Ich hätte mein Geld in Fußballwetten investieren sollen, denn schon wieder habe ich mit meinem Tipp richtig gelegen. Mit einem 0:3 hätte ich zwar auch nicht gerechnet, aber ein Sieg der Spanier war für mich vorhersehbar. So steht Spanien also erstmals seit 1984 wieder in einem Finale der Europameisterschaft, damals verloren sie 2:0 gegen Frankreich. Überhaupt hatten die Spanier bisher keinen großen Erfolg bei der EM. 1964 wurden sie zwar Europameister, doch in den kommenden Jahren schieden sie bis auf 1984 spätestens im Viertelfinale aus und konnten viermal mangels Qualifikation nicht antreten.
Die deutsche Mannschaft wurde 1972, 1980 und zuletzt 1996 in England Europameister, in den Jahren 1976 und 1992 reichte es immerhin für den 2. Platz. 1968 konnten sich die Deutschen nicht qualifizieren, weil sie nur ein Unentschieden gegen Albanien(!) spielten und dreimal flogen sie schon in der Vorrunde raus. 1984 waren es übrigens die Spanier, die “uns” in der Vorrunde mit einem 1:0 nach Hause schickten. Insofern stehen die Chancen auf einen Sieg im Finale zumindest rein statistisch recht gut.
Nichtsdestotrotz haben die Spanier in diesem Jahr eine wirklich gut Mannschaft und am Ende gewinnt schließlich derjenige, der mehr Bälle in das Netz des Gegners schießt. Erstaunlicherweise muss ich am Tag des Finales nicht arbeiten und kann mir das Spiel in aller Ruhe ansehen. Ich bin gespannt.

Europa 1897. Seit Jahren hält der finstere Lord Battenberg mit seiner dampfbetriebenen Armee die Menschheit in Atem. Doch Sie können dem als Dirk Valentine ein Ende bereiten. In klassischer Jump and Run-Manier und bewaffnet mit einer Kanone die Ketten verschießt, bahnen Sie sich einen Weg durch die Festung des Lords. Aber Obacht! Das Spiel könnte Sie so schnell nicht mehr loslassen…
Dirk Valentine and the Fortress of Steam

Foto: Gernot Poetsch
Es scheint so, als würde ich fast alle wichtigen Spiele dieser EM auf der Arbeit verbringen, denn gestern Abend hatte ich wieder Nachtdienst. Normalerweise beginnt der Nachtdienst erst um 21.20 Uhr, doch um das ganze Spiel zu sehen, bin ich schon eine Viertelstunde vor dem Anpfiff zur Arbeit gegangen. Die Kollegin vom Spätdienst hat mir dann eine Ruck-Zuck-Übergabe gegeben und mir freundlich wie sie ist, schon alle Medikamente für die Nachtausgabe um 22.00 Uhr vorbereitet. So ausgestattet, konnte die Ausgabe der Medikamente ausnahmsweise im Fernsehraum stattfinden und vor allem, ohne das Spiel zu unterbrechen. Der Österreicher war leider nicht so gut vorbereitet wie ich, weshalb wir bei den Unterbrechungen immer komplett in den Raucherraum der Patienten laufen mussten, wo das Halbfinale im Radio lief. Sobald es wieder ein bewegtes Bild gab, brüllte irgendjemand über den Flur und wir liefen zurück vor den Fernseher.
In der zweiten Halbzeit gab es noch sehr leckere polnische Bockwürstchen, die einer der Patienten (aus welchem Land kommt er wohl?) besorgt und in unserem Dienstzimmer zubereitet hat. Da in den letzten 15 Minuten niemand außer dem Herrn mit Gipsbein mehr sitzen konnte, standen wir also schweißgebadet und Würstchen im Brötchen bewaffnet vor dem Fernseher und fieberten gemeinsam der Entscheidung entgegen. Nach dem Ausgleich der Türkei in der 86. Minute wurde es plötzlich still im Raum und danach hatten die Trainer vor dem Bildschirm ihren Auftritt. Doch während man noch über die Chancen der Türken in der Verlängerung diskutierte, fiel zum Glück der entscheidende Treffer zum Sieg der deutschen Mannschaft. Jetzt war kein Halten mehr!
Drei der Patienten samt dem Rollifahrer mit Gips ließen es sich nicht nehmen, sich nach dem Spiel vor das Krankenhaus zu stellen, um den nun vorbeifahrenden Autos mit diversen Fahnen zu winken. Zurück auf der Station sagten sie, dass ein Arzt gekommen wäre und im Hinblick auf seine Patienten um etwas mehr Ruhe gebeten hätte. Angesichts der hupenden Massen, die bis spät in die Nacht am Krankenhaus vorbei fuhren, war diese Forderung natürlich Quatsch, trotzdem sind sie artig gewesen. Man hat in der letzten Nacht auch nichts von Todesfällen im Haus gehört. Zumindest von keinen, die durch hupende Autos und grölende Menschen verursacht worden wären.
Insofern war mein persönliches Halbfinale ein voller Erfolg, zumal die Patienten danach auch derartig erschöpft waren, dass sie fast alle durchgeschlafen haben. So schön kann Fußball sein!

