Orden des Leibowitz



21.02. 2010

Quake als Text-Adventure

Für den Sonntag noch ein kleiner Spieltipp: Der Klassiker Quake als Text-Adventure. Quake war 1996 ein echter Meilenstein des Genres in dem wirklich alles stimmte. Die Grafik war spitze, die Gegner böse und die Stimmung des gesamten Spiels war – nicht zuletzt wegen der Musik von Trent Reznor – nervenaufreibend. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich mich beim Spielen fast zu Tode erschrocken habe. Jason Bergman hat diesen Ego-Shooter in die Welt der Text-Adventures portiert und daraus ein kurzweiliges interaktives Abenteuer geschaffen. Dabei hat er sich exakt an den Spielablauf des Originals gehalten und einige zusätzliche Gags eingebaut, die ihr selbst finden müsst.

Zum Spielen braucht ihr einen sogenannten Interpreter, der das Dateiformat des Spiels darstellen kann. Für Windows und Linux (mit Wine) bietet sich WinFrotz an, für andere Betriebssysteme gibt es ebenfalls passende Programme.

Download IF Quake
Download Frotz Interpreter für Windows
Download Zoom Interpreter für Mac OS X

14.02. 2010

Moria als Browserspiel

Sonntag ist auch Spielmopstag, wie es Frau Leibowitz nennt, deshalb habe ich noch eine späte Empfehlung für euch. Moria ist ein uraltes Adventure aus den 80er Jahren, das in der Welt von Mittelerde spielt. Ziel des Spiels ist es einen Balrog in den Tiefen der Minen zu töten. Man darf sich von der “Grafik” nicht täuschen lassen, denn Moria ist ein sogenanntes Rogue-like-Spiel, das nur aus Textzeichen besteht, aber von der Spieltiefe mit allen modernen Adventures mithalten kann. Hat man sich erstmal daran gewöhnt, fällt die ungewohnte Spielumgebung kaum noch auf. Webmoria ist die Onlineversion des Spiels, die ich die Tage entdeckt habe. Es beinhaltet alle Eigenschaften des ursprünglichen Spiels und den Vorteil, dass man es komplett im Browser spielen kann. Damit kann man es von jedem PC aus spielen und die Pausen der kommenden Wochen sind gerettet. Einfach mal ausprobieren!

14.02. 2010

Robotfindskitten

Simples Spielprinzip mit hintergründigem Humor: Du bist der Roboter (#) und musst dein Kätzchen finden. Das Problem sind die vielen anderen Objekte im Raum, die du erst dann vom Kätzchen unterscheiden kannst, wenn du sie berührst. Robotfindskitten ist eine Zensimulation, die 1997 für einen Programmier-Wettbewerb entstand. Mittlerweile gibt es zahlreiche Adaptionen für alle gängigen Betriebssystem und auch solche wie Amiga OS und Apple ][, die nicht mehr so ganz aktuell sind. Man kann sich auch online auf die Suche nach Kätzchen machen, dafür gibt es eine Javascript- und eine Flashversion des Spiels. Findest du Kätzchen?

13.02. 2010

Umarme einen Entwickler

Zum morgigen Valentinstag ruft die Free Software Foundation Europe dazu auf, sich bei allen Menschen die an freier Software arbeiten zu bedanken. Schickt den Frauen und Männern die hinter eurer Lieblingssoftware stehen eine nette E-Mail, nehmt sie in dem Arm (bitte vorher fragen) oder unterstützt das Projekt durch eine Spende. Da ich fast ausschließlich freie Software benutze, muss ich wohl eine Menge Dankesschreiben raus schicken. Spontan fallen mir die guten Leutchen ein die stetig am Puppy Linux basteln, ohne das ich nicht mehr leben könnte. Dann natürlich die Gemeinschaft, die hinter Wordpress steckt, den ohne sie könnte ich diesen Eintrag nicht schreiben. Wenn nicht irgendwer an GIMP arbeiten würde, ginge die Bildbearbeitung wohl nicht so leicht von der Hand. Ohne den Firefox wäre das Internet nur schwer zu durchstöbern. Dazu kommen noch die vielen kleinen Helferlein, die den Alltag am Rechner erleichtern. Dahinter steckt oft nur eine Person, die viel Zeit und Mühe in das Projekt investiert. Ohne die Arbeit dieser meist unsichtbaren Menschen müsste man nicht nur viel Geld für Software bezahlen, sondern hätte auch nicht den Bruchteil der Vielfalt aus der man wählen kann. Deshalb sollte man sich wirklich mal bei diesen Leuten bedanken.

