Rauchen als Krankheit

Foto: Scifr
Da hatten wir schon länger kein Foto einer rauchenden Frau im Weblog. Der heutige Anlass ist die Meldung der Bundesärztekammer, Rauchen endlich als Krankheit anzuerkennen. Rauchen sei schließlich kein Livestyle-Problem, das man sich einfach abgewöhnen könne. Dazu empfehle ich Ihnen den amüsanten Kommentar von Herrn Zippert in der Welt, der uns Rauchern Ersatzprogramme mit der Vergabe von Mentholzigaretten und die Zigarette danach (Nein, nicht die nach der Beichte) nur in Anwesenheit eines Arztes prophezeit. Ernsthaft betrachtet ist die Forderung der Ärzte aber durchaus berechtigt, zumindest wenn man seine Krankenkasse nutzen möchte um mit dem Rauchen aufzuhören. Denn im Gegensatz zum Missbrauch von Alkohol, Medikamenten und illegalen Drogen gibt es meine Wissens bisher noch keine Entgiftungen oder gar Therapien für Raucher. Auch gibt es mittlerweile Medikamente jenseits von Kaugummis und Nikotinpflastern auf dem Markt, die wirklich bei der Abgewöhnung helfen, aber auch ihren Preis haben. Warum werden die Kosten für solche Mittel nicht von den Kassen übernommen?
Bisher hat es der Staat und die Gesellschaft nur geschafft, aus Rauchern unerwünschte Schädlinge am anscheinend ansonsten gesunden Volkskörper zu machen, die ihrer Sucht mehr oder weniger auf Kosten anderer Menschenleben nachgehen. Da wäre es nur angemessen, denjenigen zu helfen, die ihrer Sucht abschwören wollen, es aber mit dem guten Willen allein nicht schaffen.



