Das Hörmagazin Radio-G hat Jens Seipenbusch, den stellvertretenden Vorsitzenden der Piratenpartei Deutschland interviewt. Seipenbusch spricht über die Anfänge der Partei, ihre Ziele und wie sich der momentane Zulauf auf die interne Arbeit auswirkt. Weiter geht er auf die Frage ein, wie sich die Partei in Zukunft thematisch weiter entwickeln könnte. Insgesamt ein interessantes Interview und eine gute Gelegenheit, mehr über die Piratenpartei zu erfahren.
Ihnen ist egal, was wir denken
Franziska Heine, Initiatorin der Petition gegen Netzsperren, diskutiert mit Ursula von der Leyen über den Sinn ihrer Politik. Wie gewohnt ignoriert die Ministerin alle Einwände und wirft mit Plattitüden um sich.
Technikträume um 1900
Sammlung von Bildern aus der Zeit um 1900, die die Technik der Zukunft zeigen sollten. Eines tages zeigt, was davon wahr geworden ist.
Zugedröhnte Kängurus
Nachrichten die ich lesen will: Tasmanische Kängurus im Opiumrausch hoppeln breit wie nichts in Feldern herum.
Ich glaube, diese wunderbare Prinzessin Leia aus Lego habe ich heute über Twitter entdeckt. Das Bild gibt es auch in einer Version als Desktop-Wallpaper.
Commodore 64 vs. iPhone
Technologizer hat einen amüsanten Vergleich erstellt, bei dem der alte Brotkasten nicht so schlecht abschneidet, wie man denken könnte.
Zum Schluss noch ein Foto des Dresdner Elbtals. Man soll es nicht glauben, aber es sieht immer noch genauso aus, auch wenn die Vollpfosten der Unesco den Status als Welterbe aberkannt haben.
Ich habe irgendwann damit aufgehört, mir Musik schön zuhören. Entweder es rockt sofort oder eben nicht. Bei King Loses Crown aus San Francisco rockt es außerordentlich, auch wenn sie keine Rockband im eigentlichen Sinn sind. Überhaupt fällt mir eine Einordung etwas schwer, vielleicht würde es die Beschreibung elektronischer Tanz-Rock mit EBM-Einschlägen noch am ehesten treffen. Ihre erste EP mit drei Songs kann man auf der Website des Duos kostenlos herunterladen. Die Musik steht unter einer Creative Commons-Lizenz zur Verfügung und King Loses Crown laden dazu ein, Remixes aus ihren Stücken zu basteln. Wer vor dem Download erstmal reinhören möchte, kann sich die EP bei YouTube anhören.
An die meisten meiner Lehrerinnen und Lehrer habe ich keine Erinnerung mehr. Einen, ich meine sogar er wäre der Rektor gewesen, habe ich noch gut vor den Augen. Wenn er das Klassenzimmer betrat, mussten wir Schüler wie damals üblich aufstehen und das Begrüßungsritual aufsagen: “Guten Morgen liebe Schüler – Guten Morgen, Herr Schlonz“. Im Gegensatz zu anderen Lehrern durften wir uns bei ihm aber nicht einfach wieder hinsetzen. Da er Mathematik unterrichtete stellte er Kopfrechenaufgaben, wer eine richtig beantworten konnte durfte sich hinsetzen. Für diejenigen, die im Kopfrechnen nicht so schnell wie die anderen waren, wurde es gegen Ende der Vorführung, wenn die meisten schon auf ihren Plätzen saßen, natürlich jedesmal ziemlich peinlich. Damals gab es das World Wide Web noch nicht aber ich bin ziemlich sicher, dass dieser Lehrer auf einer Website wie Spickmich insgesamt nicht gut bewertet worden wäre. Deshalb bin ich froh über das Urteil des Bundesgerichtshofs, der festgestellt hat, dass die Benotung von Lehrern auf Spickmich grundsätzlich unter die Meinungsfreiheit fällt. In einigen kritischen Kommentaren zu diesem Urteil wurde zwar darauf hingewiesen, dass Kindern die Urteilsfähigkeit fehlt um Lehrer richtig bewerten zu können, das sehe ich jedoch anders. Ich bin sicher dass Kinder durchaus in der Lage sind festzustellen, ob sich ein Lehrer mit ihnen Mühe gibt oder nicht. Wenn sich also Lehrer über eine schlechte Bewertung auf dieser Website beschweren, sollten sie vielleicht in erster Linie ihren Unterrichtsstil überdenken, anstatt die Schuld bei den Betreibern zu suchen.