05.02. 2010

Gesundheit!

Gesundheit! ist ein Retro-Action-Puzzle, in dem man als allergisches Schwein eine Stadt vor widerlichen rotzfressenden Monstern retten muss. Die handgemalten Grafiken sehen sehr putzig aus und zum derzeitigen Wetter passt das Spiel allemal. 36MB, Windows, kostenlos – Download.

18.01. 2010

Spaß mit Domain-Namen

Mein heutiger Lacher des Tages kam wie so oft über Twitter herein geflogen und stammt von Dr. Web. Dort hat sich Martin Seibert mit kuriosen Domain-Namen von Unternehmen und Organisationen beschäftigt. Es scheint so, als würden manche Menschen wirklich nicht nachdenken, bevor sie einen Namen registrieren lassen. Oder würdet ihr euch als Schweizer Firma ARS Computer Consulting unbedingt die URL http://ars.ch aussuchen? Weitere 10 Beispiele für richtig lustige Domain-Namen findet ihr im Artikel bei Dr.Web. In den Kommentaren habe ich dann noch http://polo.ch entdeckt. Und nein, es ist nicht die Website eines Proktologen.

12.01. 2010

Sommerspaziergang

Weil es draußen bitterkalt und Winter ist geleiten wir heute Morgen drei kleine Vögelchen sicher durch ihren ersten Spaziergang des Sommers. Kirschen müssen eingesammelt und Steine gemieden werden. Um die Kleinen hüpfen zu lassen, muss man sie nur mit dem Mauszeiger anstupsen. Dort wo dieses Spiel herkommt, gibt es noch mehr und wenn ihr sie nicht niedlich findet dann ….

(Ich weiß, die Seite hatte ich schon. Aber hey, ich hatte Nachtdienst.)

04.01. 2010

Einer von 25 Millionen

Könnt ihr euch noch an das Jahr-2000-Problem erinnern? Damals wurde man plötzlich gewahr, dass viele Computer mit der Endung 00 bei Jahreszahlen Probleme haben würden, da sie 1900 und 2000 nicht unterscheiden konnten. Man befürchtete, dass diese Rechner nach dem 31.12. 1999 einfach auf 1900 umschalten und laufende Systeme lahmlegen würden. Seinerzeit wurden die schlimmsten Szenarien des drohenden Untergangs der Zivilisation gesponnen, die bei einer Wirtschaftskrise anfingen und bei der automatischen Zündung von Atomraketen endeten. Obwohl ich zur Sicherheit auf das Ende der Welt angestoßen habe, ist am 1.1. 2000 nichts davon eingetreten. Kein Wunder, denn die eigentliche Bedrohung scheint uns erst jetzt zu treffen. Vorhin wollte ich noch einige Besorgungen erledigen, weshalb ich einen Zwischenstopp am örtlichen Geldautomaten der Volksbank einlegte. Doch anstatt frischer Geldscheine spuckte der Automat lediglich meine EC-Karte aus und teilte mir mit, dass sie nicht mehr gültig sei. Zum Glück hatte ich noch ausreichend Geld bei mir, um wenigstens die angeforderten Zigaretten für Frau Leibowitz zu kaufen, dann bin ich unverrichteter Dinge nach Hause gefahren.

Im Gegensatz zu mir wusste Frau L. bereits Bescheid, als ich ihr von meinem Dilemma berichtete. Es handelt sich dabei um ein Problem, das ausnahmsweise nicht nur mich, sondern deutschlandweit gut 25 Millionen Menschen betrifft. Wir alle sind im Besitz defekter Chipkarten, die aufgrund eines Fehlers der Chipsoftware Probleme bei der Verarbeitung der Jahreszahl 2010 aufweisen. Da wird es ja nicht mehr lange dauern, bis marodierende Geldautomaten die Strassen bevölkern und mit Laserstrahlen um sich schießen. Wahrscheinlich haben sie sich jetzt schon zu Banden zusammen gerottet, an deren Spitze der intelligenteste aller Geldautomaten bereits die Weltherrschaft plant, um die Menschheit zu vernichten. Ich sehe schon ein Terrorregime von bewaffneten Geldautomaten vor mir, gegen die Skynet ein wahres Pfadfinderlager ist. Die Realität überholt halt doch eben immer die Fiktion. Vielleicht können die Banken aber schlimmeres verhindern und ich kann Morgen wieder Geld abheben. Ansonsten können uns nur Gott und der CCC helfen.

