Computer-Ausstattung damals und heute
Lorelle VanFossen beschreibt in ihrem Weblog wie sich ihre technische Ausstattung über die Jahre verändert hat. Mein erster Computer war ein C64 den ich 1981 zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Als Monitor benutzte ich einen alten schwarz-weiß Fernseher und zur Datenspeicherung zuerst eine Datasette und später dann das riesige externe Floppy-Laufwerk von Commodore. Irgendwann hatte der Brotkasten ausgedient und wurde mir freundlicherweise von meinen Eltern durch einen Amiga 500 ersetzt, der 1987 immerhin knapp über 1000 DM kostete. Anfang der 90er Jahre saß ich während meiner ersten Ausbildung vor einigen Knubbelmacs und arbeitete privat mit diversen PCs aus der 286er- und 386er-Reihe auf denen man auch prima Doom spielen konnte.
Meine ersten Erfahrungen mit dem Internet machte ich an einem PC von Vobis (wer kennt die noch?) mit seinerzeit rasanten 300 MHz, an dem ein uralter 15 Zoll-Monitor mit leichten Farbfehlern angeschlossen war. Zusätzlich hatte ich noch einen riesigen Farbdrucker von Epson und einen Billig-Scanner, der ebenso langsam wie laut war. Den Zugang zum Netz stellte AOL über ein 56k-Modem her, das unglaublich langsam war und sich in regelmäßigen Abständen aus dem Internet verabschiedete. In der Folgezeit gab es noch diverse PCs mit jeweils besseren Prozessoren und einen teuren Fehlkauf in Form eines Notebooks von einer Firma die nicht mehr existiert und deren Namen ich vergessen oder verdrängt habe. Mein letzter PC war ein kompletter Eigenbau, der damals einiges gekostet hat aber dafür auch mit allerlei netter Hardware ausgestattet war. Das Gehäuse sah so ähnlich aus, wie das im Bild und ist heute noch im Einsatz. Als Drucker benutze ich einen gebraucht gekauften Laserdrucker von OKI, der ebenfalls noch von einem Bekannten benutzt wird.
Nach einem kompletten PC-Crash hatte ich die Nase voll und bestellte mir einen eMac und erhielt damit meine Eintrittskarte in die Apple-Welt. Computer und Monitor in einem Gehäuse waren für mich schon ein bedeutender Fortschritt und nicht wenige Blog-Einträge und Websites sind an diesem Rechner entstanden, der mich bis heute niemals enttäuscht hat und nachwievor seine Dienste tut. 2005 kam über eBay ein iBook G3 dazu, das ich immer noch für das schönste Notebook von Apple halte. Leider wurde es mir noch im gleichen Jahr gestohlen, so dass ich mir bei Erscheinen ein MacBook zulegte, mit dem ich bisher am kreativsten arbeiten konnte. Ende 2007 gab es leider seinen Geist auf und wurde vorläufig durch ein günstiges Notebook von Asus ersetzt, das zwar etwas groß und klobig ist aber dafür schnell und dank Ubuntu-Linux stabil seine Arbeit verrichtet.

Neulich konnte ich mein MacBook dank einiger Hardware-Implantationen wieder reanimieren, weshalb ich zur Zeit mit zwei Notebooks arbeite. Eines hat eine defekte Tastatur und das andere kann trotz eingebaute Karte kein WLAN. Zusätzlich bin ich mit einer schicken Funkmaus von Tchibo, einem Scanner von Epson, einer Canon Powershot A410, einem OKI B4100 und einer Mac-Tastatur von Logitech ausgestattet. Der Kabelwust unter meinem Schreibtisch ist deshalb enorm angewachsen, doch mithilfe der selbstgebauten Kabelbox kann ich auch dem Herr werden. Das einzige was ich demnächst anschaffen muss, ist ein weiterer USB-Hub mit einem Kartenleser.
Wenn ich mir die Entwicklung seit meinem ersten C64 vor 27 Jahren ansehe, bin ich nicht mal sicher, ob ich sie in jeder Hinsicht positiv sehe. Natürlich sind Computer heute wesentlich leistungsfähiger, doch manchmal wünsche ich mir die verlorene Vielfalt und Einfachheit der Heimcomputer zurück.




Oh die guten alten 386er…. Ich weiß noch, was für ein Quantensprung mein erster 486!!! war!!
Das waren noch Zeiten! :-)