Archive for Februar, 2009

27 Februar
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Das erste Navi der Welt

Fours Plus Routefinde 1920

Auf diesem Foto sehen Sie das wahrscheinlich erste Navigationssystem der Welt. Der “Plus Fours Routefinder” stammt aus dem Jahr 1920, braucht kein GPS und kann am Handgelenk getragen werden. Vor Fahrtbeginn legt man einfach eine der Rollen mit der Wegbeschreibung ein und rollt sie während der Fahrt weiter. Am Ziel erscheint der Hinweis “Stop”. Das wunderbare Gerät gehört zur Sammlung von Maurice Collins, der sich seit Jahrzehnten technischen Wunderwerken der Vergangenheit widmet. Erstaunlicherweise konnte ich das einzige Foto der Navigation auf dieser vietnamesischen Nachrichtenseite(?) finden. Da ich gerade vom Nachtdienst gekommen bin, führt mich mein persönlicher Routenplaner gleich nur noch ins Bett.

26 Februar
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Wenn man Facebook nicht verstanden hat

facebook.pngJemanden, der sich auf einer Party in die hinterste Ecke stellt, mit niemandem redet und dann fluchtartig den Raum verlässt, sobald er doch von einem anderen Gast angesprochen wird, würde man wohl zu recht als etwas seltsam bezeichnen. Genauso hat sich der Autor Jan Heidtmann von der Süddeutschen Zeitung bei Facebook verhalten und dazu einen Artikel mit dem Resümee, das soziale Netzwerke nicht taugen geschrieben. Eine Abneigung gegen Netzwerke dieser Art zu haben und sie nicht zu benutzen, ist völlig in Ordnung und so manche Kritik daran ist auch gerechtfertigt. Aber den Sinn einer solchen Plattform nicht verstanden zu haben und dann daraus eine Schlussfolgerung zu ziehen ist reichlich dämlich. Menschen wie Heidtmann die nicht wissen, wozu Seiten wie Facebook angelegt worden sind, tummeln sich dort aber zahlreich. Neulich bekam ich dort wieder einige Freundschaftsvorschläge von Personen, die schon zu meinem virtuellen Freundeskreis gehören. In der Regel nehme ich diese Vorschläge an, denn man weiß ja nie, wofür es mal gut sein kann. Ein Benutzer schrieb mir allerdings zurück, dass er bei Facebook grundsätzlich nur Menschen die er persönlich kennt in seine Freundesliste aufnimmt. Darüber bin ich zwar nicht gleich in Tränen ausgebrochen, habe mich aber gefragt, was solche Leute bei Facebook suchen. Meinen echten Freunden kann ich doch E-Mails schreiben, sie anrufen oder mich mit ihnen treffen. Dafür brauche ich doch bestimmt kein soziales Netzwerk im Internet. [via]

24 Februar
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Das letzte Bier vor der Fastenzeit

Das letzte Bier vor der Fastenzeit
Am Aschermittwoch ist bekanntlich alles vorbei, hauptsächlich aber der Karneval und schlimme Büttenreden im Fernsehen. Außerdem beginnt morgen die Fastenzeit und man hat die Gelegenheit in der Zeit vor Ostern seinen Körper oder die Seele, vielleicht sogar beides etwas etwas in Schwung zu bringen. Allen, die in irgendeiner Art und Weise fasten möchten, wünsche ich eine gewinnbringende Zeit.
Botschaft des Papstes zur Fastenzeit 2009
Dossier über die Fastenzeit bei katholisch.de
7 Wochen – Fastenaktion der evangelischen Kirche
SMS-Fasten bei Kirche TV

24 Februar
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Handgeschnitzte Monster aus japanischen Filmen

Handgeschnitzte Monster aus japanischen Filmen

Oh, schlag’ ruhig, mein klopfend Herz, diese Monster sind wirklich großartig! Ich bin ja ein großer Freund von Godzilla und den anderen Monstern, die uns die japanischen Toho-Studios seit mehr als 50 Jahren bescheren. Erst kürzlich habe ich Godzilla – Final Wars geschenkt bekommen und bin begeistert. Darin bekommen Sie alle oben abgebildeten Monster zu sehen, noch weitere Monster und natürlich den guten alten Godzilla. Außerdem bekommt man Helden zu sehen, die in Nazi-Uniformen gegen Aliens kämpfen und einen Typ der aussieht wie Saddam Hussein mit einem Samuraischwert. Aber zurück zu den Figuren. Die sind nämlich nicht aus dem üblichen Plastik gegossen, sondern handgeschnitzt und auf eine Stückzahl von 20 Stück limitiert. Hergestellt werden sie von einer Firma in Japan, die sich bisher auf die Herstellung von Samurai-Figuren spezialisiert hat. Leider sind die Figuren nicht ganz billig, so liegt der Preis zwischen 3000 und 23.000 Dollar. [via]

