass ich sie leider mit auf die Liste der Dinge, die ich nie besitzen werde setzen muss.

