Heute vor 491 Jahren soll ein von Zweifeln geschlagener Mönch namens Martin Luther seine 95 Thesen an die Pforte der Wittenberger Schlosskirche geschlagen haben. Diese Legende ist natürlich Unfug aber da die Protestanten sonst nichts an eigenen Feiertagen zu bieten haben, wurde der Tag vor Allerheiligen kurzerhand von ihnen zum Reformationstag erklärt. Als Katholik halte ich mich da lieber an die gute alte Tradition von Halloween und deshalb gibt es hier wie im letzten Jahr den original Halloween-Ablass zum Ausdrucken. Damit werden Ihnen die Sündenstrafen im Purgatorium für 10 Tage erlassen und im Gegensatz zur guten alten Zeit, in der Bruder Tetzel fröhlich von Ort zu Ort zog, müssen Sie keinen müden Cent dafür hinlegen. Günstiger können Sie Ihre Zeit im Fegefeuer, vorausgesetzt, Sie schaffen es bis dorthin, nicht verkürzen!
Zusätzlich gibt es in diesem Jahr einen Halloween-Ablass den Sie selbst unterschreiben und an Ihre protestantischen Freunde oder Kinder, die Ihnen Luther-Bonbons anbieten wollen verteilen können. Viel Spaß damit und ein fröhliches Halloween!
Wäre nicht St- Leibowitz auch nominiert als Schutzheiliger des frommen Gelächters - meine protestantische Überzeugung müsste mich das Blog-Abo streichen lassen.
Aber zum Glück gibt es Punkte zählen und Sünden-Register nur in Flensburg, nicht im Himmel.
Nein, wer heute Abend klingelt, kriegt Lutherbonbons. Denn es wird Gnade verteilt. Süßes statt Saures gibt schon Gott, die Süße des Heils statt saurer Mienen...
Führst Du dann die für die 10 Tage nötige Buße auch wirklich aus?
Und was steht eigentlich auf Dokumentenfälschung und Hochstapelei?
@Theomix
Nett, einen echten Pastor unter der werten Leserschaft zu haben, und Sie müssen ja schon aus beruflichen Gründen die Luther-Bonbons verteilen. Ein paar von den Dingern habe ich hier auch noch herumliegen :)
@str1977
>Dokumentenfälschung und Hochstapelei?
Zu Halloween geht man bei Hochstapelei straffrei aus. Der Ablass an sich ist ja original aus dem OdL
Ne ne, von "müssen" ist keine Rede. Niemand hat mich gezwungen. Überzeugt hat mich der kreative Umgang mit dem Thema Halloween. Beim Kaffee nach demGottesdienst konnte ich heute noch reichlich verteilen, auch einige Schüler werde ich im Laufe der Woche noch beglücken können. Sie schmecken ja sogar, die roten finde ich am Besten...
Und noch was: Den Ablass zum Verteilen haben wir direkt ausgedruckt, der Nachwuchs war nicht zu bremsen: Endlich darf man selber Tetzel spielen.
Es lässt sich jetzt ahnen, warum der Reformationstag entstanden ist...
@Theomix
>Den Ablass zum Verteilen haben wir direkt ausgedruckt,
Das freut mich übrigens, dass der Ablass es bis in einen Gottesdienst geschafft hat :)
Ne, falsch geraten. Der eine Junior hat ihn im Freundeskreis verteilt.
Auch schön. Genau dafür ist der Halloween-Ablass ja auch gedacht.
Ist aber eine Anregung: Wenn St. Leibowitz auch 2009 wieder Ablässe verteilt, wäre es mal eine nette Zugabe zu den Bonbons :-)
Aber sicher gibt es auch im nächsten Jahr wieder einen Halloween-Ablass!