Orden des Leibowitz



22.03. 2008

Erzbischof Robert Zollitsch im Gespräch

Die evangelische Kirche ist theologisch gesehen nicht im gleichen Sinne Kirche wie wir, und sie will es in diesem Sinne auch nicht sein. Diesen Unterschied muss man sehen. Aber etwas anderes ist die soziologische Sicht. Unter diesem Aspekt kann ich ihr das Kirchesein nicht absprechen. Zu meinem theologischen Verständnis von Kirche gehört, dass Kirche eine sichtbare Gemeinschaft ist, dass sie durch das Amt geprägt ist, dass sie die Vollzahl der Sakramente hat.

Der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, über alte Riten, den neuen Atheismus, zu wenige Kinder in Deutschland und die Rolle des Glaubens in den USA. Außerdem erläutert er seine Äußerungen zum Zölibat und zum Kirchesein der EKD aus einem vorhergegangenen Interwiew.

Interview mit Erzbischof Zollitsch

Nebenbei: Ich kann nicht nachvollziehen, warum die Redaktion der Welt online nicht endlich die Kommantarfunktion löscht. Die dortigen Kommentare haben in der Regel nicht einmal das schlechte Niveau des Heise-Forums zu seinen besten Zeiten und sind bei bestimmten Themen ein Tummelplatz für Islamophobe und andere Gestörte.

Kategorie: Religion
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aardvarks

Bisher 4 Kommentare

  1. Elsa sagt:

    Ich möchte dir gerne beipflichten, diese Kommentarfunktion ist unerträglich, niemand würde das auf seinem Blog dulden.
    Ich bin dazu übergegangen, keinerlei Medien mehr zu verlinken, die derartige Agitationen stehen und zulassen.

  2. Frank Mazny sagt:

    Es ärgert mich besonders, weil ich seit mehreren Jahren die WELT abonniert habe, und sie nachwievor für eine gute Zeitung halte. Die Online-Ausgabe ist jedoch oft jenseits von Gut und Böse. Die Artikel der Online-Redaktion sind in der Regel schlecht recherchiert und strotzen vor Tippfehlern, die Kommentare hatte ich ja schon erwähnt. Eigentlich schade, dass sich ein renommiertes Blatt sein Profil durch seine Präsenz im Internet versaut. Aber anscheinend wollen sie es nicht anders.

  3. Thomas sagt:

    Der Haken mit der Meinungsfreiheit ist ja, dass sie eben auch allen anderen eine Meinung zubilligt. Meinungsfreiheit nur auf die eigene Meinung zu beziehen, hat ungefähr den gleichen Sinn wie, die Aussage, wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht. Dabei schließe ich Niveaulosigkeit und geistige Durchfallerscheinungen ausdrücklich mit ein, ohne so etwas ertragen zu können, kann man auch nicht von Meinungsfreiheit reden.
    Natürlich hat jeder dann auch das Recht die entsprechenden Medien oder Foren zu meiden. Allerdings wird man dann entweder irgendwann ziemlich viel meiden müssen, oder sich nur noch aus eintönigen Quellen bedienen können. Aber das ist dann ein anderer Haken.

  4. Interessant, einen Unterschied zwischen Ansicht und Meinung zu machen und damit am Ende doch nur eine Herabstufung der anderen Meinung im Auge zu haben. Ich schreibe in meinem Blog zeitweise eher viel. Vielleicht zu viel. Nach deiner Definition, Elsa, sind es vielfach Ansichten. Ja. Es sind Ansichten. Eigentlich finde ich es ist beides. Ansichten und Meinungen. Der Unterschied in diesem Fall ist, dass ich es in meinem Blog tue. Das hast du ja, wenn ich richtig verstanden habe, nicht gemeint. Du machst aber einen Unterschied zwischen einer qualitativ hochwertigen Meinung und einer eben mal “losgelassenen” Ansicht, die man dazu womöglich noch unter einen intellektuellen anspruchvollen Artikel eines unserer Mainstreamedien setzt. Richtig verstanden?
    Da muss ich dir sagen, dass ich eher Thomas’ Meinung teile. Ganz nach dem Motto: Jeder hat das Recht auf meine Meinung.

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punchintheface

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