Archive for Dezember, 2009

31 Dezember
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Einen für Silvester

Wieder mal Zeit für den letzten Eintrag des Jahres. Ging das Jahr eigentlich nur für mich so schnell vorbei, oder habt ihr das auch so erlebt? Ich möchte mich jedenfalls artig bei meinen Leserinnen und Lesern bedanken, dass ihr diesem Weblog ein weiteres Jahr die Treue gehalten habt. Ich wünsche euch einen schönen Silvesterabend, was immer ihr auch treibt, einen guten Rutsch und fürs neue Jahr natürlich alles Gute. Ich bin zwar schon seit langem kein großer Optimist mehr, was Prognosen für die Zukunft angeht aber mehr als abwarten bleibt uns ja sowieso nicht. Ich werde die diesjährige Silvesternacht auf der Arbeit mit den lieben Patienten verbringen. Deshalb könnt ihr euer Glas nachher vielleicht auch auf die vielen Menschen erheben, die heute Nacht irgendwo arbeiten müssen. Ich stoße dann morgen Früh mit einem Bierchen auf 2010 an. Gehabt euch wohl und wir lesen uns im nächsten Jahr wieder.

31 Dezember
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The same procedure as every year!

Miss Sophie feiert ihren 90. Geburtstag. Wie in jedem Jahr lädt sie dazu ihre vier engsten Freunde ein: Sir Toby, Admiral von Schneider, Mr. Pommeroy und Mr. Winterbottom. Diese sind alle bereits verstorben, weshalb Butler James ihre Rollen übernehmen muss. Ohne Dinner for One aus dem Jahr 1963 wäre Silvester einfach nicht vollständig.

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30 Dezember
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Ein zweiter Zwischenstand

Wie ich neulich berichtete, hat sich auf meinen Eintrag über die unliebsame Durchsuchung der Hagener Polizei, ein Redakteur der Westfalenpost bei mir gemeldet. Heute Nachmittag war er bei mir zu Hause, um einen Artikel darüber vorzubereiten. Mein erster Eindruck war durchaus positiv, denn der Mann ist sympathisch und er hatte sich schon ein wenig auf unsere Gespräch vorbereitet. Ich habe nicht den Eindruck, dass es ihm nur um eine reißerische Story geht, denn er wies gleich darauf hin, wie heikel die Angelegenheit ist. Denn machen wir uns nichts vor, erstmal steht ja nur meine Anschuldigung im Raum. Da kann ich es gut verstehen, wenn ein Journalist zuerst vorsichtig an die Sache heran geht, um Peinlichkeiten für die Zeitung zu vermeiden. Trotzdem glaube ich aber, dass er die Geschichte ernst nimmt und mir Glauben schenkt. Er will im nächsten Schritt ein paar Fragen an die örtliche Dienststelle der Polizei stellen, und ich werde ihm Kopien der Unterlagen, die wir nach dem Einsatz erhalten haben geben. Zudem wird er Einsicht in meine Akte der Polizei bekommen, sobald der Anwalt sie angefordert hat.

Außerdem habe ich heute während der Arbeit zufällig ein weiteres Detail erfahren (kann ich natürlich nicht veröffentlichen), weshalb ausgerechnet ich ins Visier der Ermittler geraten sein könnte. Denn wie ich aus absolut unbestätigten Gerüchten erfahren konnte, bin ich bisher wohl der einzige Mitarbeiter, bei dem eine Durchsuchung vorgenommen wurde. Ich bin wirklich gespannt zu erfahren, weshalb die Ermittler davon ausgehen, dass ich die Tat begangen habe. Ich denke, im neuen Jahr wird sich weiteres ergeben und dann werde ich natürlich darüber berichten. Bis dahin weiterhin vielen Dank für euer Interesse an meinem Fall.

28 Dezember
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Marie – Eine Kurzgeschichte

Das Weihnachtsfest liegt hinter uns und in den Geschäften tummeln sich die Menschen um ihre Geschenke umzutauschen. Doch da die Weihnachtszeit noch lange nicht vorbei ist, sondern gerade erst begonnen hat, ist es nicht zu spät für eine kleine Weihnachtsgeschichte. Gelesen wird sie vom Autor Tobias Faix selbst und dauert nur knapp drei Minuten. Die Geschichte stammt aus seinem neuesten Buch Würde Jesus bei IKEA einkaufen?