23 Februar
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Das Fest Kathedra Petri

Petrus

Spannend an Kirche ist, dass man immer wieder etwas neues entdecken kann. Gestern zum Beispiel war der kirchliche Festtag Kathedra Petri, der mir noch unbekannt war. Im Schott-Messbuch steht dazu:

Die Zeit vom 13. bis 23. Februar war im heidnischen Rom der Erinnerung an die verstorbenen Angehörigen geweiht. Bei der Feier wurden für die Toten Speisen und ein Stuhl (cathedra) bereitgestellt. Die Christengemeinde gedachte in dieser Zeit des Apostels Petrus, des Vaters ihres Glaubens. Die kirchliche Ablehnung des Totenmahls seit dem 4. Jahrhundert hatte zur Folge, dass man den Stuhl des Petrus nunmehr als Lehrstuhl, als Symbol des Lehramts verstand. Gegenstand des christlichen Festes war aber nicht der Stuhl, sondern die Übernahme des römischen Bischofsstuhls durch den hl. Petrus, oder richtiger: die Berufung des Petrus zum Lehramt in der Kirche.

Von den römischen Totenmahl habe ich vor ein paar Jahren beim Besuch der Priscilla-Katakombe in Rom gehört. Damals traf man sich wohl am Eingang der Katakombe und speiste recht zwanglos. Der Nachfolger hingegen ist ein erzkatholisches Manifest ähnlich wie Fronleichnam, geht aber noch darüber hinaus, da es den Anspruch und die Autorität des Papstes in Rom hervorhebt, wie es Papst Benedikt gestern betonte:

Die Kathedra des Petrus symbolisiert die Autorität des Bischofs von Rom, der innerhalb des ganzen Gottesvolkes zu einem besonderen Dienst berufen ist. Gleich nach dem Martyrium der heiligen Petrus und Paulus wurde der Kirche von Rom ein Primat in der ganzen katholischen Gemeinschaft zuerkannt – eine Rolle, die schon zu Anfang des zweiten Jahrhunderts vom heiligen Ignatius von Antiochien und vom heiligen Irenäus von Lyon bezeugt wird.

Also ein für die Ökumene absolut untaugliches Fest aber muss ja auch nicht, denn jede christliche Glaubensrichtung hat ihre Feste, die ihre eigene Exklusivität besonders darstellt, ansonsten wären sie auch nur beliebig austauschbare Gebilde. Der Unterschied für mich ist lediglich, dass ich den Inhalt für wahr halte. Schließlich hat es mich auch einiges gekostet, ihn anzuerkennen. Außerdem kommt er nach den Tagen der mehr oder weniger gerechtfertigten Papstkritik geradezu gelegen, um einmal an den eigentlichen Sinn und Zweck des Papstamtes zu erinnern. Deshalb weiter unten auch der Link zur Geschichte des päpstlichen Primats.

Lesungen zum Fest Kathedra Petri im Schott Messbuch
Papst betont römischen Primat – Angelusgebet vom 22.02.2009
Kathedra Petri erklärt – Generalaudienz des Papstes vom 22.02. 2006
Geschichte des päpstlichen Primats von Klaus Schatz

23 Februar
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Einen für die Session


YouTube-Direktlink

Das rheinische Narrentum kommentiert der Westfale zwar höchstens mit einem Kopfschütteln nach den dritten Doppelkorn, trotzdem soll der karnevalistischen Jahreszeit auch in diesem Weblog Rechnung getragen werden. Zu diesem Anlass also das einzig wahre Liedgut für katholische Närrinen und Narrhalesen von Jürgen Becker. Die Liedzeile “95 Thesen, das sind uns viel zuviel. Wir brauchen 100 Tresen und ‘nen Tisch für’s Kartenspiel” sagt eigentlich alles.