Yet Another Linux Magazine
Yalm ist ein freies Linuxmagazin, das unter einer Creative Commons-Lizenz herausgegeben wird. Ausgabe Juni ist gerade eben als PDF erschienen.
GIMP in zehn Schritten erweitern
Anleitung um das freie Bildbearbeitungsprogramm GIMP mit Hilfe von Plugins aufzurüsten. Jetzt können Sie die Photoshop-Raubkopie endgültig wegwerfen ;)
KeepNote ist ein kostenloses Programm für alle Betriebssysteme, mit dem man Notizen aller Art anlegen und archivieren kann. Eine ausführliche Dokumentation gibt es auf der Website.
CDU-Wahlprogramm: Ahnungslos im Netz
Die Union sieht im Internet offenbar vor allem Gefahren. Statt seine Chancen zu nutzen, will sie es deshalb stärker kontrollieren. Ein Kommentar in der ZEIT
Onlinecommunitybenutzer
Auch schön ist der Hinweis von Malte Wedding auf das Internet-Verständnis der CDU-Abgeordneten Michaela Noll. Viel peinlicher geht es kaum noch.
Man könnte fast Mitleid mit dem Internet Explorer 6 haben, wenn man diese witzige Grafik von John Martz ansieht. Bei Flickr können Sie noch mehr seiner Arbeiten bewundern.
The Star Trek ASCII Art Archive
Einem echten Trekkie ist nichts zu mühselig. Joshua Bell hat sehr viele Raumschiffe aus dem Star Trek-Universum aus ASCII-Zeichen gebastelt.
Herzrasen-Sampler
Die RP-Online hat einen Sampler mit 15 kostenlosen und legalen Songs zusammen gestellt. Kann man ja mal reinhören.
Diese wunderschöne Zeichnung stammt aus der Feder des französischen Zeichners Albert Robida, der sich so im Jahr 1882 den Himmel über Paris im Jahr 2000 vorstellte. Der Luftraum ist bevölkert von zahlreichen Luftfahrzeugen aller Art und rechts Bild sieht man wie sich die Gäste der Oper auf den Heimweg machen. Robida muss ein äußerst visionärer Mann gewesen sein, denn in seinen Geschichten nahm er viele spätere Erfindungen und Entwicklungen vorweg. So sah er zum Beispiel voraus, dass die kommenden Kriege mit Raketen geführt werden, erfand mit dem Telephonoskop eine Art Fernseher und beschrieb Frauen als gleichgestellte Personen mit Wahlrecht und in Männerberufen arbeitend. Wie vorausschauend er war, zeigt dieses Zitat aus dem Jahr 1919 über die Menschen der Zukunft: “Sie werden ihren Alltag im Räderwerk einer total mechnisierten Welt verbringen, in einem Maße, dass ich mich frage, wie sie noch die einfachten Freuden genießen wollen, die uns zur Verfügung stehen: Stille und Einsamkeit. Aber da sie all das überhaupt nicht kennengelernt haben werden, wird es ihnen auch nicht fehlen.”
Ich habe aus der Zeichnung Desktop-Wallpapers angefertigt, die Sie hier zur freien Verfügung herunterladen können. Laut Statistik werden diese Auflösungen am meisten von meinen Leserinnen und Lesern benutzt. Falls Sie doch noch eine andere Variante benötigen, melden Sie sich ruhig. Das Original ist im Wikimedia Commons zu finden und unterliegt nicht mehr dem Urheberrecht.
