Archive for März, 2008

30 März
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Miss Landmine

Screenshot misslandmine.org

Die 25jährige Maria Restino Manuel arbeitet als Verkäuferin, ihr Traum aber wäre es den Beruf der Krankenpflegerin zu erlernen. Zur Zeit hat sie einen festen Freund und blau ist ihre Lieblingsfarbe. Außerdem hat ihr 1997 eine aus rumänischer Herstellung stammende Landmine mit 120g TNT das rechte Bein zerfetzt. Damit ist sie bei der Wahl zur Miss Landmine allerdings keine Besonderheit, denn alle 10 Teilnehmerinnen sind durch eine dieser Waffen verstümmelt worden. Auf der Website dieser Misswahl können Sie noch bis zum zweiten April über die Favoritin abstimmen, die als Preis eine Beinprothese erhält.
Diese ungewöhnliche Aktion hat der norwegische Künstler Morten Traavik ins Leben gerufen, der damit ein “Kunstprojekt mit humanitärem Anspruch” vorstellen möchte. Durch diese Projekt hat sich Traavik viele Kritiker geschaffen, die die Wahl “geschmacklos und voyeuristisch” finden und der Meinung sind, dass die Opfer dadurch ausgebeutet werden. Insbesondere wird kritisiert, dass mit den Daten der Frauen auch die Preise der Kleider und des Schmucks erwähnt werden. Dabei ist gerade das interessant, denn dadurch erfährt man, dass die jeweilige Landmine bloß die Hälfte eines Kleides gekostet hat.
Das mag zynisch erscheinen, man könnte es aber auch als schlichten Realismus bezeichnen. Denn solange ein afrikanischer Machthaber oder Rebellenführer aus dem später ein schlimmerer Despot wird als sein Vorgänger, für eine Mine weniger bezahlt als eine Frau für ein hübsches Kleid wird dieses Übel wohl kein Ende nehmen. Dass diese ungewöhnliche Misswahl längerfristig zur Bewältigung dieses Problems beiträgt sei dahin gestellt. Trotzdem hat sie zumindest kurzfristig an die Landminen in Afrika erinnert.
Miss Landmine Angola 2008

25 März
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Sammlung deutscher Filmplakate

Filmplakat Godzillas TodesprankeMögen Sie Filmplakate? Wenn ja, sind Sie auf der Homepage von Herrn Volkmann genau richtig. Der gute Mann hat über die Jahre gut 2000 deutsche Filmplakate gesammelt und online gestellt. Als langjähriger Freund der Riesenechse gefallen mir natürlich die Plakate zu den Godzilla-Filmen sehr gut, aber es gibt auch weitere Schätze aus allen Sparten des Film-Genres zu bewundern. Wunderbar sind fast alle Plakate aus der Trash-Ecke, die schon einen Vorgeschmack auf die Qualität des Film bieten. Beim ersten Stöbern haben mir “Nachts wenn das Skelett erwacht“, “Neun Mädchen auf der Hölleninsel” und “Der Koloss von Konga” gut gefallen. Interessant scheint auch “Nacht der Vampire” zu sein, in dem unser pelziger Freund Chewbacca aus Star Wars die Hauptrolle übernommen hat. Die Seite selbst ist sehr übersichtlich und die Filmplakate sind alphabetisch geordnet. Filmfreunde können dort ausgiebig stöbern.
Filmplakat-Oldies