23 Februar
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Piercings und schlechtes geistliches Liedgut

Hier ein kleines Beispiel aus der Abteilung gänzlich sinnfreier Lieder für den Gottesdienst. Bitte beachten Sie die sozialkritische Anmerkung in der vierten Strophe:

1. Ohne Wasser können wir nicht leben, Frucht und Ernte kann es dann nicht geben! Ja, Gott schenkt uns Wasser hier auf Erden, darum soll dies unser Danklied werden.

2. Brunnen fließen und die Quellen springen, Bäume wachsen, Felder Früchte bringen.

3. Auf den Feldern wirken Tau und Regen und die Sonne unsern Erntesegen.

4. Flüsse, Seen gilt es auch zu pflegen, reines, gutes Wasser ist ein Segen.
© Text und Melodie: Wolfgang Longardt

Als dieses Lied gestern im Taufgottesdienst meiner Nichte in spe gesungen wurde, musste ich mehr oder weniger innerlich richtig lachen. Davon abgesehen war der Gottesdienst aber völlig in Ordnung, wenn auch für meinen Geschmack etwas zu sehr auf Kinder als auf Teenager ausgerichtet. Größer war das Problem die richtige Kirche zu finden, denn die Stadt Dorsten verhält sich damit geradezu geheimniskrämerisch. So ergab es sich, dass wir erst bei den Neu-Apostolen (Sektierer! Dreh sofort um!) und dann an der evangelischen Erlöser-Kirche (Im Ausmaß seiner Hässlichkeit imposantes Gebäude) landeten. Durch die Hilfe freundlicher Einwohner konnten wir die richtige Kirche aber dann doch noch finden. Auffällig erschien mir zudem noch die Anzahl von Fitness- und Tattoo-Studios. In einem konnte man sich sogar gleichzeitig piercen, tätowieren, frisieren und die Nägel machen lassen. Da konnte ich den Dorstener, der erschöpft aus dem Injoy kommt um sich zum Abend noch schnell die Haare legen und den Prinz Albert ölen zu lassen direkt vor mir sehen.

22 Februar
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Wie ich fast ein schlimmes Buch verschenkt hätte

Bücher

Seitdem es den elektronischen Buchhandel in Form von Amazon gibt, gehe ich nicht mehr sehr oft in Buchhandlungen. Eigentlich nur wenn ich es nicht mehr rechtzeitig geschafft habe, ein Buch bei Amazon zu bestellen. So auch letzten Freitag, als ich mich aufmachte, um ein Buch zur Taufe meiner 14jährigen Nichte in spe zu erwerben. Die Auswahl an religiöser Literatur in der örtlichen Buchhandlung war leider nicht sehr groß, und zumeist auf kleinere Kinder gemünzt. Also ging ich auf den Vorschlag der Buchfachverkäuferin ein, die mir “Gespräche mit Gott – Meditationen” empfahl. Ich fragte extra nach, ob dieses Buch auch christlich christlich und nicht vielleicht esoterisch christlich oder sonst ein Unfug sei. Die Dame verneinte das und sagte, vom Autor Neale Donald Walsch wäre zwar nicht alles zu empfehlen aber dieses Buch sei sehr gut. Zugegeben hatte ich es etwas eilig und auf den ersten Blick sah es auch ganz interessant aus, also habe ich mich auf den Rat der Verkäuferin verlassen und das Buch gekauft.
Was für ein Segen, dass ich mir es nicht habe einpacken lassen, denn als ich das heute Morgen tun wollte, habe ich vorher nochmal einen Blick hinein geworfen. Stutzig wurde ich bei der Meditation über Religion und Spiritualität:

Die Religion kann die Spiritualität nicht ausstehen.
Sie kann sich nicht mit ihr abfinden.
Denn die Spiritualität kann dich zu einer anderen
Schlussfolgerung gelangen lassen als zu der
bestimmten Religion – und das kann keine
der bekannten Religionen tolerieren.

Die Religion fordert dich auf, die Gedanken anderer
zu erforschen und sie als deine eigenen zu akzeptieren.
Die Spiritualität lädt dich dazu ein, die Gedanken anderer
beiseite zu schieben und mit eigenen aufzuwarten.

