Orden des Leibowitz



27.02. 2008

Die Stadt aus Pixeln

Pixelstadt

Es liegt an meinen mangelnden Kenntnissen der spanischen Sprache, dass ich den Namen des Betreibers des Weblogs Oink nicht ausfindig machen konnte. Wahrscheinlich ist die Darstellung einer Stadt, die Pixel für Pixel selbst gezeichnet wurde, nicht unbedingt die wirklich große Kunst, trotzdem steckt eine Menge Arbeit dahinter. Sie können in der Grafik unzählige Details entdecken, von denen mir der Godzilla noch am besten gefällt. [via Smashing Magazine]

Die Stadt aus Pixeln

27.02. 2008

Alle Kunst kommt vom Fleisch

Alfred Hrdlicka

Er bezeichnet sich als Uralt-Stalinisten, Großdeutschen und hätte gegen einen erneuten Anschluss von Österreich an Deutschland nichts einzuwenden. Außerdem bezeichnete Oskar Lafontaine ihn als Paten seiner Partei, da er es war, der ihn und Gregor Gysi an einen Tisch brachte. Dass er sich mit seiner Polemik und Provokationen nicht überall Freunde schaffte, ist verständlich, doch hat es diesen widersprüchlichen Geist nie berührt. Genauso wie er überzeugter Kommunist ist, hat er auch große religiöse Kunst geschaffen und nennt wie Brecht die Bibel als Lieblingsbuch.

Der Kapitalismus, das muss man feststellen, hat versagt. Viele Menschen verhungern, die Umwelt geht vor die Hunde. Da frage ich Sie: Wie soll die Kunst sein, etwa hell, glücklich, sanft? Ich bitt schön…

Unwidersprochen ist hingegen seine Leistung als Arbeiter an der Kunst, denn er hat sich wie er selbst sagt am Stein “wund geschuftet”. So sehr, dass er schon lange nicht mehr als Bildhauer arbeiten kann:

Dann bin ich übersiedelt zum Stein, denn ich bin ein physischer Mensch, und wenn ich arbeite, will ich am Abend müde sein. Ich will mich selber spüren, meine Knochen. Ich weiß nicht, ob Sie’s ahnen, das ist eine Befreiung.

Wenn man sich seine aus dem groben Stein geschlagenen Skulpturen anschaut mag man glauben, dass er so manchen Abend mit Schmerzen begleitet von einigen Gläsern Wodka ins Bett gefallen ist. So muss wirkliche Kunst auch erschaffen werden, denn das kann nur gelingen, wenn der Künstler etwas von sich in seinem Werk lässt. Mit dieser Einstellung gehört er zu einer aussterbenden Art unter den aktuellen Künstlern. Heute ist Alfred Hrdlicka 80 Jahre alt geworden und auch wenn er den Stein schon lange nicht mehr bearbeiten kann, ist er noch lange nicht müde geworden. Ich hoffe, er wird uns noch einige Jahre mit Kunst und Politik provozieren.

Interview mit Alfred Hrdlicka in der ZEIT
Artikel über Hrdlicka in der WELT
Werke von Hrdlicka in Die Presse

27.02. 2008

Lieber Jack, ich lebe noch

Soldaten im Ersten Weltkrieg

Für meine Generation ist der erste Weltkrieg so weit weg, wie der Dreißigjährige oder die Schlacht bei Waterloo. 90 Jahre sind eine so lange Zeit, dass es für mich auch 200 oder 700 Jahre sein könnten. Die damaligen Verhältnisse sind im Gegensatz zum zweiten Weltkrieg, den ich zumindest aus Erzählungen der Großeltern “persönlich” kenne, nur Fakten aus Geschichtsbüchern. Deshalb finde ich das Weblog von William Henry Bonser Lamin, genannt Harry, hochinteressant, denn der Brite berichtet uns per Feldpost direkt von der Front. Da Harry während des Krieges schon 30 Jahre als war, kann man sich denken, dass er nicht mehr selbst schreibt. Diese Aufgabe hat sein Enkel übernommen, der die Briefe seines Großvaters seit 2006 auf den Tag genau – nur 90 Jahre später – veröffentlicht.
Der Leser weiß nie, wann der nächste Eintrag erscheint, genau wie Harry’s Angehörige damals jeden Tag auf den Postboten gewartet haben. Zusätzlich bereichert Enkel Bill das Blog noch mit Informationen über Harry’s Einheit und seine Familie, der er schreibt. Da dieser Krieg nach vier Jahren, am 11. November 1918 endete, könnte das Weblog noch bis 2009 aktualisiert werden, vorausgesetzt Harry überlebt es bis dahin.
WW1: Experiences of an English Soldier

