Mutter der immerwährenden Hilfe
Veröffentlicht am 03.11. 2007
Allgemein
Vor ein paar Tagen habe ich mir mal wieder meine kleine Postkartensammlung angesehen, die im Laufe der Jahre zustande gekommen ist. Die Karte mit dem Motiv der Mutter der immerwährenden Hilfe finde ich nicht nur besonders schön, die echte Ikone hat zudem auch eine bewegte Geschichte. Nach einer Tradition aus dem 16. Jahrhundert soll sie ein Kaufmann aus einer Kirche auf Kreta gestohlen und auf seinem Schiff zwischen seinen Waren versteckt aus dem Land geschmuggelt haben. Nur durch eine göttliche Fügung überlebte er einen schweren Sturm und landete schließlich in Rom. Dort angekommen erkrankte er tödlich und offenbarte einem Freund auf dem Sterbebett das Geheimnis des Bildes. Gleichzeitig nahm er ihm das Versprechen ab, das gestohlene Bild wieder zurück in eine Kirche zu bringen. Die Gattin dieses Freundes wollte den wertvollen Besitz aber nicht hergeben, weshalb er starb, ohne sein Versprechen erfüllt zu haben. Daraufhin sprach die Muttergottes persönlich ein Machtwort indem sie der Tochter der Familie mitteilte, dass die Ikone in der Matthäuskirche ausgestellt werden sollte, dort wurde sie auch die nächsten 300 Jahre aufbewahrt und öffentlich verehrt.
Durch Kriegswirren verursacht geriet das Bild danach für lange Zeit in Vergessenheit und wurde zwischenzeitlich in einer anderen Kirche untergebracht. Es dauerte bis 1866 bis das Bildnis der Mutter der immerwährenden Hilfe wieder an seinem ursprünglichen Ort ausgestellt wurde, wo es bis heute zu bewundern ist. Auf der Website der Kirche können Sie sie ganze Geschichte der Ikone und weitere Informationen nachlesen, und einen virtuellen Rundgang durch das Gebäude unternehmen.
Hier können Sie eine größere Ansicht des Bildes ansehen
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