Michael Miersch von Maxeiner und Miersch (übrigens auch mit Blog), deren Kolumne in der Welt ich gerne lese, hat einen Artikel über sogenannte “Mythen von der bösen Atomkraft” geschrieben. Darin geht es unter anderem um den größten anzunehmenden Unfall, die Gefährlichkeit der Atomkraft und die radioaktive Strahlung. Natürlich ist der Begriff Mythos zu hoch gegriffen und der Artikel auch so polarisierend, wie man es von Herrn Miersch gewohnt ist. Ein Blick auf die Kommentare zeigt aber dass man bei diesem Thema eigentlich nicht mehr polarisieren muss, weil es sowieso nur zwei Meinungen zu geben scheint. Denkt man über eine weitere Nutzung der Atomenergie nach, gehört man zur Atomlobby oder lässt sich von ihr bezahlen, um aus Profitgier die Gesundheit von Menschen aufs Spiel zu setzen. Außerdem kann ein Artikel der sich Pro-Atomkraft äußert sowieso nur in der von der CDU gelenkten rechten Springerpresse erscheinen. Spricht man sich aus welchen Gründen auch immer gegen die Atomkraft aus, ist man ein unbelehrbarer und realitätsferner Ökofaschist, der aus ideologischen Gründen eine Energiekrise in Kauf nimmt. Dazwischen scheint nur sehr wenig Platz zu sein, um tatsächlich objektiv über dieses Thema nachzudenken.
Als Laie denke ich mir, dass es auf lange Sicht nicht klug ist, sich weiterhin ausschließlich von Öl und Erdgas aus anderen Ländern abhängig zu machen zumal die bisherigen Alternativen wie Windkraft und Solarenergie sich auch nicht als die Heilsbringer erwiesen haben, als die sie gerne von der Öko-Lobby (ja, die gibt es und denen geht es letztendlich auch nur um Geld) verkauft werden. Die gute alte Braunkohle ist einmal nicht umweltfreundlich und wegen der wesentlich günstigeren Kohle aus dem Ausland auch nicht mehr profitabel. Aus diesen Gründen spräche meiner Meinung nach einiges dafür, die Laufzeit der bestehenden Kernkraftwerke zu verlängern und langfristig in die Entwicklung moderner und effizienterer Atommeiler zu investieren.
Auf der anderen Seite gibt es natürlich Fragen an die Atomkraft, die für mich noch nicht endgültig abgeklärt sind. Zum Beispiel gibt es ja verschiedene Untersuchungen zur Häufigkeit von Leukämie in der Nähe von Kernkraftwerken die auch zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Auch bleibt die Frage nach der Rentabilität bzw. kommt genau so viel Energie aus einem Atomkraftwerk heraus, wie man vorher Geld hinein steckt? Momentan neige ich dazu die Atomkraft nicht als die beste und endgültige Form der Energiegewinnung zu sehen, trotzdem scheint es mir derzeit keine wirklichen Alternativen zu geben. Im Zweifelsfall würde ich mich auch eines besseren belehren lassen, doch genau hier fängt das Problem an. Die Diskussion zu diesem Thema ist in Deutschland einfach zu sehr emotionell und ideologisch behaftet, als dass es zu einem wirklichen Austausch von Argumenten kommen kann. Würde man das schaffen und zudem auch noch auf Erfahrungen aus dem Ausland zurückgreifen, wären wir immerhin schon einen Schritt weiter.
Die sieben Mythen von der bösen Atomkraft

Diese wunderbare Postkarte bekam ich die Tage von Onkel Toby geschickt. Sie scheint aus den 70er Jahren zu stammen, wenn ich mir Frisur und Kleid der Dame betrachte. Ich kann mich noch dunkel daran erinnern, dass meine Mutter seinerzeit eine ähnliche Frisur trug und kiloweise dieser Plastikketten besaß. Außerdem wird einem kleinem Kind augenscheinlich Alkohol dargeboten, was damals gang und gäbe war. Heute würden glücklicherweise sofort Frau Bätzing und Frau Von der Leyen einschreiten.