Update 06.01.2010: Es war dann doch anders, teuer wird es aber trotzdem.

03.01. 2010

His Robot Girlfriend

Die Tage habe ich die schöne Science-Fiction Novelle “His Robot Girlfriend” von Wesley Allison gelesen und kann sie nur empfehlen. Die Geschichte spielt in einer nicht allzu fernen Zukunft, in der Mike Smith ein trübseliges Leben führt. Nachdem seine Frau vor Jahren bei einem Unfall starb, hat er irgendwie den Schritt zurück ins Leben verpasst. Während er ein typisches Wochenende vor dem Fernseher verbringt, sieht er eine Werbung, die sein bisheriges Leben komplett verändert. Die Firma Daffodil stellt lebensechte Roboter her, die man sich nach Wunsch anfertigen lassen kann. Nach der Bestellung wartet er sehnsüchtig, bis eines Tages eine Holzkiste vor seiner Tür steht…

Die Geschichte ist nicht sehr lang, so dass man sie gut an einem Stück durchlesen kann, amüsant geschrieben und enthält ein paar Überraschungen parat. Man kann sie kostenlos bei Feedbooks in verschiedenen Formaten für eBooks herunterladen. Englisch solltet ihr allerdings lesen können.

26.12. 2009

Bloggen mit WP2Go

Ich habe mir gerade WP2Go aus dem Android-Market auf mein neues HTC Hero, dass mir das freundliche Christkind gebracht hat geladen. Mit diesem kleinen Programm kann man Einträge in einem Wordpress-Blog vom Telefon aus schreiben. Die Oberfläche ist sehr übersichtlich und einfach zu bedienen. Es gibt die Möglichkeit Fotos einzubinden sowie die wichtigsten Optionen, den Text zu formatieren. Der fertige Text kann den vorhandenen Kategorien zugeordnet und mit Tags versehen werden. Will man den Eintrag noch nicht veröffentlichen, kann er auch erst gespeichert werden.

Sicher ist bloggen über eine Touchscreen-Tastatur nicht die beste Methode um einen Eintrag zu schreiben und garantiert nicht die schnellste. Doch für unterwegs ist es genau dass, was ich gesucht habe. Zudem ist diese nette kleine App auch noch kostenlos.

06.12. 2009

Vom MacBook zum Desktop-Mac

Was böte sich an einem verregneten Sonntag mehr an, als endlich mit dem seit langem geplanten Umbau eines MacBooks zu beginnen? Das Gerät hat eine defekte Tastatur und auch der Akkubetrieb funktioniert nicht mehr. Deshalb will ich es in einen Desktop-Mac für Frau Leibowitz umbauen, weil das hübscher aussieht als ein kaputtes Notebook mit Monitor dran. Erstmal muss das MacBook aber auseinandergebaut werden. Dabei habe ich nochmals festgestellt, dass die Leute bei Apple wirklich gute Arbeit geleistet haben, denn in dem Gehäuse ist kein Millimeter Platz verschenkt worden. Etwas kompliziert war nur der Abbau des Displays vom restlichen Gehäuse. Da waren eine Menge versteckter Schrauben zu lösen.

Display und Lower Case getrennt

Hier hätten wir dann links das Display und rechts das Lower Case mit Motherboard und CD-Laufwerk. Der eigentliche Herz des Notebooks ist bloß ca. 16cm lang und 12,4cm breit. Dadurch wird Platz im engsten Raum für das zweite Leben des MacBooks.

Das Radio in den der Mac rein soll

In diesem Radio soll der Mac seine Wiederauferstehung als Desktop-Computer erleben. Mir gefällt das Retrodesign und außerdem ist ein normales Radio heutzutage ziemlich unnütz, da ich Radio sowieso nur über Internet höre. So braucht es nicht mehr in der Ecke zu verstauben, sondern kann sich weiterhin nützlich machen.

