Die Zukunft fängt zu Hause an
Veröffentlicht am 02.05. 2008
Aus dem Leben gegriffen
Ich muss Sie vor der Betrachtung der folgenden Bilder eindrücklich warnen, denn sie könnten Sie schockieren. Sie zeigen eine Seite der Elternschaft, die Ursula von der Leyen beharrlich bei Ihrer Familienförderung verschweigt. Aus gutem Grund wahrscheinlich, denn niemand soll wissen, wie sich die Brut entwickelt, wenn der letzte Euro vom Elterngeld schon lange verbraucht ist.

Die Fotos sind nicht gestellt, sondern zeigen den durchschnittlichen Zustand des Zimmers eines ebenso durchschnittlichen Teenagers, der sich nicht von den Räumlichkeiten des Großteils aller anderen Personen im Alter zwischen 17 und 20 Jahren unterscheiden dürfte. Es handelt sich dabei um Zustand I in dem das Zimmer noch zu zugänglich ist. Tritt Zustand II in Kraft, ist das Zimmer seit wenigstens drei Wochen nicht mehr gelüftet worden und ist für Menschen über 25 Jahren nicht mehr ohne gesundheitliche Schäden betretbar.

Sobald das Gesundheitsamt anruft, um Ihnen die Entdeckung einer neuen Krankheit innerhalb Ihrer Wohnung zu melden, ist der Raum in Zustand III übergetreten. Spätestens wenn Sie Autos von SETI vor Ihrem Haus sehen, haben sich im Zimmer Ihres Sprößlings neue Lebensformen unter dem Bett entwickelt. Seien Sie freundlich zu ihnen und nehmen Sie vorsichtig Kontakt auf. Beachten Sie auch, dass das, was aus Essensresten und Chipstüten erstanden ist, möglicherweise intelligenter als Sie sein könnte.
Potentielle Eltern sind hiermit gewarnt. Es gibt keine Ausrede mehr, warum Sie das Zimmer Ihres Nachwuchses nicht komplett verfliest und mit einem Abfluss in der Mitte versehen haben. Und glauben Sie bloß nicht, dass Frau Von der Leyen Ihnen beim Aufräumen hilft.
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Bisher 9 Kommentare
Also wenn ich mich in meinem Zimmer so umschaue, sieht es ganz anders aus.
1. Ich lüfte fast non-stop
2. Ich benutze meinen Schrank für meine Klamotten
3. Für Seti@home habe ich auch schon mal mitgerechnet …
Bin ich anders als der Rest der Heranwachsenen? Ich hoffe mal schon!!!
Das ist ja noch harmlos! Du hast noch nie die Zimmer meiner Kinder gesehen! Und die sind bedeutend jünger als Deine Kiddies….:)
Was heißt Zimmer und was heißt heranwachsende? Meine ganze Wohnung sieht so aus! (singledasein herrscht schon)
ich hab bei mir auch schon schlimmeres gesehen :)
Wenn es kein Mädchen ist, brauchst du dir keine Sorgen machen
Es ist schon ein Mädchen, oder?
http://www.sanktleibowitz.org/who-is-who.html
@Olifant
>Anscheinend trägst du ein Gen in dir, das dich zur Ordentlichkeit zwingt und Frischluft atmen lässt. Und ja, es handelt sich um ein Mädchen. Bei einem Jungen würde ich bei herumliegender Damenunterwäsche auch Gedanken machen.
@vita
>Das ist ja noch harmlos!
Ist es auch, denn bei Zustand I stapelt sich nur etwas Wäsche. Wenn es schlimmer wird, kann aber niemand mehr den Raum betreten, deshalb gibt es keine Fotos davon. Erst kürzlich musste ich eine der Katzen aus dem Zimmer retten, weil sie dort ohnmächtig geworden ist :)
Erst vor kurzem bat ich meinen Bruder, seine Schuhe auszuziehen, wenn er mein Wohnzimmer betritt.
Nicht, weil er heiligen Boden betritt, nicht mal, weil er Dreck reinbringt, nein, weil es WIRKLICH DRECKIG war.
Aber zu meiner Verteidigung muß man sagen, daß ich Pfingsten nicht untätig war. Inzwischen sieht es wieder richtig hübsch (zumindest in allen Zimmern außer dem Schlafzimmer) aus! Und meine Paper sind geordnet (um 2 Uhr Morgens bekam ich, nachdem ich einen Freund aus der Wohnung entließ - war ein cooler Abend - den Tick, daß ich alle Paper, die ich im Laufe meiner Dilom- und beginnenden Doktorarbeit ausgedruckt habe, mal ordnen soll. Um halb fünf bin ich dann schlafen gegangen)!
@FingO
Ich kann auch nicht behaupten, dass mein ersten eigenen Wohnungen wirklich hygienisch waren :)
Inzwischen habe ich auch dass nötige Maß an Entspanntheit entwickelt, um mit diesem Zimmer umzugehen. Wenn es mir zu bunt wird, werde ich es einfach selbst aufräumen. Wenn das meine selige Mutter lesen könnte…
Die geschilderten Zustände in den Zimmern Heranwachsender sind ja nur ein Aspekt der Probleme mit dem Nachwuchs. So hatten wir uns das nicht gedacht, als wir hormonüberwältigt und stolz über der Wahrnehmung der menschheitserhaltenden Pflicht den frischgeborenen Nachwuchs auf dem Arm hielten!
Wie dankbar war ich daher, als die Nachricht über die Einrichtung von Babyklappen durch die Medien ging. Leider musste ich dann schnell feststellen, dass die Klappen für die Abgabe von 14jährigen viel zu klein geraten sind. Hier sollte Abhilfe geschaffen werden!