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26 Dezember
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Bloggen mit WP2Go

Ich habe mir gerade WP2Go aus dem Android-Market auf mein neues HTC Hero, dass mir das freundliche Christkind gebracht hat geladen. Mit diesem kleinen Programm kann man Einträge in einem WordPress-Blog vom Telefon aus schreiben. Die Oberfläche ist sehr übersichtlich und einfach zu bedienen. Es gibt die Möglichkeit Fotos einzubinden sowie die wichtigsten Optionen, den Text zu formatieren. Der fertige Text kann den vorhandenen Kategorien zugeordnet und mit Tags versehen werden. Will man den Eintrag noch nicht veröffentlichen, kann er auch erst gespeichert werden.

Sicher ist bloggen über eine Touchscreen-Tastatur nicht die beste Methode um einen Eintrag zu schreiben und garantiert nicht die schnellste. Doch für unterwegs ist es genau dass, was ich gesucht habe. Zudem ist diese nette kleine App auch noch kostenlos.

24 Dezember
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Frohe Weihnachten

Wie in jedem Jahr kam auch dieser Heiligabend wieder etwas überraschend auf mich zu. Doch dank der Unterstützung des lieben Kindes konnte es gelingen, dass ich kurz vorm Fest tatsächlich alle meine Geschenke zusammen hatte. Unser Baum steht geschmückt im Wohnzimmer und Frau Leibowitz hat wieder zahlreiche Köstlichkeiten zubereitet. Weihnachten kann also kommen. Ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest und viele Geschenke. Zankt euch nicht und denkt daran, dem Weihnachtsmann eine Flasche Bier vors Haus zu stellen.

23 Dezember
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Ein erster Zwischenstand

Hier mal ein kleiner Zwischenstand der Reaktionen auf meinen Eintrag über das Erlebnis mit der Hagener Polizei. Hier im Blog gab es viele aufmunternde Kommentare (Dankeschön!) und Trackbacks aus anderen Blogs, die den Eintrag verlinkt haben. Die Retweets meiner Meldung bei Twitter kann ich längst nicht mehr zählen und sogar Gulli.com hat darüber berichtet. Zudem hat sich gestern ein Redakteur der Westfalenpost per E-Mail bei mir gemeldet, der die Geschichte veröffentlichen möchte. Ich werde ihn heute anrufen um weiteres zu erfahren. Ich denke dafür, dass ich die Geschichte erst am Montag veröffentlicht habe, ist das doch ein gutes Zwischenergebnis.

Ich möchte auch allen danken, die mir Hinweise zu Gerichtsurteilen in ähnlichen Fällen gegeben haben. Einige davon lesen sich für mich sehr positiv, andere wiederum nicht. Für mich als Laie ist die gesetzliche Lage daher absolut undurchschaubar. Ich habe mir deshalb eifrig Notizen gemacht, die ich dem Anwalt vorlegen werde. Alle weiteren Schritte möchte ich ganz in Ruhe überdenken, da eine Sache sobald sie vor Gericht ist weitreichende Folgen haben kann. Versteht mich nicht falsch, sollte es eine Möglichkeit mit Aussicht auf Erfolg geben, gegen diese Aktion vorzugehen, möchte ich sie auch in Anspruch nehmen. Nur da das Kind jetzt sowieso in den Brunnen gefallen ist, kommt es auf etwas Zeit für gründliche Überlegungen nicht an. Momentan kommt es mir als ersten Schritt darauf an, die Geschichte öffentlich zu machen. Im Netz ist der Stein ins Rollen gekommen und eine Veröffentlichung in den Offline-Medien kann es nur besser machen.

Zum Schluss noch kurz etwas zu meiner momentanen Gemütslage, da mich mehrere Leute darauf angesprochen haben. Mir geht es mit der ganzen Sache natürlich nicht gut. Die regelmäßigen Leser werden wissen, dass ich seit geraumer Zeit unter einer Depression leide, die sich durch diesen Vorfall nicht gerade verbessert hat. Das ärgert mich besonders deswegen, da ich vor dieser unseligen Angelegenheit einige Schritte in Angriff genommen hatte, die mir seit langem mal wieder Hoffnung auf eine Besserung gegeben haben. Jetzt sind die alten Schlafstörungen wieder am Start und bei jedem Klingeln an der Tür geht mein Puls automatisch auf 130, um nur zwei der geringsten Auswirkungen zu benennen. Auch deswegen und nicht nur um der Tat selbst willen, ist es mir ein Anliegen darauf aufmerksam zu machen. Da meine Geschichte ja beileibe kein Einzelfall ist, ermuntert es vielleicht auch andere auf ihren Fall aufmerksam zu machen. Deshalb vielen Dank für alle Reaktionen und ich werde euch über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden halten.

