Herr R. ist Rettungssanitäter. Er hat drei Kinder und verdient 1700 Euro brutto. Wäre R. Hartz-IV-Empfänger, hätte er keinen Cent weniger. Allerdings hätte er dann den Komfort, dass der Staat seine Heizkosten jederzeit in voller Höhe übernimmt - unabhängig von Rohstoffpreisen und Verbrauch. Wäre er also mit Hartz IV zuverlässig gegen die Ausschläge der Energiemärkte abgesichert, verliert er als Erwerbstätiger mit jeder neuen Energiepreisrunde teures Geld vom knappen Einkommen. R. kommt für den Lebensunterhalt seiner Familie aus eigener Kraft auf. Er bezahlt für Heizöl, Essen und Schulhefte. Wie will man ihm erklären, wenn Politiker und Soziallobbyisten soziale Stromtarife, Schulessen und Schultüten auf Staatskosten für "bedürftige" Transferempfänger fordern? R. könnte das nur als Zumutung eines Umverteilungssystems verstehen, das ihn als Leistungsträger klar benachteiligt.
Der stellvertretende Vorsitzende der CDU Baden-Württembergs, Stefan Mappus macht sich in einem Essay Gedanken über den Zustand des Mittelstands und wie man ihn verbessern sollte. Was er schreibt, klingt nicht dumm, auch wenn ich seiner Partei nicht mehr zutraue, in diesem Punkt Besserung zu schaffen. Lesenswert ist es aber trotzdem allemal.
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