26.02. 2008

Interview mit dem Erzbischof von Buenos Aires

Ich habe nicht gesagt, dass pastorale Systeme unnötig sind. Im Gegenteil. An sich ist alles, was auf Gottes Wege führen kann, gut. Meinen Priestern habe ich gesagt: „Tut eure Pflicht; die Aufgaben eures Amtes kennt ihr ja, übernehmt eure Verantwortung und lasst dann die Tür offen.“ Unsere Religionssoziologen sagen uns, dass sich der Einfluss einer Pfarrei auf einen Umkreis von 600m erstreckt. In Buenos Aires liegen zwischen einer Pfarrei und der nächsten ca. 2000m. Ich habe den Priestern damals gesagt: „Wenn ihr könnt, mietet eine Garage, und wenn ihr den einen oder anderen disponiblen Laien auftreiben könnt, dann lasst ihn nur machen! Er soll sich um diese Leute hier kümmern, ein bisschen Katechese machen, ja, auch die Kommunion spenden, wenn er darum gebeten wird.“ Ein Pfarrer entgegnete mir: „Aber Pater, wenn wir das tun, kommen die Leute nicht mehr in die Kirche!“ „Na, und?“ meinte ich nur: „Kommen sie denn jetzt zur Messe?“. „Nein“, musste er zugeben.

Im Interview mit dem katholischen Magazin 30Tage berichtet seine Emeninz, Kardinal Jorge Mario Bergoglio, Erzbischof von Buenos Aires, von der der fünften Generalversammlung des lateinamerikanischen Episkopats im Wallfahrtsort Aparecida, sowie den Problemen der Kirche in seinem eigenen Land.

Interview mit Kardinal Jorge Mario Bergoglio, Erzbischof von Buenos Aires

26.02. 2008

Haluz 2 – Surreales Onlinespiel

Screenshot Online Game Haluz2

Thomas K. aus Bratislava hat einen zweiten Teil seines skurrilen Onlinespiels Haluz veröffentlicht. Wie schon im ersten Teil besticht das Spiel durch die Mischung von realen Hintergründen und animierten Figuren, die zusammen eine irreale Welt ergeben, durch die Sie den Protagonisten führen müssen. Um ans Ziel zu gelangen, sind einige Rätsel zu lösen, die aber nie so schwer sind, dass man die Lust verliert. Die Vollversion dieses Spiel gibt es als Download für 8,- Euro.

Haluz 2 – Online-Adventure

25.02. 2008

Wallpaper Jesus am Kreuz

Statue Jesus Kreuz

Dieses Foto mit der Statue des Herrn am Kreuz habe ich auf einer meiner unbeschrifteten CDs entdeckt, die ich momentan sortiere. Karfreitag rückt näher im Kalender.

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25.02. 2008

Der umfriedete Pfarrbezirk von Guimiliau

Kalvarie Umfriedeter Pfarrbezirk Guimiliau

Im kleines Ort Lampaul-Guimiliau in Frankreich findet man einen weiteren der umfriedeten Pfarrbezirke, die es in dieser Form nur in der Bretgane gibt. Saint Thegonnec habe ich schon vorgestellt, jetzt habe ich Fotos des Pfarrhofs in Guimiliau entdeckt, der auch mit einer Kapelle, einem Beinhaus und einer sehr schönen Kalvarie ausgestattet ist.

Fotos des umfriedeten Pfarrbezirks von Guimiliau

25.02. 2008

Kunst aus Schallplatten

Carlos Aires Love is in the Air

Falls Sie noch alte Vinyl-Schallplatten auf dem Dachboden stehen haben und auf der Suche nach einem neuen Hobby sind, könnten Sie es dem spanischen Künstler Carlos Aires nachmachen, der allerlei Silhouetten aus den Scheiben geschnitten hat. Mit ein paar Ideen und einer guten Laubsäge, sollte da einiges zu machen sein. Vielleicht gestalten Sie ja die nächste Weihnachtskrippe für Ihre Gemeinde auf diese Weise?! [via Unplggd]