20 Dezember
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Was mit Polizei und Bürgerrechten

Letzten Montag gab es für mich eine vorweihnachtliche Überraschung der besonderen Art. Morgens kurz nach 8 Uhr wurden Frau Leibowitz und ich durch wüstes Sturmklingeln an der Haustür geweckt. Wie meistens war sie schneller aus dem Bett als ich und öffnete die Tür. Damit begann unser morgendlicher Albtraum. Während ich versuchte in eine Jeans zu kommen, stürmten drei Herren und eine Dame der Kriminalpolizei wie ein Rollkommando unsere Wohnung und trieben uns in die Küche. Von dem Lärm geweckt kam auch die Tochter von Frau Leibowitz aus ihrem Zimmer und wurde ebenfalls in der Küche festgehalten. Richtig vorgestellt hat sich von der Polizei eigentlich niemand, der Leiter der Aktion brüllte nur irgendwas von Durchsuchungsbefehl und dass wir uns viel Ärger ersparen könnten, wenn wir alles sofort zugeben. Bis dahin hatte ich keinen blassen Schimmer um was es überhaupt ging, deshalb fragte ich nach, weshalb sie morgens in unsere Wohnung eindringen würden. Als ich den Grund erfuhr, wurde mir zwar einiges klar, fassungslos war ich aber immer noch. Neulich wurde im Krankenhaus in dem arbeite eingebrochen und anscheinend bin ich derart verdächtig, dass man Ermittlungen gegen mich eingeleitet hat. Ich weiß natürlich ein paar mehr Details, die darf ich aber während der laufenden Ermittlungen nicht veröffentlichen.

Da standen wir also frisch aus dem Bett gescheucht mit der Polizei in der Küche und wussten nicht recht, wie uns geschah. Ich für meinen Teil muss nach dem Aufstehen erstmal meine Blase erleichtern, weshalb ich das den Herren mitteilte und ins Badezimmer gehen wollte. Sofort versperrten sie mir zu zweit den Weg, und brüllten mich an, dass das jetzt nicht gehe, denn vorher müsste der Raum durchsucht werden. Auf meine Nachfrage, warum sie sich nicht wie normale Menschen benehmen könnten und weshalb sie mir das Recht vorenthalten, in meiner Wohnung die Toilette aufzusuchen, bekam ich lediglich zur Antwort man könne mich schließlich auch einfach zu Boden werfen und mir Handschellen anlegen, wenn ich mich jetzt nicht ruhig verhalten würde. Danach durchsuchte einer der Beamten die äußerst verdächtigen Kosmetikartikel meiner Damen, während ein anderer mich abtastete. Bevor er in meine Hosentaschen griff fragte er noch süffisant, ob ich irgendwelche scharfen Gegenstände wie Spritzennadeln darin hätte. Nach dieser peinlichen Prozedur wollte ich dann endlich im Bad verschwinden, als man mir mitteilte, dass die Tür aber geöffnet bleiben müsste. Das ich unter diesen Umständen nicht mehr Pinkeln wollte und konnte, kommentierte einer der Beamten mit den Worten: “Der wollte ja eh nur auf cool machen”.

Frau Leibowitz, die außer dass sie mit mir in einer Wohnung lebt, nichts mit der Sache zu tun hat, erging es nicht viel besser. Auch ihr verweigerte man den Toilettengang und untersagte ihr sogar sich etwas anderes anzuziehen. Schließlich hatte sie nur ihr Nachthemd an und es standen vier fremde Personen, darunter drei Männer in der Wohnung. Der Beamte der mich durchsucht hatte, meinte nur dass sie sich gerne bei geöffneter Tür umziehen könnte, er würde sich auch umdrehen. Dabei war eine Beamtin anwesend, die mit ins Schlafzimmer hätte gehen können. Das wäre zwar immer noch demütigend gewesen, sie hätte sich aber wenigstens nicht mehr in Nachtwäsche präsentieren müssen. Immerhin erlaubten sie ihrer Tochter, die sich nach einiger Zeit mit einem dringenden Bedürfnis meldete, ungefilzt und alleine die Toilette aufzusuchen.