Das leere Gehäuse des Radios

Bisher habe ich das Innenleben des Radios ausgebaut und die Anordnung für den Einbau von Motherboard und Festplatte überlegt. Das CD-Rom-Laufwerk werde ich wohl weglassen, da man es nicht sehr häufig braucht. Vielleicht gibt es ja externe Gehäuse, in das ich das Laufwerk einbauen kann. Etwas spannend wird noch der Schalter zum Ein- und Ausschalten, da habe ich bisher nur eine Idee, weiß aber noch nicht, wie man sie umsetzen kann. Aber da wird mir schon noch etwas einfallen. Morgen muss ich dann zum Baumarkt um mir eine kleine Handstichsäge zu besorgen. Damit muss ich die Öffnung für Strom, USB-Anschlüsse usw. aussägen. Ich halte euch auf dem Laufenden.

04.12. 2009

Die Google DNS-Verschwörung

Kristian hat einen lesenswerten Artikel zu Googles neuem öffentlichen DNS-Server geschrieben. Aber auch in den Kommentaren findet man wertvolle Hinweise, über die man sich vielleicht noch keine Gedanken gemacht hat:

Nicht nur das: Die IP ist 8.8.8.8. In China ist die 8 eine Glückszahl. :)

In Deutschland ist 88 natürlich der Hitlergruß, und Google verdoppelt den noch. Verschwörungstheoretikern fällt auf, daß das Element 8+8+8+8 = 32 auch noch ausgerechnet Germanium ist.

Der andere DNS hat die IP 8.8.4.4 und das ist 24, also als Element Chrom. Nur falls Du glaubst, ich zöge mir so was aus dem Arsch. Ich habe nicht umsonst ein paar Silvester Verschwörungstheorie an der Unität stupidisert.

PS: Und was ist 32 rückwärts? 23. Genau. Während 24 rückwärts nicht aus Zufall 42 ergibt. Mann, sind die offensichtlich!

Das machte meinen Tag und hat sich einen Ehrenplatz in meiner Vitrine mit wunderbaren Verschwörungsgeschichten gesichert. Wer den DNS-Server ausprobieren möchte, findet bei Google selbst eine einfache Anleitung. Für diejenigen unter euch, die beim begriff DNS nur mit den Achseln zucken können, habe ich mal für einen älteren Eintrag eine (hoffentlich) einfache Erklärung geschrieben.

24.11. 2009

Besser als das Original: Accessible Twitter

Zur Zeit kann ich meine bevorzugte Twitter-Anwendung für den Desktop, Seesmic nicht benutzen und bin deshalb auf den Browser angewiesen. Leider ist Twitter im Original reichlich unpraktisch. Deshalb habe ich mich auf die Suche nach Browser-Anwendungen für Twitter gemacht, die etwas mehr Komfort bieten. Dabei bin ich auf meinen momentanen Favoriten Accessible Twitter gestoßen. Die Leute hinter der Website haben sich Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit auf die Fahne geschrieben, außerdem ist die Oberfläche so gestaltet, dass sie auch Menschen mit Sehbehinderungen benutzen können. Grafische Schmankerl darf man nicht erwarten, dafür werden die Tweets übersichtlich und mit einer kleinen Vorschau für Fotos dargestellt. Für Links gibt es ein eigenes Feld, das sie automatisch in eine Kurz-Url ändert und in den Tweet einfügt. Das Eingabefeld für Tweets verfügt über eine besondere Funktion, die mir erst nicht aufgefallen aber recht witzig ist. Während man tippt sagt einem eine Stimme, die Anzahl der Zeichen die noch zur Verfügung stehen. Retweet und Direct messages sind natürlich auch eingebaut, außerdem kann man alle Funktionen auch komplett über die Tastatur benutzen. Anscheinend hat Accessible Twitter nicht umsonst den Access IT @web2.0 Award 2009 verliehen bekommen. All denen, die über den Browser twittern kann ich empfehlen, diese praktische Alternative zum Original mal auszuprobieren: Accessible Twitter

Alternative zur Alternative: Brizzly. Hübsch, übersichtlich, Bildervorschau und alles was das Twitterherz begehrt.