25 März
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Sankt Leibowitz und der Server des Grauens

Alte Computer
Möglicherweise ist jemandem meiner Leserinnen und Leser aufgefallen, dass der Orden des Leibowitz in letzter Zeit nicht immer online ist. Begonnen haben die Ausfälle im Februar und treten seit diesem Monat immer häufiger auf. In den letzten Tagen war der Server dann bis zu dreimal täglich für manchmal mehrere Stunden nicht mehr zu erreichen. Bisher gab es noch keine Stellungnahme des Providers, obwohl inzwischen mehrere Personen die Probleme im hauseigenen Forum angesprochen haben.
Am Anfang sagte ich mir noch: “Was soll’s? Irgendwas ist ja immer”, doch langsam wird es ärgerlich. Bisher war ich immer zufrieden mit den Leistungen, für die ich umgerechnet lediglich 3,30,- EUR im Monat bezahle und mir ist auch bewusst, dass ich bei einem solchen Preis keine Wunder erwarten kann. Zumindest sollte aber der Server auf dem die Seiten liegen erreichbar sein. Ich warte ab. Falls sich in den nächsten Tagen nichts ändert, muss ich mich wohl oder übel auf die Suche nach einem neuen Provider begeben. Dabei würde ich gerne darauf verzichten, denn jede/r der mal mit mehreren .com- und .org-Domains samt einer MySQL-Datenbank umgezogen ist, wird wissen wovon ich rede. Hoffen wir also alle das beste.

24 März
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Wallpaper Frau unter Wasser

Fotografie von Tono Frissel

Toni Frissel (1907 – 1988) war eine amerikanische Fotografin, die für ihre Mode-Fotos, Bilder aus dem zweiten Weltkrieg und Porträts berühmter Amerikaner und Europäer, Kinder und Frauen aus allen Schichten bekannt war. Viele ihrer Bilder sind heute gemeinfrei, da sie sie der Library of Congress, der inoffiziellen Staatsbibliothek vermacht hat. Das dargestellte Foto stammt aus dem Jahr 1947 und stellt eine Frau beim Unterwassertanz dar. Es hat mir so gut gefallen, dass ich eine Wallpaper daraus gemacht habe, die Sie hier herunterladen können.

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23 März
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Osterspaziergang

Heute Mittag stand ich vor der Wahl, entweder einen weiblichen Teenager so lange anzubrüllen, bis sie drei Tage weinend in ihrem Bett gelegen hätte oder mich in mein Auto zu setzen und einen Freund zu einer ungelegenen Zeit mit einem spontanen Besuch zu belästigen. Da in meinem Kopf ab und zu noch Funken von Vernunft aufblitzen, habe ich letzteres gewählt, und bin dadurch an einen ausgedehnten und entspannenden Osterspaziergang geraten. Angesichts dessen und der Veröffentlichung von Goethes Faust vor 200 Jahren, soll hier die Hymne an den Frühling und an das Menschsein aus Goethes Drama erwähnt sein:

Vom Eise befreyt sind Strom und Bäche,
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Thale grünet Hoffnungs-Glück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dorther sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur;
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Ueberall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurück zu sehen.
Aus dem hohlen finstern Thor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feyern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden,
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbes Banden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluß, in Breit’ und Länge,
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s seyn.

Aus: Faust I, Vor dem Tor, Quelle: Wikisource

Den kompletten Akt können Sie beim Projekt Gutenberg nachlesen und Vorleser.net bietet kostenlos eine vorgelesene Version des Osterspaziergangs im MP3-Format an.

Anmerkung: Für diesen Artikel ist kein weiblicher Teenager angebrüllt oder verletzt, geschweige denn mit einem Kopfkissen erstickt worden. Danken Sie Gott und Herrn Goethe.

23 März
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Papiermodelle von Segelschiffen

In der letzten Zeit landen immer wieder Menschen auf diesem Weblog, die über diverse Suchmaschinen nach Papiermodellen von Segelschiffen gesucht haben und bisher bitter enttäuscht worden sind. Da ich die traurigen Gesichter und die kleinen rotgeweinten Augen vor meinem inneren Auge nicht länger ertragen kann, stelle ich an dieser Stelle zwei wunderbare Segelschiffe vor:

Die Sagres II

Papiermodell des Segeschiffs Sagres 2Die Sagres (ex Albert Leo Schlageter, Guanabara) ist eine portugiesische Bark. Sie diente ursprünglich als Segelschulschiff unter dem Namen Albert Leo Schlageter der deutschen Kriegsmarine. Seit 1961 fährt sie mit dem Namen Sagres als Segelschulschiff unter portugiesischer Flagge. Diesen Namen trug bereits ihre Vorgängerin, eine im Ersten Weltkrieg von England beschlagnahmte Bark, die unter deutscher Flagge den Namen Rickmer Rickmers trägt. Das Schiff wird daher häufig, vor allem außerhalb Portugals, als Sagres II bezeichnet. (Quelle: Wikipedia)
Download des Papiermodells mit ausführlicher Anleitung

Die Nippon Maru

Papiermodell des Segeschiffs Nippon MaruDie Nippon Maru ist eine Viermastbark aus Stahl, die heute als Museumsschiff in einem umgebauten Dock vor dem Yokohama Maritime Museum, Japan liegt. Sie wurde in der Kawasaki-Werft in Kobe unter der Baunummer 557 als Segelschulschiff für die Schule der Handelsmarine gebaut und lief am 27. Januar 1930 vom Stapel. Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie bis auf die Masten abgetakelt und lief für das Postministerium als Frachtschiff unter Motorkraft innerhalb Japans Gewässern. Nach dem Krieg wurde sie zu 29 Repatriierungsfahrten für japanische Staatsbürger eingesetzt. Von 1952 bis 1984 fuhr sie dann erneut als Segelschulschiff, auch wieder auf Strecken in die USA, bevor sie von der Nippon Maru II abgelöst wurde. (Quelle: Wikipedia)
Download des Papiermodells mit ausführlicher Anleitung

23 März
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Frohe Ostern!

Historische Osterpostkarte

Die Damen und Herren vom Goethezeitportal haben zum diesjährigen Osterfest eine kleine Sammlung historischer Postkarten aus dem frühen 20. Jahrhundert zusammen gestellt, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten.

In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern frohe Ostern und eine geruhsame Zeit, wie auch immer Sie sie verbringen werden. Falls Ihnen jedoch kleine geflügelte Jungen, die auf von Hähnen gezogenen Eiern reiten begegnen, sollten Sie die Finger vom Eierlikör lassen.

Ostereier in Bildern und Texten

23 März
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Wen sucht ihr?

Auferstehung Christi

In der Nacht aber, in welcher der Herrentag aufleuchtete, als die Soldaten, jede Ablösung zu zweit, Wache standen, erscholl eine laute Stimme im Himmel, und sie sahen die Himmel geöffnet und zwei Männer in einem großen Lichtglanz von dort herniedersteigen und sich dem Grabe nähern. Jener Stein, der vor den Eingang des Grabes gelegt war, geriet von selbst ins Rollen und wich zur Seite, und das Grab öffnete sich, und beide Jünglinge traten ein. Als nun jene Soldaten dies sahen, weckten sie den Hauptmann und die Ältesten – auch diese waren nämlich bei der Wache zugegen. Und während sie erzählten, was sie gesehen hatten, sehen sie wiederum drei Männer aus dem Grabe herauskommen und die zwei den einen stützen und ein Kreuz ihnen folgen und das Haupt der zwei bis zum Himmel reichen, dasjenige des von ihnen an der Hand Geführten aber die Himmel überragen. Und sie hörten eine Stimme aus den Himmeln rufen: “Hast du den Entschlafenen gepredigt?”, und es wurde vom Kreuze her die Antwort laut: “Ja.”

Auferstehung Christi

In der Frühe des Herrentages nahm Maria Magdalena, die Jüngerin des Herrn – aus Furcht wegen der Juden, da (diese) vor Zorn brannten, hatte sie am Grabe des Herrn nicht getan, was die Frauen an den von ihnen geliebten Sterbenden zu tun pflegten – mit sich ihre Freundinnen und kam zum Grabe, wo er hingelegt war. Und sie fürchteten, die Juden würden sie sehen, und sprachen: “Wenn wir auch an jenem Tage, da er gekreuzigt wurde, nicht weinen und klagen konnten, so wollen wir solches wenigstens jetzt an seinem Grabe tun. Wer aber wird uns auch den Stein, der an den Eingang des Grabes gelegt ist, wegwälzen, damit wir hineingelangen, uns neben ihn setzen und tun, was sich gehört? – denn der Stein war groß – und wir fürchten, dass uns jemand sieht. Und wenn wir es nicht können, so wollen wir wenigstens am Eingang niederlegen, was wir zu seinem Gedächtnis mitbringen, wollen weinen und klagen, bis wir wieder heimgehen.”

