
Foto: Wikipedia
Im Jahr 609 n. Chr. weihte Papst Bonifatius IV. das Pantheon in Rom, das mehr als 400 Jahre zuvor wahrscheinlich als Heiligtum für die römischen Götter erbaut wurde, zu einer christlichen Kirche mit dem Namen "Sancta Maria ad Martyres", die dem Andenken an die Märtyrer gewidmet ist. Dies ist der Ausgangspunkt des Festes Allerheiligen, das zunächst am Freitag nach Ostern gefeiert wurde. Papst Gregor III. weihte gegen Ende des 8. Jahrhunderts eine Kapelle im Petersdom allen Heiligen und legte den Gedenktag für die Stadt Rom auf den 1. November. Nur wenige Jahrzehnte später ordnete Papst Gregor IV. diesen Tag für die gesamte Westkirche als Termin für Allerheiligen an.

Bild: Wikipedia
Die Kirche gedenkt an diesem Tag nicht nur den offiziellen Heiligen, also diejenigen, die im Laufe der Jahrhunderte selig- oder heiliggesprochen wurden, sondern vor allem auch den vielen unbekannten Heiligen um deren Heiligkeit niemand weiß als Gott, wie es im Kirchendeutsch heißt. So könnte man dieses Fest auch als Feiertag für Gottes unbekannte Soldaten bezeichnen, denn nirgendwo leuchtet die Würde des Menschen mehr auf als in den Gesichtern der Heiligen, die sich in der Nachfolge des menschgewordenen Gottes verzehrten, wie es Paul Badde beschreibt . Deshalb sollen wir heute allen Heiligen gedenken und sie uns zum Vorbild nehmen, um eines Tages selbst mit von der Partie zu sein.
Jetzt kommentieren