Orden des Leibowitz



26.02. 2009

Wenn man Facebook nicht verstanden hat

facebook.pngJemanden, der sich auf einer Party in die hinterste Ecke stellt, mit niemandem redet und dann fluchtartig den Raum verlässt, sobald er doch von einem anderen Gast angesprochen wird, würde man wohl zu recht als etwas seltsam bezeichnen. Genauso hat sich der Autor Jan Heidtmann von der Süddeutschen Zeitung bei Facebook verhalten und dazu einen Artikel mit dem Resümee, das soziale Netzwerke nicht taugen geschrieben. Eine Abneigung gegen Netzwerke dieser Art zu haben und sie nicht zu benutzen, ist völlig in Ordnung und so manche Kritik daran ist auch gerechtfertigt. Aber den Sinn einer solchen Plattform nicht verstanden zu haben und dann daraus eine Schlussfolgerung zu ziehen ist reichlich dämlich. Menschen wie Heidtmann die nicht wissen, wozu Seiten wie Facebook angelegt worden sind, tummeln sich dort aber zahlreich. Neulich bekam ich dort wieder einige Freundschaftsvorschläge von Personen, die schon zu meinem virtuellen Freundeskreis gehören. In der Regel nehme ich diese Vorschläge an, denn man weiß ja nie, wofür es mal gut sein kann. Ein Benutzer schrieb mir allerdings zurück, dass er bei Facebook grundsätzlich nur Menschen die er persönlich kennt in seine Freundesliste aufnimmt. Darüber bin ich zwar nicht gleich in Tränen ausgebrochen, habe mich aber gefragt, was solche Leute bei Facebook suchen. Meinen echten Freunden kann ich doch E-Mails schreiben, sie anrufen oder mich mit ihnen treffen. Dafür brauche ich doch bestimmt kein soziales Netzwerk im Internet. [via]

Kategorie: Leben
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