Vor fast genau 8 Monaten gab mein MacBook mit einem leisen Klacken der Festplatte den Geist auf und heute läuft es endlich wieder. Es war dann doch mehr als nur eine weitere defekte Festplatte, denn das Mainboard hatte sich durch eine von mir verschütteten Tasse Kaffee mehr verschluckt, als ich gedacht hatte. Zum Glück konnte ich als Ersatz ein als defekt verkauftes Mainboard sehr günstig erwerben, das sich auch noch als äußerst funktionstüchtig erwies. Zuletzt habe ich eine preiswerte 160 GB-Festplatte gekauft, mit der ich das MacBook wieder zum Leben erwecken konnte.
Der letzte nicht behobene Defekt ist die kaputte Taste für Punkt und Doppelpunkt, die nur durch ein neues Top Case auszutauschen ist. Die dafür nötigen 121,80 Euro sind mir allerdings momentan zuviel Geld, deshalb möchte ich behelfsmäßig erstmal die Tastaturbelegung austauschen. Zum Beispiel brauche ich die Taste für ^ und ° nie. Auf diese Taste könnte man doch prima den Punkt legen, wenn ich nur wüsste wie man das macht. Ich habe zwar schon das Programm Ukulele entdeckt, doch bisher bin ich zu dämlich, um es zu benutzen. Nach ein paar Runden Google habe ich gelernt, dass man das auch ohne fremde Programme mit Hilfe der Datei “DefaultKeyBinding.dict” bewerkstelligen kann. Leider weiß ich nicht, was ich dafür eingeben muss, deshalb hoffe ich auf eine Antwort in diesem Forum. Wäre ja schade, wenn ich das MacBook erst wieder in 122 Euro richtig benutzen könnte.

Wer hätte im Vorfeld gedacht, dass die deutsche Mannschaft so gut bei diesem Spiel abschneiden würde? Ich. Heute auf der Arbeit war ich von allen, die mich nach meinem Tipp fragten der einzige, der auf einen Sieg gesetzt hat. Ausgegangen war ich zwar von einem 2:1 für Deutschland (genau wie Robert übrigens), weil die Portugiesen guten Fußball spielen und ich persönlich bei Tormann Lehmann meine Bedenken hatte.
Die erste Halbzeit konnte ich umgeben von bester Stimmung mit den Patienten auf meiner Station ansehen. Der Fernsehraum war aufs äußerste beflaggt, viele einschließlich mir selbst trugen ihre Fanshirts und unser Rollifahrer (wegen Knöchelbruch) hatte sogar sein Gipsbein in den deutschen Farben gewickelt. So gut eingestimmt konnten wir gemeinsam mitfiebern und massenweise kluge Trainersprüche von uns geben. Glücklicherweise deckt sich die Ablösung vom Nachtdienst ziemlich genau mit der Halbzeit, so dass ich unter Umgehung einiger Verkehrsregeln (auf den Straßen war aber sowieso niemand außer mir) die zweite Halbzeit daheim und mit einem kalten Bier genießen konnte.
Jetzt bleibt es den Gegner für das Halbfinale abzuwarten. Ich persönlich würde ein Spiel Türkei - Deutschland favorisieren, das würde in meiner Gegend nochmal eine besondere Würze ins Spiel bringen. Zum Abschluss dieses erfolgreichen Fußballabends wie es sich gehört: Seven Nation Army und auf ein ebenso spannendes Halbfinale.

Vor 60 Jahren ging an der Universität Manchester der weltweit erste Computer in Betrieb, der über einen Speicher für elektronische Daten, sprich Software verfügte. Die offizielle Bezeichnung der Maschine lautete “Small Scale Experimental Machine” aber alle nannten sie schlicht “The Baby”. Dem Baby wird aber zum 60. Geburtstag eine weitere Ehre zuteil, denn ein niederländischer Historiker hat herausgefunden, dass mit ihm zum ersten Mal elektronische Musik erzeugt wurde, die man sich heute noch anhören kann. Das Archiv der BBC besitzt Aufnahmen, auf dem Baby God save the King, ein englisches Kinderlied und Glenn Millers “In the mood” spielt.
In diesem Artikel der BBC News können Sie sich die älteste von einem Computer gemachte Musik anhören und einen Film aus dem Jahr 1948 ansehen, in dem über die Inbetriebnahme des Rechners berichtet wird. Weitere Informationen erhalten Sie auf der eigens zum Jubiläum eingerichteten Website der Universität Manchester.