Jetzt begann die Durchsuchung der Wohnung, vor der uns die Beamten sagten, dass sie nach Tresorschlüsseln und nach Schleifscheiben für einen Winkelschleifer suchen würden. Unsere Sachen durchwühlten sie aber recht halbherzig, denn sie nahmen sich hauptsächlich meinen Schreibtisch und den Schrank im Arbeitszimmer vor. Die Seriennummer meines Laptops haben sie sicherheitshalber auch aufgeschrieben, dabei hätten sie einfach nur nach dem Kassenzettel fragen können, den ich immer noch aufbewahre. Ich hatte den Eindruck, diese Ermittler sind davon ausgegangen, dass man Schlüssel und Schleifscheiben ausschließlich im Arbeitszimmer versteckt aber auf gar keinen Fall im begehbaren Kleiderschrank, Schlaf- oder Wohnzimmer. Nachdem sie natürlich nichts gefunden haben, wollte man noch die Außenbereiche der Wohnung inspizieren. Mit einer Taschenlampe leuchteten sie den Schuppen, in dem wir das Kaminholz lagern aus, rührten aber keinen der Holzscheite unter denen man ja prima etwas hätte verstecken können an. Im Keller angelangt stellte der Leiter der Durchsuchung fest, dass diese Räumlichkeiten für jedermann zugänglich seien, wozu wir ihm beipflichten mussten. Dann fragten sie nach ob wir im Besitz eines Winkelschleifers wären. Daraufhin übergaben wir die Flex vom Schwiegervater in spe, der man schon ansah, dass sie seit einiger Zeit nicht mehr benutzt worden war. Trotzdem wurde die Flex samt der beiliegenden Schleifscheiben eingehend untersucht und wahrscheinlich als mögliches Beweismittel gegen mich sichergestellt.

Zum Abschluss sollte mir als Verdächtigen auf richterliche Anordnung eine DNA-Probe entnommen werden. Da ich mit dem Diebstahl nichts zu tun habe und nach dem bisherigen Verhalten der Polizei mittlerweile Angst hatte, habe ich ihnen das bisschen Spucke überlassen. Der Beamte der mir die Wattestäbchen in den Mund steckte, war nur sichtlich verärgert, dass ich mir alle schriftlichen Belehrungen über die Entnahme von DNA durchgelesen habe und die Speicherung meiner Probe zum Vergleich mit weiteren Straftaten verweigerte. Damit war der zweistündige Spuk vorbei und die Polizei verließ das Haus. Auf meine letzte Anfrage nach Namen und Dienstnummern der beteiligten Beamten bekam ich lediglich den genervten Hinweis auf ein Formular zur Durchsuchung, auf dem der Name des Leiters und der Beteiligten stehen würde.

Ich muss zugeben, dass ich nach dieser Aktion regelrecht unter Schock stand. Was da eigentlich passiert ist, wurde mir erst in vollem Ausmaß in den letzten Tagen klar, deshalb war es die letzte Woche auch so still in diesem Blog. Nachdem wir uns also etwas gesammelt hatten, stellte Frau Leibowitz fest, dass die Polizei widerrechtlich in unserer Wohnung war. Man hatte uns zwar ständig einen richterlichen Beschluss vor die Nase gehalten, wir hatten aber zu keiner Zeit die Gelegenheit, ihn uns richtig durchzulesen. Darin wird nur die Entnahme meiner DNA angeordnet, eine Durchsuchung der Wohnung wird nicht erwähnt. Die Polizei ist also ohne richterlichen Beschluss in unsere intimste Privatsphäre eingedrungen, hat in unseren Sachen gewühlt und unsere Bürgerrechte beschnitten. Dazu kommt noch das unverschämte Verhalten der Beamten, das selbst bei einer rechtlich korrekten Durchsuchung inakzeptabel gewesen wäre.

Da wir in einem Rechtsstaat leben sollte man nun erwarten können, dass man gegen eine Solche Behandlung Beschwerde einreichen könnte. Dem ist aber nicht so. Wir haben natürlich einen Rechtsanwalt eingeschaltet, der hat uns aber wenig Aussicht auf Erfolg gegeben. Denn es gibt ein paar Urteile im Zusammenhang mit der Fahndung nach Terroristen der RAF aus den 1970er Jahren, die Wohnungsdurchsuchungen ohne richterliche Anordnung nachträglich für Rechtens erklärt haben. Bis letzten Montag dachte ich noch, das wir halbwegs in einem Rechtsstaat leben würden und man solange als unschuldig gilt, bis man rechtskräftig verurteilt worden ist. Das Verhalten der Polizei und die Urteile unserer Richter haben mich aber inzwischen eines besseren belehrt. So wie es aussieht gibt es keine rechtliche Möglichkeit dagegen vorzugehen, deshalb bleibt mir nur der Weg die Sache öffentlich zu machen. Da man nicht alles glauben soll was in Blogs steht, versichere ich dass sich die Aktion wie von mir beschrieben zugetragen hat und alle Unterlagen unserem Anwalt vorliegen. Über weitere Ergebnisse der Ermittlungen werde ich euch auf dem Laufenden halten.

