Ein modernes Weib zum 700.

In diesen von vielen Krisen gebeutelten Zeiten sollte man jeden noch so geringen Anlass für einen kleinen Akt der Freude nutzen. Da dies der 700. Eintrag in diesem kleinen Weblog ist, will ich die Gelegenheit nutzen um die Bibliothek St. Leibowitz aus meinem alten Blog wieder ins Leben zu rufen. Den Anfang soll dabei ein Gedicht von Maria Janitschek machen, deren Pfingstgedanken ich kürzlich schon veröffentlicht habe. Das Gedicht Ein modernes Weib stammt aus ihrem ersten Gedichtband Irdische und unirdische Träume aus dem Jahr 1889 und sorgte seinerzeit für erheblichen Aufruhr. Sie vertrat engagiert die Interessen der bürgerlichen Frauenbewegung, was sich in den Themen ihrer Werke niederschlug. Freizügig schilderte sie die Liebes- und Eheprobleme der Frauen ihrer Zeit. Sie entwarf starke Frauenfiguren, die nicht länger Dulderinnen sind, sondern sich in erbarmungslose Rächerinnen verwandeln, wenn ihnen Unrecht geschehen ist. Diese Richtung schlägt sich auch in diesem Gedicht nieder, in dem eine Frau den Mann aufsucht, der sie auf nicht näher bezeichnete Weise entehrt hat und sich nun an ihm rächen will. Ich habe lediglich die Grammatik etwas angepasst, ansonsten ist das Gedicht unverändert und zusätzlich habe ich noch eine kurze Biographie von Frau Janitschek beigefügt.
Download: Ein modernes Weib von Maria Janitschek









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