23.11. 2009

Apple verweigert Rauchern die Reparatur ihrer Macs

Da hat man sich für nicht wenig Geld ein schickes MacBook gekauft und ist zu Recht stolz auf sein Gerät. Leider ist das Notebook irgendwann wegen Überhitzung nicht mehr zu benutzen. Doch zum Glück hat man ja noch Garantie und kann den Rechner bei Apple zum Reparieren abgeben. Allerdings nur wenn man Nichtraucher ist, denn ansonsten bekommt man seinen Computer mit dem Hinweis auf die Verseuchung durch Nikotin unverrichteter Dinge wieder zurück. Die amerikanische Verbraucherschutzorganisation Consumers Union hat zwei solcher Fälle veröffentlicht, in denen Kunden mit dem Hinweis auf Nikotin die Reparatur ihrer Geräte noch während der laufenden Garantie verweigert wurde. Eine Kundin wandte sich daraufhin an das Sekretariat von Steve Jobs und bekam folgende Antwort:

Nikotin steht auf der Liste der gefährlichen Substanzen am Arbeitsplatz. Aus diesem Grund wird Apple von seinen Mitarbeiten nicht verlangen, Geräte zu reparieren, die man für gesundheitsschädlich hält.

Noch ist nicht bekannt, ob es sich bloß um unverschämte Einzelfälle oder eine neue Firmenpolitik von Apple handelt. Denn Apples Garantiebestimmungen sagen nichts über einen Verfall der Garantie bei “Versuchung” der Geräte durch Tabakrauch. Sollte es wirklich eine neue Richtlinie sein, dürfte das schlechte Beispiel bestimmt bald Schule bei anderen Herstellern machen. Schließlich ließe sich aus einer zusätzlichen Garantie für Raucher mit einem Aufschlag für die Gefährdung der Mitarbeiter ordentlich Profit schlagen. Bei uns dürfte das Problem zwar erstmal nicht auftreten, da man hier seinen Mac in der Regel beim Händler in der Nähe abgibt, doch man soll ja schon den Anfängen wehren. [Gulli.com] [Hi Joshua: The news in english]

17.11. 2009

Die Geburt der Maus

Douglas C. Engelbart
Foto: Wikipedia

Heutzutage können sich die meisten Leute die Benutzung eines Computers ohne Maus nicht vorstellen. Lediglich Linux-User stehen mehr oder weniger zu Recht im Verdacht, ständig kryptische Befehle in Kommandozeilen zu tippen. Dabei denkt heute kaum noch jemand daran, dass die Erfindung der Maus in der Frühzeit der Computer eine wahre Revolution darstellte, auch wenn ihr täglicher Gebrauch noch lange auf sich warten ließ. In diesem Zusammenhang fällt mir ein, dass ich vor Jahren vor dem ersten PC eines Freundes (eigentlich seines Vaters) saß und mich fragte, wie man das Ding bedienen sollte. Von meinem Amiga war ich eine richtige Benutzeroberfläche gewohnt, die man natürlich nur mit einer Maus bedienen konnte. Auf dem Monitor blinkte es nur grün auf schwarz, von Fenstern keine Spur. Damals sagte ich dem PC keine große Zukunft voraus. Aber ich schweife ab. Der Erfinder der Maus, die wir heute so selbstverständlich benutzen heißt Douglas Carl Engelbart. Er entwickelte sie ab 1963 unter dem etwas umständlichen Namen X-Y-Positions-Anzeiger für ein Bildschirmsystem. Seine Ur-Maus war noch etwas klobiger als die modernen Nachfolger, funktionierte aber schon nach demselben Prinzip: Ein Zeiger wurde mittels eines Drehknopfs über den Bildschirm bewegt und mit einer Taste konnte man etwas anklicken. 1968 stellte er seine Erfindung zum ersten Mal einem Fachpublikum vor und heute vor 39 Jahren erhielt er das erste Patent auf eine Computermaus. Auf den Seiten des Stanford Research Institute, an dem Engelbart die Maus entwickelte kann man sich ein Video seiner Demonstration von 1968 ansehen.

punchintheface

Zumindest bist du am Ende dieser Seite angelangt, deshalb noch schnell das Kleingedruckte:

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