Love is in the Air – Silhouetten aus Vinyl-Schallplatten

24.02. 2008

Die iHole-Lochkamera

iHole-Kamera Lochkamera Pinhole iPhone

Falls Sie zu den stolzen Besitzern eines iPhone gehören und noch einen Verwendungszweck für den Karton suchen, sollten Sie einen Blick auf die Lochkamera von Scot Hampton werfen. Der gute Mann ist Fotograf und was würde sich da mehr anbieten, als aus der Verpackung eines High-Tech-Produkts eine primitive analoge Kamera zu bauen? Die Tauglichkeit der Kamera können Sie hier betrachten und außer etwas Geschick und ein paar Materialien brauchen Sie nichts weiter. (Unter uns gesagt, funktioniert das natürlich auch mit jedem anderen Karton)

iHole-Lochkamera aus einem iPhone-Karton

Passend zum Thema: Bastelbogen für die Dirkon-Papierkamera.

24.02. 2008

Mehr Frühlings-Wallpapers

Eigentlich hätten diesen zwei hübschen Wallpapers schon am Samstag das Licht der Welt erblicken sollen, doch anscheinend habe ich im Editor auf den falschen Knopf geklickt, so dass der Artikel nur in den Tiefen der Datenbank gespeichert wurde, ohne im Blog zu erscheinen. Nichtsdestotrotz stelle ich sie Ihnen zur Verschönerung Ihres Desktops zur Verfügung.

Sonnenaufgang

Wallpaper Sun

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Frühling in Pink

Wallpaper Blumen

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22.02. 2008

Erfahrungsbericht: Die Stämme

Screenshot Browsergame Die Stämme

Nach gut drei Wochen Mitgliedschaft beim kostenlosen Browsergame Die Stämme gelangt das Spiel von der interessanten in die spannende Phase. Mittlerweile habe ich mein Dorf ausgebaut und ausreichend Truppen aufgebaut, dass ich in der Lage bin, Rohstoffe in anderen Dörfern zu plündern, um mein eigenes weiter zu entwickeln. Nun steht die erste Probe der Loyalität meines Stammes samt unserer Verbündeten an. Jemand mit mehr als doppelt so vielen Punkten hat mir gedroht, mein Dorf bis Ende Februar anzugreifen und zu adeln, was bedeutet, dass er mein Dorf übernimmt und das Spiel für mich beendet ist.

Die Übernahme meines Dorfes wäre für ihn kein Problem, doch wenn meine Verbündeten schon während seines ersten Angriffs auf mich in stetigen Wellen zuschlagen würden, wäre sein Verlust an Truppen so groß, dass er seinen Angriff stoppen müsste. Damit wäre mein Dorf gerettet und dass meines Angreifers könnte theoretisch sogar von jemand anderem übernommen werden.
Sie sehen, ich bin auch nach mehreren Wochen immer noch begeistert von diesem Spiel. Der große Vorteil ist, dass man nur maximal viermal am Tag ins Spiel gehen muss um am Ball zu bleiben, und trotzdem seinen Spaß dabei hat, die Regeln so überschaubar sind, dass man es nebenbei spielen kann und es zudem auch noch tauglich für den Arbeitsplatz ist.

Kostenloses Browsergame Die Stämme

22.02. 2008

Wider den Kabelwust

Bluelounge Spacestation
Auch mit einem Notebook hat man nicht weniger an Kabelwust, als mit einem Desktop-PC, schließlich wollen alle möglichen Geräte von der Maus über die externe Festplatte bis zum Drucker angeschlossen sein. Etwas Hilfe gewährt mir ein USB-Hub, trotzdem hängen und liegen immer noch eine Menge Kabel herum. Die erste vernünftige Lösung für dieses Problem scheint mir die SpaceStation zu sein, die Sie im Foto abgebildet sehen. Es dient als USB-Hub und im Inneren können die verschiedenen Kabel ordentlich sortiert werden. Gleichzeitig dient es als Notebook-Ständer und Ablage für Telefon oder MP3-Player. Bei einem Preis von knapp 80 Dollar (55 Euro) ist die SpaceStation auch nicht unerschwinglich. [via Designboom]

