
Ist Ihr damals sehnsüchtig erwartetes Erstgeborenes inzwischen schwerst drogenabhängig oder Mitglied der örtlichen FDP geworden? Möglicherweise liegt das daran, dass Sie während der Schwangerschaft Ihren Job am Presslufthammer zu spät aufgegeben haben oder die Finger nicht frühzeitig vom frischen Affenhirn direkt aus dem Schädel lassen konnten. Da sich der Orden des Leibowitz auch als Weblog für praktische Lebenshilfe versteht, kann ich Ihnen nur den nützlichen Ratgeber Pregnancy Tips (Tipps für die Schwangerschaft) empfehlen, um die schlimmsten Fehler während der Umstände zu vermeiden. Weitere Bilder aus diesem nützlichen Leitfaden können Sie hier einsehen. Dieses Weblog beschäftigt sich ansonsten zwar nur mit dem Thema wie man am besten Verabredungen bekommt und sie dann erfolgreich meistert, es kann aber wohl nicht schaden, sich auch mit dem Danach zu beschäftigen.

Foto: Aufschrift auf einer Ju-52, 1939
Das heißt, ich will nicht den Kampf gegen Frauen und Kinder führen. Ich habe meiner Luftwaffe den Auftrag gegeben, sich auf militärische Objekte bei ihren Angriffen zu beschränken. Wenn aber der Gegner daraus einen Freibrief ablesen zu können glaubt, seinerseits mit umgekehrten Methoden kämpfen zu können, dann wird er eine Antwort erhalten, dass ihm Hören und Sehen vergeht!
Polen hat heute Nacht zum ersten mal auf unserem eigenen Territorium auch mit bereits regulären Soldaten geschossen. Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen! Und von jetzt ab wird Bombe mit Bombe vergolten! Wer mit Gift kämpft, wird mit Giftgas bekämpft. Wer selbst sich von den Regeln einer humanen Kriegsführung entfernt, kann von uns nichts anderes erwarten, als dass wir den gleichen Schritt tun. Ich werde diesen Kampf, ganz gleich, gegen wen, so lange führen, bis die Sicherheit des Reiches und bis seine Rechte gewährleistet sind.
Dies ist ein Auszug aus der Rede, die Adolf Hitler am 1. September 1939 vor dem deutschen Reichstag hielt. Ungefähr eine Stunde bevor offiziell zurückgeschossen wurde, hatte die deutsche Luftwaffe bereits die polnische Stadt Wieluń bombardiert und sie zu großen Teilen zerstört. Gleichzeitig wurde die Westerplatte, eine Halbinsel bei Danzig, auf der sich ein Munitionslager der polnischen Armee befand vom Linienkreuzer Schleswig-Holstein aus beschossen. Dies war der Auftakt zum zweiten Weltkrieg, bei dem schätzungsweise 50 bis 60 Millionen Menschen den Tod fanden, darunter fast 6 Millionen Polen.
Es ist mal wieder Zeit, für ein Paar neue Desktop-Wallpapers. Diese zwei stammen von Daniel Wildmann, der sie frei zur Verfügung stellt. Ich habe die lustigen Grafiken in verschiedenen Auflösungen, darunter auch für das iPhone und den iPod Touch zusammengestellt. Viel Spaß damit!
Vögel auf einem Stromkabel

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Vogel auf einen Baum

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“Die Leute können vielleicht behaupten, dass ich nicht singen kann, aber niemand kann behaupten, dass ich nicht gesungen hätte.”
- Diese Worte sind in den Grabstein von Frau Florence Foster-Jenkins gemeißelt und man muss neidlos anerkennen, dass sie wirklich viel und gerne gesungen hat. Die Passion zum klassischen Gesang trieb die gute Florence schon als Kind um, doch wollte ihr der Vater kein Studium finanzieren, genauso wenig wie ihr Ehemann. Im Nachhinein möchte man beiden keine finsteren Absichten unterstellen, sondern vielmehr muss sie die Liebe zu dieser Frau bewogen haben. Irgendwann aber war Frau Foster-Jenkins geschieden und durch den Tod ihres Vaters die Erbin eines beträchtlichen Vermögens, das sie nun einsetzte, um endlich ihre Gesangskarriere zu forcieren.
Sie nahm Unterricht und gab bald darauf Konzerte vor ausgewähltem Publikum, die ihr zu einem gewissen Ruf verhalfen. Ihre divenhaften Auftritte bei denen sie immer passend zum vorgetragenen Stück das Kostüm wechselte müssen eine echte Show gewesen sein. Dass sie keinen Ton halten konnte und nur über einen sehr geringen Stimmumfang verfügte, konnte sie nicht von ihrer Leidenschaft abhalten und auf die in der Regel vernichtenden Kritiken antwortete sie lediglich mit dem Satz der auch ihre letzte Ruhestätte schmückt.
Aber was schreibe ich soviel. Lauschen Sie einfach Frau Foster-Jenkins traumhafter Stimme:
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© Die WELT
Wenn man die derzeitigen Schlagzeilen über den Wahlkampf in den USA liest, könnte man glauben, der nächste Präsident würde in Deutschland gewählt. Wenn es denn ginge, würden mehr als 70 Prozent der Deutschen Barack Obama wählen, 63 Prozent aller Frauen und 38 Prozent der Männer möchten ihn heiraten und 86 Prozent aller Eltern aus der oberen Mittelschicht wünschen sich ihn als Schwiegersohn. Wohin diese Euphorie in einigen Jahren führen könnte, zeigt der Cartoon aus der heutigen Welt. Ob sich dann am Ende alle deutschen Baracks umbenennen wollen, weil der Namensgeber die Heilserwartungen der Eltern nicht erfüllt hat?

