Archive for März, 2009

31 März
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Ohne Gott und Sonnenschein

Irgendwas muss da falsch gelaufen sein. Nicht nur dass 41 Prozent der Ostdeutschen die DDR nicht als Unrechtsstaat ansehen, eine neue Studie hat noch mehr ergeben. 84 Prozent der Ostdeutschen finden dass mehr Errungenschaften der DDR, wie zum Beispiel das Gesundheitssystem oder das Bildungssystem hätten bewahrt werden sollen. Und 20 Jahre nach dem Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus auf deutschem Boden sind immer noch 39 Prozent Ostdeutsche der Meinung, dass die sozialistische Idee “auch heute noch einen Versuch wert ist”. Hat die Geschichtsverdrehung der Linken schon so gut funktioniert, dass sie gemeinsam mit der Ostalgie-Verklärung vieler Ostdeutscher schon zu einer völligen Verkennung der Tatsachen geführt hat? Nehmen wir nur mal die Schuldbildung:

Trotz einer Ausbildungs- und Arbeitsplatzgarantie und einem sehr hohen Anpassungsdruck auf nicht der Norm entsprechende Jugendliche gab es eine signifikante Anzahl von Ungelernten und Obdachlosen in der DDR. Der Anteil der Schulabgänger mit Hochschulreife war in der DDR deutlich geringer als im Westen. [Quelle]

Komisch, es haben gar nicht alle Polytechnik studiert. Am Ende war überhaupt nicht alles so toll in der DDR, wie man es heutzutage manchmal zu hören bekommt. All diesen Ostalgikern sei die kleine Satire in der FAZ ans Herz gelegt:

Für Kinder zum Beispiel war die DDR ein Paradies. Platz gab es für alle, da musste man einfach dazugehören. Spielen, malen, basteln, singen. Besonders gerne sang man das Lied vom Volkspolizisten: „Und wenn ich mal groß bin, damit ihr es wisst, dann werde ich auch so ein Volkspolizist.“ Denn Polizisten brauchte die DDR natürlich echt viele; jemand musste ja aufpassen, dass nichts aus der Reihe lief und niemand auf dumme, freilaufende Gedanken kam.

Ansonsten empfehle ich den Genuss von Geschichtsbüchern und den Sender Phoenix um dass verdrehte Wissen um die DDR wieder auf Vordermann zu bringen. Falls das alles nichts bringt, soll man die 39 Prozent der Ostdeutschen die sich den Sozialismus zurückwünschen, doch bitte nach Nordkorea bringen. In den dortigen Verhältnissen sollten sie sich wieder genauso wohl wie früher fühlen können.

30 März
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Die letzte Wahrheit über die Beatles

Flyer von Jehovas Zeugen

Man könnte einiges über die Zeugen Jehovas schreiben, eines muss man aber neidlos anerkennen: Sie haben mit Abstand die besten Jesusdarstellungen. Der Flyer mit der Einladung zur Osterfeier wurde heute bei uns abgegeben und der gefönte Jesus aus Westeuropa ist doch einfach herrlich. Der Jünger links neben Jesus erinnert mich irgendwie an Ringo Starr. Da wird doch wohl niemand von den Zeugen der gottlosen Musik des Satans anheim gefallen sein? Möglicherweise ist es aber auch ein Hinweis auf den wahren Hintergrund der zur Trennung der Beatles führte. Vermutlich wurden durch Ringo Starr, der seit Jahrzehnten zur Leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas gehört, alle anderen Beatles ebenfalls Mitglieder der Gemeinschaft und lösten sich deshalb auf. Bis heute wird das geheimgehalten, damit niemand Paul McCartney beim Verteilen des Wachturms an der Straße erkennt. Tja, liebe Leserinnen und Leser, damit wäre wieder eines der Geheimnisse der Musikgeschichte entschlüsselt. Jetzt muss nur noch die Frage geklärt werden, was an Michael Jackson so peinlich ist, dass man ihn nicht mal bei den Zeugen Jehovas haben wollte.

29 März
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Dead Like Ants

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C.E.J. Pacian hat ein neues Text-Adventure veröffentlicht, das mir nach einem kurzen Anspiel schon sehr vielversprechend aussieht. Ich habe von ihm schon Gun Mute gespielt, das kurzweilig geschrieben ist und interessante Rätsel mit manchmal ungewöhnlichen Lösungen bietet. Dead like Ants spielt in einer Märchenwelt in denen Elfen augenscheinlich noch die normalsten Wesen sind, die sie auf Ihrer Reise antreffen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und vielleicht gefällt Ihnen das Spiel ja auch. Wer Windows benutzt, kann es als Exe herunterladen, alle anderen brauchen einen Interpreter für Tads. Ein paar habe ich hier aufgelistet.