13 Dezember
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Mitgliederversammlung der Piraten Hagen 2009

Mitgliederversammlung der Piratenpartei Hagen 2009

Es ist vollbracht. Unser Einstand, die Mitgliederversammlung zur Wahl der Direktkandidaten für die kommender Landtagswahl in NRW ist reibungslos über die Bühne gegangen. Bis auf kleinere Schwierigkeiten, wie ein zu Anfang fehlender Druckertreiber hat die gesamte Organisation ziemlich gut funktioniert. Ich bin für die Veranstaltung sogar für so wichtige Ämter wie die stellvertretende Vertrauensperson und bei der zweiten Wahl als eine der zwei Personen, die das ganze hinterher eidesstattlich unterschreiben gewählt worden. Ihr sollt ja nicht glauben, dass so eine Wahl unkompliziert sei, denn es gilt eine ganze Menge Vorschriften für Parteien einzuhalten. Dazu gehört eben, dass vorher ein Versammlungsleiter, ein Wahlleiter und andere Posten gewählt werden müssen, damit die Veranstaltung auch für den Gesetzgeber korrekt abläuft. Unsere organisatorische Feuertaufe haben wir also bestanden, hier sind ein paar Fotos der Veranstaltung:

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11 Dezember
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Von der Parteiarbeit

Am Samstag ist es endlich soweit: Auf einer Mitgliederversammlung für die Piraten aus der Region werden die zwei Direkt­kan­di­­daten für Hagen, Brecker­feld, Ennepe­tal und Gevels­berg zur Land­tags­wahl 2010 in NRW gewählt. Was erstmal recht unspektakulär nach einer unbedeutenden Wahl in der Provinz klingt, bedeutete im Vorfeld eine Menge Organisation und vor allem Zeitaufwand. Da wir bei den Piraten Hagen alle noch Neulinge im politischen Gewerbe sind, mussten wir uns über den genauen Ablauf einer solchen Wahl erst kundig machen. Denn vor die Parteiarbeit hat der Gesetzgeber eine Menge Vorschriften gesetzt, die es einzuhalten gilt. Das fängt schon mir der korrekten Einladung aller Mitglieder an (zum Glück kann man alle Piraten per E-Mail benachrichtigen), bis hin zur richtigen Abfolge der Wahl nach den einzelnen Wahlkreisen, die nicht gleichzeitig stattfinden darf. Dazu kommt noch der gesamte organisatorische Aufwand, denn für eine Mitgliederversammlung braucht es einen passenden Raum, etwas Technik muss besorgt werden und jemand muss auch eine Kaffeemaschine mitbringen. Zusätzlich muss auch eine Pressemitteilung geschrieben und brauchbare Wahlkarten entworfen werden, es soll ja schließlich nicht wie die Wahl eines Klassensprechers aussehen. Von den vielen Diskussionen, die eine basisdemokratisch organisierte Partei mit sich bringt, ganz zu schweigen.

Die ganzen Vorbereitungen wird man der Veranstaltung wahrscheinlich nicht anmerken, aber genau das ist Parteiarbeit. Ich weiß nicht wie solche Dinge in anderen Parteien gehandhabt werden, aber ich vermute einfach, dass durch die längere Erfahrung alles etwas leichter von der Hand geht. Aber genau dieses Neuland und ein gewisses Maß an Improvisation ist es was mir bei den Piraten gefällt. Nicht nur dass sie von der gesamten Ausrichtung eine ganz neue Art von Partei ist, wird sie von der Basis her von Menschen am Laufen gehalten, die vorher in der Regel nichts mit dem politischen Geschäft zu tun hatten. Und das funktioniert auch noch. Die etablierten Parteien vermitteln oft den Eindruck, es bräuchte eine Art herrschende Klasse um Politik zu organisieren. Das stimmt aber nicht. Jede Frau und jeder Mann kann Politik gestalten, man muss sich nur aufraffen.

Die Wahl der unserer Direktkandidaten ist bestimmt nicht das große politische Ding, doch für uns in Hagen war es die erste Herausforderung. Wir haben mit relativ wenigen aber dafür engagierten Leuten eine Mitgliederversammlung organisiert. Dann bekommen wir auch den Rest auf die Reihe. Falls du in der Nähe wohnst und Lust hast, ein paar Piraten aus der Nähe zu betrachten, kannst du gerne bei der Veranstaltung vorbeikommen. Du erkennst mich an dem tollen Namensschild. Die haben wir extra besorgt.