Und als sie hin gingen, fanden sie das Grab geöffnet. Und sie traten herzu, bückten sich nieder und sahen dort einen Jüngling sitzen mitten im Grabe, anmutig und bekleidet mit einem hell leuchtenden Gewand, welcher zu ihnen sprach: “Wozu seid ihr gekommen? Wen sucht ihr? Doch nicht jenen Gekreuzigten? Er ist auferstanden und weggegangen. Wenn ihr aber nicht glaubt, so bückt euch hierher und sehet den Ort, wo er gelegen hat, denn er ist nicht da. Denn er ist auferstanden und dorthin gegangen, von wo er gesandt worden ist.” Da flohen die Frauen voller Entsetzen.

Aus dem apokryphen Petrusevangelium, einem nichtgnostischen Evangelium, dessen erhaltene Fragmente teilweise in das 2. Jahrhundert zu datieren sind. Es gehört wie das Nikodemusevangelium (Acta Pilati) zu den Passionsevangelien, die sich vorwiegend mit Jesu Tod und Auferstehung befassen. Die wesentlichen Fragmente entstammen aus einem im Winter 1886/1887 im oberägyptischen Akhmim geöffneten Grab eines Mönches. (Quelle: Wikipedia)

22 März
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Das Periodensystem in Comics

Periodic Table of Elements in Comic Books

Den Link zu dieser Seite hatte ich vor Jahren entdeckt und dann durch einen kompletten Absturz von Windows 98 wieder verloren. Tatsächlich hat es Jahre gedauert, bis ich die Website heute wiedergefunden habe. Eine Website mit einem Periodensystem der Elemente ist ja an sich nicht besonderes, aber hier können Sie auf ein Element klicken und bekommen sein Erscheinen in alten amerikanischen Comics angezeigt. Wenn Sie zum Beispiel auf Radium klicken, können Sie sehen, dass es im Oktober 1979 in der 188. Ausgabe der Rächer auf Seite 17 erwähnt worden ist. Das ist nicht unbedingt die Art von Wissen, die man fürs Leben braucht, könnte Ihnen aber helfen, auf Parties mit amüsantem Halbwissen zu protzen.

The Periodic Table of ComicBooks

22 März
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Erzbischof Robert Zollitsch im Gespräch

Die evangelische Kirche ist theologisch gesehen nicht im gleichen Sinne Kirche wie wir, und sie will es in diesem Sinne auch nicht sein. Diesen Unterschied muss man sehen. Aber etwas anderes ist die soziologische Sicht. Unter diesem Aspekt kann ich ihr das Kirchesein nicht absprechen. Zu meinem theologischen Verständnis von Kirche gehört, dass Kirche eine sichtbare Gemeinschaft ist, dass sie durch das Amt geprägt ist, dass sie die Vollzahl der Sakramente hat.

Der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, über alte Riten, den neuen Atheismus, zu wenige Kinder in Deutschland und die Rolle des Glaubens in den USA. Außerdem erläutert er seine Äußerungen zum Zölibat und zum Kirchesein der EKD aus einem vorhergegangenen Interwiew.

Interview mit Erzbischof Zollitsch

Nebenbei: Ich kann nicht nachvollziehen, warum die Redaktion der Welt online nicht endlich die Kommantarfunktion löscht. Die dortigen Kommentare haben in der Regel nicht einmal das schlechte Niveau des Heise-Forums zu seinen besten Zeiten und sind bei bestimmten Themen ein Tummelplatz für Islamophobe und andere Gestörte.