Desktop-SpaceStation von Blulounge

20.02. 2008

Eichhörnchen an der Angel

Ein Eichhörnchen an der Angel
Foto von statico. Lizenz

Eine der lustigsten und gleichzeitig niedlichsten Sportarten ist das Angeln von Eichhörnchen (Squirrel Fishing). Dazu braucht es lediglich eine an einer Leine befestigten Erdnuss und jede Menge Geduld. Sobald ein Beutetier den Köder ergriffen hat, zieht man an der Leine und das völlig überraschte Eichhörnchen macht einen kleinen Flug durch die Luft. Laut Wikipedia ist diese Form des Angelns an Universitäten in den USA entwickelt worden, und meines Wissens ist diese Homepage aus dem Jahr 1997 die erste, die darüber berichtet. Zumindest habe ich seinerzeit zum ersten Mal im Internet etwas darüber gelesen.
Ob die Geburtsstätte dieser Sportart wirklich in den USA liegt weiß ich nicht, denn ich habe vor vielen Jahren, ausgerüstet mit Schnur, einer Tüte Nüssen und etwas Dosenbier, viel Spaß mit den dicken Eichhörnchen auf dem alten Friedhof meiner Heimatstadt gehabt. Die Tiere waren zwar jedes mal völlig beleidigt, wenn sie durch die Luft gezogen wurden, trotzdem kamen sie immer wieder. Hinterher hatte ich das Gefühl, dass sie genau wussten, was vor sich geht, es aber selbst als eine Art Wettbewerb angesehen haben.

Neulich habe ich einem Bekannten diesen Tipp für einen günstigen Nachmittag mit seinem Jüngsten gegeben und beide waren begeistert. Probieren Sie es doch auch mal aus! Und keine Angst, die putzigen Nager werden dabei nicht verletzt und es tut ihnen auch nicht weh.

Album bei Flickr mit Fotos vom Eichhörchen angeln
Pool mit weiteren Fotos bei Flickr

20.02. 2008

Koptische Liturgie im MP3-Format

Gregor von NazianzEin Nachteil von Webdiensten wie del.icio.us ist, dass man manche Links speichert und dann vergisst. Als ich jetzt mal wieder meine Sammlung durchgegangen bin, habe ich den einen oder anderen interessanten Link entdeckt, der bei mir schon längst wieder in Vergessenheit geraten war. Einer davon ist die Audio-Aufnahme eine kompletten Liturgie der koptisch-orthodoxen Kirche, aufgenommen in der Coptic Orthodox Church of St. Anthony and Archangel Michael in Melbourne. Die koptische Kirche ist eine christliche altorientalische Kirche, die vom Evangelisten Markus gegründet wurde, der der erste Bischof von Alexandria war. Genau wie die katholische Kirche wird sie von einem Papst geleitet. Die Liturgie dieser Messe geht auf den Heiligen Gregor von Nazianz zurück, einem der vier griechischen Kirchenväter der Alten Kirche. Die gesamte knapp zweistündige Liturgie ist in arabischer und koptischer Sprache gehalten und steht im MP3-Format zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Die heilige koptisch-orthodoxe Liturgie nach Sankt Gregor

19.02. 2008

Zeichnungen von John Gould

Blyth’s Tragopan

Bei einem Streifzug durch Bilddatenbanken kann man allerlei nützliche Dinge lernen, zum Beispiel, dass John Gould ein Ornithologe, Tiermaler und Lithograf des 19. Jahrhunderts war. Er hat Australien bereist und dort eine Vielzahl von Tieren gezeichnet und gilt als Erstbeschreiber des Krausschwanzmohos und des Bourkesittichs. Eine große Auswahl seiner detailreichen Zeichnungen von verschiedensten Tieren können Sie sich im Wikimedia Commons ansehen. Zudem sind alle Bilder gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. Auf der dargestellten Zeichnung sehen Sie übrigens zwei Blythtragopane, die im Himalayagebiet von Kaschmir bis Ostchina vorkommen.

Zeichnungen von John Gould im Wikimedia Commons

punchintheface

Zumindest bist du am Ende dieser Seite angelangt, deshalb noch schnell das Kleingedruckte:

Dieses Weblog wird von Site 5 in den USA gehostet und mit dem wunderbaren WordPress betrieben. Das Aussehen dieser Website basiert auf dem ebenso wunderbaren Theme Old Popular Yolk von Joshua Goodwin. Bearbeitet und mit Inhalten befüllt wird dieses Blog mit Hilfe des einzigartigen Puppy Linux.

Informationen über den Autor dieses Blogs findest du an dieser Stelle und wenn du mehr über Sankt Leibowitz erfahren möchtest solltest du hier klicken. Bei Fragen oder Hinweisen kannst du mir gerne eine E-Mail an sanktleibowitz@gmail.com senden oder das Kontaktformular benutzen. Alle weiteren vorgeschriebenen Informationen findest du im Impressum und der Datenschutzerklärung.

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© 2007 - 2008 bei Frank Mazny. Sancte leibowitz, ora pro me!