Archive for September, 2009

30 September
2Comments

Männer beim Friseur

Gestern war ich mal wieder beim Friseur. Ich gehe immer in die Filiale eine großen deutschen Kette, weil es dort eine Friseurin gibt, die etwas kann, was alle anderen Friseure, Coiffeure und Hair Designer bei denen ich vorher war, nicht drauf haben. Seitdem ich mir nach 14 Jahren Vollglatze wieder Haare stehen lasse, bastele ich mir jeden Morgen eine fiese Haartolle und die geht nun mal am besten mit dem guten alten Fassonschnitt. Den kann aber anscheinend heutzutage kaum noch ein Friseur, bis auf die nette junge Frau bei Klier, also lasse ich nur noch sie an meinem Kopf schnipseln. Amüsieren muss ich mich aber jedes mal über den Service. Kaum habe ich den Laden betreten, fragt man mich mit einem strahlendem Lächeln, was man denn für mich tun kann, worauf ich jedesmal antworte, dass ein Haarschnitt wirklich prima wäre. Nachdem ich mich auf einen der Stühle gesetzt habe, kommt ein anderes Mädel und stellt sich mit: “Mein Name ist Jenny, Kirsten, Gülcan wie darf ich Sie ansprechen?” vor. Ich habe bisher immer der Versuchung widerstanden mit: “Ach, sagen Sie einfach Herrscher der Galaxie oder kurz Großwesir” zu antworten, sondern beantworte diese Frage artig mit: “Frank reicht völlig aus”. Nach dem Begrüßungsritual bekommt man eine Karte, auf der allerlei komplizierte Fragen zum Haar des Kunden abgefragt werden. Ich musste anfangs wirklich überlegen, was denn die Frage zur Beschaffenheit meines Haars (dünn) bedeutet und wofür die Form meines Kopfes (oval) relevant sein könnte.

Schalten Sie auch nächstes mal wieder ein, wenn es heißt: “Ist das Wasser zu heiß und darf ich Ihnen noch eine belebende Kopfhautmassage anbieten?”

30 September
0Comments

Best Joy Division cover version in the world!

Ich habe ja schon allerhand Coverversionen von Joy Division gehört, aber diese Interpretation von Transmission mit karibischen Steel Pans ist wirklich eine der besten und ungewöhnlichsten. Gespielt wurde sie auf der diesjährigen Jeremy Deller’s Procession in Manchester. Hier noch das Original zum Vergleich. [via Trupedo Glastic]

Read more…

29 September
4Comments

Vom Älterwerden

Neulich mit einer älteren Arbeitskollegin (Also älter ich. 51 ist ja kein Alter.) über das Älterwerden im Allgemeinen und den Sinn von 90 oder 100 Jahre alt werden unterhalten. Wir fanden beide, dass das völlig überbewertet und nicht erstrebenswert ist. Auch einfach deswegen, weil es für unsere Umwelt unerträglich wäre. Ich bin seit einigen Jahren zumindest soweit sozialisiert, dass ich nur noch gut 10 20 Prozent der bösartigen Dinge, die mir ständig durch den Kopf gehen, auch ausspreche. Mittlerweile bringe ich es sogar über mich, unglaublich nett und freundlich zu Menschen zu sein, für die ich an sich nicht mal Verachtung übrig habe. Aber sobald ich in Rente bin, werde ich damit aufhören und ausschließlich das von mir geben, was ich auch denke. Immer. Da das niemand aushalten kann, wollen wir hoffen, dass ich nicht zu den Menschen gehöre, die weit über 100 Jahre alt werden. Meine Kollegin hat sich übrigens das gleiche vorgenommen, nur dass sie sich nicht sicher ist, ob sie bis nach der Rente durchhält. Also Gnade euch uns Gott.

29 September
0Comments

Death From Above

Screenshot Death from above

Dein Nachbar, ein finsterer Diktator ist in dein Land einmarschiert, während du, der mutige Kampfpilot auf einer Übung warst. Jetzt gilt es den Feind zu vertreiben, und dabei so viele feindliche Flugzeuge vom Himmel zu holen wie es geht. Death from above ist ein nettes kleines Spiel für zwischendurch, mit lustiger Retrografik. Da muss ich heute Abend doch gleich mal durchstarten. Das Spiel ist kostenlos und für Windows, es läuft bei mir aber auch mit Crossover unter Linux.

28 September
4Comments

Von Lebensschützertrollen

Kann sich noch jemand an Amadeu Antonio Kiowa erinnern? Ich hatte es leider schon längst vergessen. Kiowa wurde 1990 von einem Mob Nazi-Skinheads ermordet, während 20 Polizisten tatenlos dabei zusahen weil sie sich den Tätern nicht gewachsen fühlten. 1998 hat sich die Amadeu Antonio Stiftung gegründet, die sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus engagiert. Bis hierhin nicht schlecht. Am letzten Dienstag hat die Stiftung auf ihrer Website “Mut gegen rechte Gewalt” zur Teilnahme an einer Demonstration gegen einen christlichen Schweigemarsch gegen Abtreibung in Deutschland aufgerufen, weil die Teilnehmer “antifeministisch” seien und als “fundamentale Christen” ein “völkisches Familienverständnis” hätten. Auch dagegen ist nach meinem Verständnis von Demokratie und Toleranz nichts einzuwenden, auch wenn ich diese Begründungen nicht nachvollziehen kann. Während des Schweigemarsches am letzten Samstag wurden allerdings von den Gegendemonstranten einige der Holzkreuze, die von den Christen durch die Stadt getragen wurden, geklaut und in die Spree geworfen und Teilnehmer des Marsches beschimpft und beleidigt. Das widerspricht meiner Vorstellung von Demokratie und Toleranz.