Der Sommer soll ja angeblich im Anflug sein. Da braucht man dringend die Anleitung, um sich einen schwimmenden Bierbehälter für den Pool zu basteln.
Jugendschützer wollen Webshops indizieren
Die deutsche Kommission für Jugendmedienschutz möchte Shops in Österreich verbieten, weil man dort Spiele kaufen kann, die hier indiziert sind.
Sprüche für den Anrufbeantworter
Ich mag die Dinger ja nicht, aber sie erfreuen sich immer noch großer Beliebtheit. Hier gibt es eine Menge Sprüche zum Herunterladen.
Das Konzil von Ephesos
Heute vor 1578 Jahren begann das dritte ökumenische Konzil der Kirche. Der alte Nestorius kam dabei nicht sehr gut weg, im Gegensatz zu Maria, die offiziell zur Gottesgebärerin erklärt wurde.
Im Zuge des Gesetzes zur Bekämpfung der Kinderpornografie in Kommunikationsnetzen werden Internet-Sperren eingesetzt, um bestimmte Websites zu blockieren. Technisch funktioniert das mit einer Sperrliste auf den sogenannten Name-Servern der Internet-Provider. Falls Sie jetzt Böhmische Dörfer und Bahnhöfe vor den Augen haben stellen Sie sich ein Telefonbuch vor. Wenn Sie darin unter Erwin Schlonz nachschlagen, müssen Sie anstatt des Namens eine bestimmte Zahlenfolge, die Telefonnummer wählen, um den Teilnehmer zu erreichen. So ähnlich ist es auch im Internet. Wenn Sie in Ihrem Browser die Adresse www.erwinschlonz.de eingeben, landet diese Eingabe auf dem Name-Server Ihres Providers, auf dem ein Programm nachschaut, mit welcher IP-Adresse dieser Name verbunden ist. Die IP-Adresse besteht aus vier Zahlen, die jeweils zwischen 0 und 255 liegen und mit einem Punkt getrennt werden. Vereinfacht gesagt ist die IP vergleichbar mit der Telefonnummer und die WWW-Adresse mit dem Namen im Telefonbuch. Mit Hilfe der Sperrliste wird die ursprüngliche Adresse einer Website ausgetauscht und gegen eine andere ersetzt, die auf das berüchtigte Stoppschild verweist.
Nun gibt es aber nicht nur einen Name-Server für das Internet sondern sogar sehr viele. Um die Internet-Sperren zu umgehen, reicht es also aus, dass Telefonbuch Ihres Providers gegen ein anderes auszutauschen, um wieder ungehinderten Zugang zum Internet zu haben. Technisch ist dieser Austausch so leicht zu handhaben, dass es sogar ein absoluter Laie mit der richtigen Anleitung und ein paar Einstellungen im Betriebssystem handhaben kann. Im folgenden Video wird ausführlich erklärt, welche Einstellungen Sie unter Windows und Ubuntu-Linux vornehmen müssen, um einen anderen DNS-Server als den Ihres Internet-Providers zu benutzen:
Zum Schluss noch die Anmerkung, dass es mir keinesfalls darum geht, den Zugang zu Kinderpornographie zu erleichtern. Vielmehr soll gezeigt werden, dass ein Gesetz zur Bekämpfung von Kinderpornographie, das derartig einfach zu umgehen ist, seinen Namen nicht verdient und den Opfern dieser Verbrechen in keinster Weise hilft. Im Gegenteil, anstatt solche Websites schnellstmöglichst aus dem Internet zu entfernen, wird von Seiten der Regierung versucht sie zu verstecken, was den Betreibern weitere Sicherheit verschafft. Im Gegenzug ermöglicht die Einrichtung solcher Sperr-Vorrichtungen die Ausweitung auf andere von der Regierung unerwünschte Inhalte. Da die Sperrliste nicht öffentlich zugänglich ist und nur von einem fragwürdigem Gremium kontrolliert wird, bietet sich die Umgehung der Internet-Sperren an, um weiterhin freien Zugang zum gesamten Internet zu haben.
