Die Überlegung sich als Christen innerhalb der Piratenpartei in irgendeiner Form zusammenzuschließen gibt es schon lange, doch aus verschiedenen Gründen (meist schlichter Zeitmangel) ist es bisher nie dazu gekommen. Nun wollen einige andere Christen und meine Wenigkeit das Projekt aber definitiv in Angriff nehmen. Erstmal wollen wir interessierte Mitmacherinnen und Mitmacher finden und dann über die weiteren Ziele und Strukturen diskutieren. Da noch nichts fest ist, habe ich auch noch keine Seite im Wiki angelegt, sondern vorläufig nur ein Pad zum Sammeln aufgemacht.
Wenn du dich also angesprochen fühlst und gemeinsam mit anderen christlichen Piratinnen und Piraten etwas starten willst, dann trage dich im Pad ein (möglichst mit Nick im Wiki und/oder bei Twitter falls vorhanden) und am besten auch, welche Ideen du hast.
Würde sich in der Piratenpartei nicht anbieten, sich nach Störtebecker oder den Vitalenbrüdern zu benennen (“Gottes Freund, der Welt Feind”)? Nur so ne Inspiration von Außen ;)
Gruß aus Berlin
Phil
Einen festen Namen gibt es bisher noch nicht, ich persönlich würde ja “BibelPiraten” vorschlagen :)
Einfach mal vielen Dank für diese Initiative, die bei mir eine offene Tür einrennt. Ich hoffe, dass sich eine alles andere als verstockte christliche Plattform bildet, die auch zeigen kann, dass die Piraten nicht nur in die atheistischen Ecke gesteckt werden können sondern als kleine Volkspartei bei allen Gruppen angekommen sind. Hatte gerade beim Piratenstammtisch in Mainz gute Gespräche über das Thema.
Falls mein erster Kommentar zu trollig klang: Ich find (auch als Atheist) gut was ihr macht.
Ich hoffe es kommt zu etwas Kommunikation darüber was Christentum/Religion heute überhaupt bedeutet und dadurch zu mehr Toleranz in der Shitstorm-Partei.
Mehr dazu wie die die Piraten die Religionsfreiheit kapern hier:
http://internetunddemokratie.wordpress.com/2012/04/17/piraten-und-religionsfreiheit/
Ahoi Freunde,
das ist eine wirklich gute Nachricht! Ich bin gerne mit vollem Einsatz dabei. Die Aktivitäten unserer Partei”freunde” in Hessen und Niedersachsen zum Karfreitag (Tanzen gegen Tanzverbot) in Hessen und Niedersachsen haben mich in einer Weise abgestoßen, dass ich mich gemäß Psalm 1,1-3 mit dem Gedanken getragen habe, nach dem Wahlkampf NRW die Piraten zu verlassen. Außerdem sind solche Aktionen mitten im Wahlkampf in Schleswig-Holstein / NRW, wo es auch auf dem flachen Lande zu punkten gilt , in höchstem Maße parteischädigend und unsolidarisch. Auch mit Aktivitäten gegen das Inzestverbot können wir – selbst bei den meisten gestandenen Atheisten – kaum einen Blumentopf gewinnen. Die Piraten stehen voll auf dem Boden des Grundgesetzes: Gerade hier ist aber das durch Konkordate und Verträge geregelte förderliche Miteinander von Kirche und Staat präzise festgelegt, so dass es einer weiteren Säkularisierung (wie etwa der Streichung des Gottesbezuges in Präambeln oder Eidesformeln) nicht bedarf und einer großen Zahl praktizierender Christen vor den Kopf stößt. Nochmals, ich mache gerne mit, denn “eintreten für” ist immer noch besser als “austreten aus”.
Karl-Heinrich Lange
Ahoi Frank,
Mit “Bibelpiraten” könnte ich leben, doch ich finde “Christliche Piraten” etwas fundamentaler und allgemeingültiger, bezogen auf die Werte des Christlichen Abendlandes, die sich nicht nur auf die Bibel, sondern auch die Werte der Aufklärung stützt, klingt doch “Bibeltreue Piraten” ein wenig nach Partei Bibeltreuer Christen, oder auch “Zeugen Jehovas”. Oder wollen wir in die Bush-Ideologie der US-Creationisten des Bible-Belts. Das fände ich nicht so toll. Gott segen Dich,
Karl-Heinrich Lange
Also meine Frau und ich sind bekennende Christen und finden die Arbeit der Piraten total klasse. Es juckt mir in den Fingern, mal politisches Neuland zu schnuppern und ich überlege einzutreten, auch wenn an Karfreitag getanzt werden soll, was ich aus Sicht eines Nichtchristen nachvollziehen kann und auch wenn man wahrscheinlich zu ebenso kritischen Themen wie Abtreibung, Gender Mainstreaming und so Sachen eine andere Meinung hat.
Ich weiß, wem ich gehöre und der hat mich so reich mit Talenten und Gaben beschenkt, dass ich das gerne weitergeben würde. Deswegen wünsche ich mir keine Abgrenzung durch eine innerparteiliche Gruppierung.
Wer hat denn was von Abgrenzung gesagt? Das liegt nicht in unserem Sinn, eher im Gegenteil.
Was den Eintritt in die Partei angeht, müsst ihr doch nicht überstürzen. Sucht euch einen Stammtisch in eurer Nähe, besucht ihn und arbeitet dort mit wenn ihr Lust habt. Man merkt dann schon, ob man piratig ist oder nicht.
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Zuallererst will ich sagen, dass ich kein Mitglied ihrer Partei bin und mir ihr Wirken auch erst aus einiger Distanz ansehen möchte. Doch trotzdem finde ich es hervorragend so öffentlich mit diskutieren zu können. So habe ich natürlich Ideen. Sie mögen in ihren Ohren ketzerisch wirken. Aber ich gehe davon aus, auf tolerante Ohren zu stoßen. Basierend auf den Prinzipien des Evangeliums würde ich mir das Parteiprogramm ansehen und versuchen, es so zu modifizieren, dass es diese Werte ebenfalls widerspiegelt.
Vielleicht könnte man so erreichen, eine Partei zu formen, auf die Jesus Christus mit Freude blicken würde. Und ich weiß, er wird auf die Erde zurückkehren, um dann zu regieren. Und er wird alle segnen, die ihm bereitwillig folgen.
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