Dead Like Ants – Kostenloses Text-Adventure

29 März
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Star Wars in der klassischen Malerei

Kunst mit Star Wars

Einige brillante Photoshop-Künstler haben sich damit beschäftigt, wenn Themen und Charaktere aus Star Wars in der klassischen Malerei verewigt worden wären. Da ich alte Schinken und die Weltraum-Seifenoper gleichermaßen mag, gefallen mir die Ergebnisse ausgesprochen gut. [via io9]

Star Wars in der klassischen Malerei

29 März
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Weil es alle so machen

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Es ist schon eigenwillig, seit langer Zeit weiß jedermann, dass die Umstellung auf die unnatürliche sogenannte Sommerzeit nichts bringt. Zumindest erfüllt sie den Energiespareffekt für den sie 1980 eingeführt wurde in keinster Weise. Stattdessen müssen seit 29 Jahren Fahrpläne mühsam angeglichen werden, und nicht wenige Menschen haben große Probleme mit der Umstellung von der gefühlten Normalzeit auf Sommerzeit. Ich kann auch das Argument der Befürworter nicht verstehen, die angeblich im Sommer eine Stunde länger den Tag genießen können. Im Sommer bleibt es sowieso länger hell und warum soll ich denn abends nur im Hellen draußen sitzen können? Mittlerweile mutet mir die Sommerzeit wie eine der verrückten Ideen an, die man in den Büchern von Douglas Adams finden kann. Besonders die Antwort der Bundesregierung auf die Frage, warum man immer noch an der nutzlosen Zeitumstellung festhält könnte ein Zitat aus “Per Anhalter durch die Galaxis” sein: weil es alle so machen. Es gehe allein um die “Harmonisierung der Sommerzeit” in der EU, die sei “für ein reibungsloses Funktionieren des Binnenmarktes unerlässlich”. Auf die viel naheliegendere Lösung, die Abschaffung der Sommerzeit weltweit ist man anscheinend nicht gekommen. Ein weiterer Beweis dafür, dass wir in Wirklich eben doch von einer Bande von Telefonhörerdesinfizierern abstammen.

29 März
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Wo bitte bleibt der Frühling?

Kofferraum voller Kaminholz

Ich weiß wirklich nicht mehr genau, wie viele Ladungen Holz ich diesen Winter geholt und aufgestapelt habe. Es ist zwar praktisch, dass ich in den Kia 5 Schubkarren (Schiebkarren, wie man in Oberbauer sagt) laden kann, trotzdem bin ich es absolut leid. So gerne wie ich am Kaminofen sitze, würde ich nach einem gefühlten Jahr widerlicher Temperaturen doch lieber wieder einen Hauch von Frühling spüren. Ich habe sogar schon Tagträume, in denen ich mich mit Schlappen und Badehose schwitzend am Grill stehen sehe. Es soll verdammt noch mal endlich Frühling werden.

27 März
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Der mechanische Roboter der Frau Tulipan


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Hurra! Die Liebste hat mir aus dem wunderbaren Laden von Frau Tulipan in Zürich einen prima Blech-Roboter mitgebracht, der sogar laufen kann. Auch das Kätzchen findet ihn augenscheinlich sehr spannend.

kaetzchen_und_roboter.JPG

24 März
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The devil stole the beat from the Lord


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Geschafft! Wieder mal alle Nachtdienste schadlos überstanden. Ich habe zwar neulich gelesen, dass Schichtdienst besonders im Krankenhaus dazu geeignet ist Krebs zu verursachen, dafür brauche ich mir aber wenigstens keine Gedanken um meine Raucherei zu machen. Weshalb man später die Kollegen von der Onkologie besucht ist ja dann egal. Außerdem habe ich letzte Nacht noch eine spannende Geschichte von einem Patienten aus der ehemaligen DDR gehört, den man noch 1988 wegen versuchter Republikflucht für ein Jahr verknackt hat. Die Stasi hat den armen Kerl von Chemnitz aus bis nach Prag verfolgt und ihn dann erst mehrer Tage observiert, bevor sie ihn auf dem Weg zur Grenze hoch genommen haben. Von dort aus hat man ihn per Flugzeug wieder in die DDR geschafft und verurteilt. Was Herr Sellering wohl dazu sagen würde? Aber schließlich war ja auch unter Adolf nicht alles schlecht. Immerhin gab es noch leere Autobahnen und irgendwie hatte jeder Arbeit. Vielleicht sollte Herr Sellering nach Nordkorea übersiedeln. Dort ist ebenfalls nicht alles schlecht. Zumindest nicht, seitdem man auch dort eine Pizza bestellen kann.

23 März
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Bilder aus dem Bunker

Alter deutscher Atombunker

Ab Ende März kann man im Ort Urft in der Eifel den ehemaligen Atombunker der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen besichtigen. Die 1000 Quadratmeter große Anlage wurde 1965 in Betrieb genommen und sollte der Amtssitz der Regierung im Ernstfall werden. Dazu war der Bunker unter anderem mit einer kompletten Radiostation ausgerüstet, über die der Bevölkerung der Kriegsverlauf geschildert werden sollte. Im Gegensatz zu ähnlichen Anlagen, die nach ihrer Schließung abgebaut wurden oder einfach vergammelten, ist dieser Bunker bis heute im Originalzustand erhalten geblieben und immer noch funktionsfähig. Einem Ernstfall hätte der Bunker aber wohl nicht standgehalten, denn schon 1961 hatten die Russen eine Bombe entwickelt, die 4000 Mal stärker als die der Atombombe von Hiroshima war.

Fotos und weitere Informationen zum Bunker

23 März
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Kampf um Germanien

Screenshot Kampf um Germanien

Gestern Abend zeigte das ZDF den ersten Teil einer Dokumentation über die Hintergründe der berühmten Varusschlacht, in der die Armee des römischen Statthalters Varus von den germanischen Stämmen unter der Führung des Arminius vernichtend geschlagen wurde. Die Doku ist spannend gemacht und scheint die Vorgänge so weit es möglich ist sehr realistisch darzustellen. Leider habe ich gestern die Hälfte verpasst, aber dem Internet sei Dank gibt es alles auch online beim ZDF.

ZDF-Video: Kampf um Germanien
Infoseite zum Thema ebenfalls beim ZDF