Elsa hat in ihrem Blog einen Brief an die Amadeu Antonio Stiftung veröffentlicht, in dem sie anfragt, wie denn das Ziel eine zivile Gesellschaft zu fördern, die anti-demokratischen Tendenzen entschieden entgegentritt, mit dem Verhalten der Demonstranten zu vereinbaren ist. Von einer Stiftung, die immerhin unter der Schirmherrschaft des Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages Wolfgang Thierse steht, hätte ich eine angemessene Antwort erwartet. Man hätte ja einfach sagen können, dass man nachwievor hinter der Argumentation zur Gegendemo steht, aber die unangemessenen Ausschreitungen bedauert und sich davon distanziert. Stattdessen kam erstmal nur eine Kurzmeldung über Twitter: “Haha. Wenn man die Lebensschützertrolle füttert”.

Ich kenne weder die Amadeu Antonio Stiftung noch den Bundesverband Lebensrecht, der den Schweigemarsch gegen Abtreibung veranstaltet hat. Ein solches Verhalten ist aber meiner Meinung nach einer Stiftung, die sich für Demokratie engagiert unwürdig. Hier sollte schnellstens eine Distanzierung vom Verhalten einiger Teilnehmer der Demo und auch eine Entschuldigung an Elsa folgen. Auch würde mich die Reaktion von Herrn Thierse interessieren, der ja bekanntlich Katholik und Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken ist. Deshalb habe ich ihm den Link zu diesem Eintrag per E-Mail geschickt.

28 September
0Comments

Polaroids leicht gemacht

Tolles Kätzchen-Polaroid

Rollip ist ein neuer Internet-Service, der aus euren schönen farbechten Digitalfotos schäbige Polaroids in verschiedenen Variationen macht. Das sieht gut aus, kostet nichts und das fertige “Polaroid-Bild” kann man sich auf die Festplatte laden: Rollip

27 September
0Comments

Ahoi für die Piratenpartei!

Screenshot der ARD-Website
© ARD

Arr, das war spannend und mit 1,9 oder 2 Prozent hat die Piratenpartei hervorragend abgeschnitten. Besonders wenn man bedenkt, dass die Sache erst seit der Europawahl richtig in Schwung gekommen ist. Hier in Hagen konnten die Piraten 1,6 Prozent der Stimmen holen und insgesamt haben 13 Prozent der männlichen Erstwähler und unter den 18- bis 24-Jährigen 9 Prozent die Piraten gewählt. Selbst die Grünen, mit denen die Piraten ja immer wieder verglichen werden, konnten bei ihrer ersten Bundestagswahl 1980 nur 1,5 Prozent der Stimmen für sich verbuchen. Als stärkste der Kleinstparteien haben die Piraten also noch deutlich Potential. Zumal eine Schwarz-Gelbe Regierung wahrscheinlich in den nächsten 4 Jahren weiterhin die Bürgerrechte mit Füßen treten wird. Die Piraten haben jetzt im Gegenzug 4 Jahre Zeit zu reifen, sich thematisch zu erweitern und neue Konzepte zu erstellen. Es bleibt also spannend.

27 September
0Comments

Was mit Segelschiffen

Gemälde von Robert Salmon

Sonntags gibt’s mal was mit Kultur, deshalb stelle ich euch den britischen Maler Robert Salmon vor, der im 19. Jahrhundert gelebt hat. Er hat vorzugsweise Bilder mit maritimen Motiven, also Schiffen, Häfen usw. gemalt. Im Blog Designwar gibt es eine ganze Reihe seiner Gemälde mit tollen alten Segelschiffen zu bewundern. Ahoi!

26 September
0Comments

Ganz simpel bloggen

Ich bekomme immer mal wieder Anfragen von Leuten die gerne selbst bloggen würden, aber sich keinen eigenen Webspace zulegen möchten oder sich vor der Installation einer Blog-Software scheuen. Bisher habe ich in diesem Fällen immer auf Blogger und WordPress verwiesen, in letzter Zeit ist mir aber vermehrt der Dienst Posterous ins Auge gefallen. Posterous verlangt keine Anmeldung und hat den Vorteil, dass man Texte, Fotos, Musik oder Videos per E-Mail veröffentlichen kann. Außerdem gibt es Einstellungen, um Einträge automatisch zu Twitter, Facebook oder andere Dienste zu senden. Seit kurzem muss man sich auch nicht mehr mit dem schlichten Standardlayout begnügen, sondern kann das Aussehen seines Blogs komplett selbst gestalten. Wer Posterous benutzt erhält 1 Gigabyte Speicherplatz (der erstmal reichen sollte) und das Versprechen, dass das Angebot kostenlos bleibt. Wer schon vorher anderswo ein Weblog hatte, kann seine Einträge sogar importieren. Darüber hinaus ist Posterous aber auch als Online-Notizbuch interessant, da man Websites oder sonstwas schnell per Browser auf sein Blog schicken kann. Für alle, die möglichst unkompliziert bloggen wollen, scheint mir Posterous zur Zeit die beste Lösung zu sein.

26 September
0Comments

Die Wahl live im Netz

Wer am Sonntag mal etwas anderes als die herkömmlichen Wahlsendungen sehen möchte, kann sich im Internet das Wahlstudio 2009 anschauen. Dort wird die Wahl aus netzpolitischer Perspektive betrachtet und mit Bloggern, Wissenschaftlern und Politikern diskutiert. Die Liste der Teilnehmenden liest sich jedenfalls ganz interessant.