Vaterlandslose Gesellen
25. Januar 2008 | 5 Kommentare
Die Nichtraucher-Initiative Wiesbaden hat Strafanzeige gegen Altbundeskanzler Helmut Schmidt und seine Frau Loki erstattet, weil beide während einer Neujahrsveranstaltung im Hamburger Theater Komödie Winterhuder Fährhaus geraucht haben. Den dazu nötigen Aschenbecher bekamen sie von einem Mitarbeiter der Komödie und der Chef selbst erklärte, dass es sich dabei um eine Ausnahme für langjährige Ehrengäste handeln würde. Den Schmidts droht jetzt möglicherweise ein Verfahren wegen Körperverletzung.
Der zuständige Oberstaatsanwalt meint dazu: “In unserem Rechtsstaat kann jeder jeden anzeigen. Dieser Fall ist ein eindrucksvoller Beweis dafür, mit welchen Sachen sich eine Staatsanwaltschaft beschäftigen muss.” Da fragt man sich wie weit es mit unserem Land gekommen ist, dass es anscheinend keine größeren Probleme gibt als zwei rauchende Rentner, die sich Zeit ihres Lebens um wichtigere Dinge als die nichrauchenden Wiesbadener gekümmert haben. Im Orden des Leibowitz jedenfalls stünde jederzeit ein Aschenbecher für Herrn und Frau Schmidt bereit.
Strafanzeige gegen Helmut und Loki Schmidt
Update: Die Staatsanwaltschaft wird das Verfahren vermutlich in der nächsten Woche einstellen, weil sich kein Mitglied der nichtrauchenden Wiesbadener unter den Gästen im Theater befunden hat, und dementsprechend auch keinen Schaden genommen haben kann. Trotzdem werden die Schmidts wohl eine Geldbuße bezahlen müssen.



Bruder Paul geht mit langsamen Schritten durch die uralten Gewölbe, die sich unter unter dem Kloster befanden. Sie waren so weit verzweigt, dass nur einige der ältesten Mitglieder der Bruderschaft alle Räume kannten. Paul war auf dem Weg zu den Server-Räumen, in denen die Computer standen, die sämtliche Informationen die der Orden in all den Jahren gesammelt hat gespeichert werden. Einer der Computer machte wieder mal Schwierigkeiten, und Pauls Aufgabe besteht darin, sich um die Rechner zu kümmern. Als er die Abzweigung zu den Laboratorien entlang geht, hält er plötzlich inne. Hat er wirklich ein Geräusch gehört oder spielt ihm bloß seine Einbildung einen Streich? Vorsichtig blickt er um die Ecke und sieht, dass die schwere Stahltür zum technischen Labor geöffnet ist. 