Foto: Wikimedia Commons
Der Winter kann kommen, der nächste auch und im übernächsten sollte es ebenfalls nicht kalt werden. Letzten Montag und heute habe ich nämlich stundenlang am Holzspalter gestanden und mehrere Raummeter Holzstämme klein gemacht. Dabei habe ich mir zwar nur einmal die Finger gequetscht und mir ein anderes mal einen Stamm auf den Fuß fallen lassen (das hat dann vom Schmerz in den Fingern abgelenkt), trotzdem fühle ich jetzt einen latenten Ganzkörperschmerz. Das kommt davon, wenn Leute die ihr Geld mit Reden verdienen, richtige Arbeit erledigen müssen. Der Schmerz ist aber auf jeden Fall lohnenswert, denn dadurch können meine Liebste und ich den Kaminofen mit jeder Menge kostenlosem Brennholz versorgen, und den Katzen ein angenehmes Plätzchen für den Winter bieten. Schöner und vor allem günstiger kann man nicht heizen.
Um aber endlich zu den Murmeltieren aus dem Titel zu kommen: nach derartigen Aktionen hilft nichts besser als eine ordentliche Einreibung mit Murmeltiersalbe. Allerdings funktioniert nach verschiedenen Testversuchen ausschließlich die Salbe der Firma Röck aus Östereich, die haben auch die lustigste Website. Die Salbe von Röck ist mit knapp 15 Euro zwar eine der teuersten auf dem Markt, bietet aber den besten Effekt. Und versuchen Sie es gar nicht erst mit billiger Perdesalbe aus der Drogerie, die Wirkung ist nicht mal im Ansatz vergleichbar. Außerdem ist in Pferdesalbe überhaupt kein Pferd, in Murmeltiersalbe dafür jede Menge Murmeltier enthalten.
Das obige Foto ist übrigens eine der eindrucksvollsten Darstellungen eines Murmeltiers in seine natürlichen Umgebung, die ich je gesehen habe. Vor dem majestätischen Hintergrund des Berges kann man es direkt röhren hören und fast wünschte man sich, das Tier würde ein Geweih tragen, das einem Zwölfender würdig wäre.

Bild: Darstellung des Römischen Senats (Quelle)
Falls Sie sich genauso so sehr für das Römische Imperium interessieren wie ich, kann ich Ihnen die englischsprachige Website Illustrated history of the Roman Empire ans Herz legen. Dort finden Sie nicht nur ausführliche Informationen zur Geschichte des Reichs, sondern auch über alle Aspekte des Lebens der römischen Bürger. Der Religion mit den einzelnen Göttern und ihrer Verehrung wird genauso ein Kapitel gewidmet, wie der römischen Armee und den römischen Regenten. Zusätzlich zu den Texten finden Sie viele Fotos, z.B. in der virtuellen Tour durch das antike Rom oder in der Abteilung mit Fotos der römischen Soldaten. Sehr schön ist auch das Video, das Soldaten zeigt und römische Angriffstaktiken demonstriert.
Illustrated History of the Roman Empire