Klingt nicht nach Weisheiten die man einem jungen Mädchen zu Taufe zukommen lassen sollte. Nach einem Blick in die Wikipedia war dann alles klar, Walsch glaubt an viele Dinge, der Gott des Christentums ist allerdings nicht darunter. Seine Lebensgeschichte ist zwar recht spannend, so wurde er nach einem völlig normalen Leben plötzlich arbeits- und obdachlos und musste sich sein Geld durch das Einsammeln von Dosen verdienen. Leider ist der Mann in dieser Zeit anscheinend auch komplett wahnsinnig geworden, denn kurz hiernach begann seine spirituelle Verkündigung. Die Botschaft von Walsch ist kurz gesagt:

Wir sind alle eins, und damit alle Teil des Universums, Teil all dessen was ist, Teil Gottes, wir sind alle Gott, Gott ist Leben und Leben ist Gott, Leben ist nicht nur in der belebten, sondern auch in der sogenannten unbelebten Natur, alles ist in Schwingung … Die Schöpfung ist Gott im Akt der „Selbsterfahrung“. Der, der einfach ist, will nicht nur von sich wissen, sondern will sich in seiner Grandiosität wahrnehmen und erfahren, und dieser Gott hat keine Bedürfnisse, er (ver-)urteilt nicht und er verdammt nicht … Diese und weitere Aussagen Walschs vermitteln eine deutlich panentheistisch geprägte Welt- und Gottesanschauung. [Quelle]

Das Buch werde ich die Tage wieder umtauschen und der Nichte lieber ein anderes Buch über Amazon zukommen lassen. Der traditionelle Buchhandel hat sich zumindest für meine Bedürfnisse wieder mal als nicht konkurrenzfähig erwiesen. Hätte ich dort gleich ein paar Rezensionen abrufen können oder gesehen, was andere, die dieses Buch gekauft haben außerdem gut finden dann wäre das Thema Walsch schnell erledigt gewesen. Ach ja, hat jemand von Ihnen vielleicht eine Buchempfehlung für eine frisch getaufte 14 Jahre alte Protestantin?

21 Februar
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Frische Links zum Wochenende

Netbooks: Tipps, Tutorials und Downloads
Umfangreiche Linksammlung bei Dr. Web rund um das Thema Netbook, mit Infos zum Austausch der Hardware, nützlicher Software und vielem mehr.

Open Source Windows
Liste mit viel freier Software für Windows. Kann man nicht oft genug vorstellen :)

Phantastik-Couch.de
Rezensionen zu Büchern aus den Bereichen Science Fiction, Fantasy, Horror und Mystery. Außerdem gibt es ein Forum zum Austausch mit Gleichgesinnten.

Catalogue of Digitized Medieval Manuscripts
Suchmaske um digitalisierte alte Handschriften und Manuskripte leichter zu finden. Darunter sind sehr interessante Schriften.

Der Trend zum Kreationismus ist ungebrochen
Jeder achte Lehramtsstudent zweifelt an der Evolution – auch künftige Bio-Lehrer, warnt Dittmar Graf von der TU Dortmund im Interview. In zwei Studien fand er heraus: Schuld trägt nicht allein die Religion.

15 Desktop Blogging Tools Reviewed
15 Programme mit denen man vom eigenen Desktop aus bloggen kann kurz vorgestellt.

Eigene Farben für Google-Mail
GMail kann jetzt neben den Themes auch eigene Farbkompositionen anzeigen. Einfach mal unter Einstellungen – Designs nachsehen.

Exit Fate
Ein kostenloses Rollenspiel für Windows. Hübsche Grafik und sieht sehr umfangreich aus.

20 Februar
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Comic: Hannibal goes to Rome

Screenshot Webcomic Hannibal

Wie Sie sicherlich wissen, wurde der zweite Punische Krieg zwischen 218 und 201 v. Chr. von Rom und Karthago geführt und ist hauptsächlich durch Hannibals Überquerung der Alpen bis heute in Erinnerung geblieben. Wenn Ihnen das Thema in den Geschichtsbüchern zu trocken ist, können Sie ja stattdessen die Comicversion von Hannibals Abenteuern im Kampf gegen die Römer lesen. Die Geschichte gibt es als gut gezeichnetes und manchmal auch witziges Webcomic. An einer Stelle fragt zum Beispiel sein Vater den jungen Hannibal wen er hasst. Dieser antwortet: “Rom. Aber bald schon werde ich ein Teenager sein und alles hassen!”.

Webcomic Hannibal goes to Rome