Das Abendmahl per Post emfangen
Die Open Episcopal Church in Großbritannien verschickt geweihte Hostien mit der Post. Damit will man Alten, Kranken und kirchenfernen Menschen entgegenkommen.
Google-Mail-Nachrichten verschlüsseln
Anleitung um mit dem Firefox-Plugin FireGPG die Verschlüsselungssoftware GnuPG für GMail zu nutzen. Sehr nützlich, wenn man E-Mails nur noch online bearbeitet.
Download Squad hat eine Liste mit 25 kostenlosen Spielen, die alle auf Windows, Mac OS X und Linux laufen zusammengestellt. Ein paar kannte ich schon, andere wie z.B. Glest noch nicht. Wenn Sie schon mal ein Spielchen wagen, lohnt sich ein Blick.
Die biblischen Plagen
Terra X hat eine dreiteilige Serie über die biblischen Plagen aus dem Alten Testament gemacht, in denen ihre Ursachen wissenschaftlich untersucht werden. Teil 1 und 2 gibt es als Video, der Dritte folgt nächsten Sonntag.
Movable Type Monday
Im Blog Herald gibt es eine neue Serie von Artikeln, die sich mit dem CMS Movable Type beschäftigt und einige Tipps und Tricks liefert.
Ich habe meines ja schon bestellt, aber vielleicht brauchen Sie auch noch eines! Im Shop 3D Supply gibt es ein kostenloses T-Shirt mit dem Logo der Piratenpartei Deutschland.
The Undertones: Here comes the summer
Weil heute die Sommersonnenwende war und zumindest im Kalender der Sommer Einzug gehalten hat, ein altes Video der Undertones von 1979.
Das Internet steht für Demokratie und Meinungsfreiheit, die wir alle schützen müssen. Aber eine Freiheit ohne Verantwortung kann es auch in diesem unverzichtbaren neuen Medium nicht geben. Ich freue mich sehr, dass nicht nur der Bevölkerungsschnitt, sondern eine fast ebenso große Mehrheit der Menschen, die das Internet täglich nutzen, die Sperrung von Kinderpornografie im Netz begrüßen. Um das behaupten zu können, hat Familienministerin Ursula von der Leyen noch schnell vor der Verabschiedung des Gesetzes für Internet-Sperren eine Allensbach-Umfrage auf die Bevölkerung losgelassen, die repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 16 Jahren sein soll. Interessant ist dabei die Fragestellung der Umfrage. Eine Frage lautet zum Beispiel:
“Ich bin zwar der Meinung, dass Kinderpornographie bekämpft werden muss, aber die Blockade von Internetseiten geht mir zu weit. Es kann nicht sein, dass der Staat festlegt, was sich der Einzelne im Internet anschauen darf und was nicht. Auf diese Weise wird die Freiheit der Bürger zu sehr eingeschränkt.”
Das Gegenargument dazu:
“Das sehe ich anders. Die Informationsfreiheit hat ihre Grenzen, und wenn es um Kinderpornographie geht, wird diese Grenze deutlich überschritten. Daher sollte der Zugang zu Internetseiten mit solchen Inhalten blockiert werden.”
Diese Fragestellung geht komplett an den Kritikpunkten der Gegner vorbei, denn meines Wissens wurde nie die eingeschränkte Informationsfreiheit kritisiert. Das ist aber nur ein Beispiel aus dieser Umfrage, wie man durch falsche Fragestellung und das Weglassen von Hintergrundinformationen gute Werte erhalten kann. Das bei der Umfrage nur 1832 Personen befragt wurden, die 134014 Unterzeichnern der Petition gegen Internet-Sperren gegenüberstehen sei da nur am Rande erwähnt. Geschickt eingefädelt, Frau Von der Leyen.