Neulich habe ich in der Zeitung über neue gegründete Initiativen zur Förderung der Sütterlinschrift, auch “deutsche Schrift” genannt gelesen, und mich etwas näher damit befasst. Diese Schreibschrift wurde vom Berliner Grafiker Ludwig Sütterlin entwickelt und wurde von 1915 bis 1941 als Ausgangsschrift an deutschen Schulen gelehrt. 1941 wurde sie von den Nazis mit einer reichlich fadenscheinigen Begründung verboten:
Die sogennante gotische Schrift als eine deutsche Schrift anzusehen und zu bezeichnen ist falsch. In Wirklichkeit besteht die sogenannte gotische Schrift aus Schwabacher-Judenlettern. Genauso wie sie sich später in den Besitz der Zeitungen setzten, setzten sich die in Deutschland ansässigen Juden bei der Einführung des Buchdrucks in den Besitz der Buchdruckereien, und dadurch kam es in Deutschland zu der starken Einführung der Schwabacher-Judenlettern.
Die Bezeichnung “Schwabacher Judenlettern” bezieht sich auf die Schrift Schwabacher, die im 15. Jahrhundert entwickelt wurde. Da zu dieser Zeit ausschließlich Christen Druckereien betreiben durften, kann sie kaum von Juden entworfen sein. Eine gotische Schrift ist sie auch nicht, sie sieht nur ähnlich aus. Jedenfalls wurde mit diesem Erlass die Verwendung von Frakturschriften im Druck verboten. Witzigerweise ist der Schriftzug “Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei” in Fraktur gedruckt. Etwas später wurden dann auch die deutschen Handschriften “unarisch” und ihre Verwendung verboten. Von diesem Schlag hat sich die Sütterlinschrift nie wieder erholen können. Nach dem Krieg wurde sie zwar ab 1954 in einigen Bundesländern wieder als Zweitschrift gelehrt, doch richtig durchgesetzt hat sie sich nicht wieder.
Sehr viele Hintergrundinformationen und einen Lese- und Schreibkurs zur Sütterlinschrift bietet die Website Alte deutsche Schriften von Peter Dörling. Informationen zur Geschichte der Schrift und der verschiedenen Schriftarten finden Sie auf der Website Schreibereien.de von Christian Zimmermann.
Zum Ende des Sommerlochs ist Jürgen Resch, seines Zeichens Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe einem Betrug im ganz großen Stil auf die Schliche gekommen. Der “Schmuddeldiscounter Lidl zeigt einmal mehr sein wahres Gesicht” und der wehrlose Verbraucher schaut hilflos in die Röhre. Worum geht es? Lidl verkauft Bier im Sechserpack, für das ein Einwegpfand von 25 Cent pro Flasche entrichtet werden muss. Wirft man diese Flaschen aber in einen Pfandautomaten für Mehrwegflaschen, wird die Flasche zwar angenommen, man bekommt aber nur das Mehrwegpfand in Höhe von 8 Cent zurück. Soweit die Fakten, soweit der Skandal. Moment, werden Sie jetzt vielleicht denken, wo ist denn der Skandal? Genauso habe ich auch gedacht, denn in der Regel kauft man sein Bier doch in einer Kiste beim Getränkehandel und gibt sie auch dort wieder ab, oder man kauft Bier im Supermarkt und gibt die leeren Flaschen beim nächsten Einkauf wieder ab. Wer beide Möglichkeiten nutzt und dann die Einweg- mit den Mehrwegflaschen, die zudem auch noch unterschiedliche Kennzeichnungen und Größen haben, verwechselt, ist wahrscheinlich den ganzen Tag lang derartig betrunken, dass der Verlust von 17 Cent eindeutig als das geringere Problem zu bewerten ist.
Natürlich weiß ich nicht wie Herr Resch auf diesen “Skandal” aufmerksam geworden ist, und keinesfalls möchte ich ihm unterstellen, auf Grund von Trunksucht selbst Opfer einer Flaschen-Verwechslung geworden zu sein. Wahrscheinlich war es eher ein akuter Fall von Wichtigtuerei, die die letzten Ausläufer des Sommerlochs und das zur Zeit etwas angeschlagene Image von Lidl ausnutzen wollte. Jedenfalls will die Deutsche Umwelthilfe rechtliche Schritte einleiten, falls Lidl und die betroffenen Brauereien diese skandalöse Praxis nicht sofort einstellen. Ich persönlich würde Herrn Resch empfehlen, zusätzlich noch die deutschen Kommunen zu verklagen, denn wenn jemand total besoffen im Park sitzt und seine Flaschen von Lidl in einen städtischen Mülleimer wirft, werden diese weder als Einweg erkannt, noch wird ein Pfand in welcher Höhe auch immer ausgezahlt. Das nenne ich einen Skandal!
Dieterich Buxtehude war ein Organist und barocker Komponist, lebte von ungefähr 1637 bis 1707 und bis gestern habe ich noch nie etwas von diesem Mann gehört. Da ich aber den Nachnamen des guten Dietrich so lustig fand (Tante Trude aus Buxtehude…), habe ich gleich mal Google aktiviert um etwas mehr über ihn zu erfahren. Neben weltlichen Clavierwerken und Triosonaten hat Buxtehude eine Vielzahl an geistlicher Orgelmusik und Kirchenliedern geschaffen, wobei er bei letzeren gerne auf Texte von Martin Luther zurückgriff:
Ein feste Burg ist unser Gott,
Ein gute Wehr und Waffen;
Er hilft uns frei aus aller Not,
Die uns jetzt hat bestroffen.
Der alt böse Feind
Mit Ernst er’s jetzt meint,
Gross Macht und viel List
Sein grausam Rüstung ist,
Auf Erd ist nicht seinsgleichen.
Da Anhören besser als über Musik lesen ist, folgt hier auch gleich ein Link zu einer Website, die alle Orgel- und einige Clavierwerker von Buxtehude zum kostenlosen Download im MP3-Format anbietet.
Orgel - und Clavierwerke von Dietrich Buxtehude