Orden des Leibowitz



31.10. 2007

Der Halloween-Ablass 2007

Ablass-UrkundeUnsere protestantischen Freunde feiern heute bekanntermaßen nicht den Tag des Kürbis, sondern den ihrer Reformation. Die begann zu einer Zeit als ein Dominikanermönch namens Johann Tetzel der unwidersprochene Ablass-König von Deutschland war. Wie seine modernen Nachfahren, die Vertreter, zog er von Ort zu Ort und schilderte dem staunendem Volk die Hölle in detailliertem Grauen. Kein Wunder also, dass die Ablässe in allen Preisklassen reißenden Absatz fanden, denn im Zweifelsfall wollten auch die treuesten Kirchgänger auf Nummer sicher gehen. Dass Geschäft hätte noch Jahre so weitergehen können, wenn Tetzel nicht irgendwann auf einen ausgesprochen humorlosen Mönch namens Martin Luther getroffen wäre. Erzürnt über den Tickethandel mit dem Ausweg aus dem Purgatorium, erklärte er kurzerhand den Papst zum Antichristen, seine eigene Interpretation der Bibel für unfehlbar und gründete ein Konkurrenzunternehmen zum Vatikan, das trotz der Einbuße von Marktanteilen bis heute floriert.

Ein Ergebnis der Reformation ist, dass unsereins seitdem harte Reue und Buße zeigen muss, um in den Genuss eines Ablasses zu gelangen. Da wird manch einer an die gute alte Zeit zurückdenken, als die Sache mit ein paar oder auch mehr Talern erledigt war. Deshalb will auch der Orden des Leibowitz die Anregung aus dem Catholic’s Guide to good Living übernehmen und Ihnen zu Halloween einen Ablass gewähren. Zu haben ist er ohne Nebenwirkungen, zum Ausdrucken und gültig für 10 Tage. Greifen Sie zu!

Download: Original Halloween-Ablass

31.10. 2007

Drei Klassiker des Horrorfilms

Die erste Halloween-Ausgabe des Orden von Leibowitz möchte ich nutzen, um Ihnen drei Klassiker des Horrorfilms ans Herz zu legen, die man meiner Meinung nach unbedingt gesehen haben muss. Die vorgestellten Filme können Sie kostenlos in passabler Qualität herunterladen oder direkt am Computer ansehen. Diejenigen unter Ihnen, denen Halloween entweder zu amerikanisch ist oder aus anderen Gründen unpassend erscheint, bitte ich um Nachsicht für mein Faible. Morgen schon ist alles wieder vorbei. Jetzt aber zu den Filmen:

Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens

Szenenbild NosferatuDer Immobilienmakler Knock bekommt den Auftrag, für den in den Karpaten lebenden Grafen Orlok ein Haus in seiner Stadt Wisborg zu suchen. Als er feststellt, dass der Graf ein Vampir ist, bereut er seine Tat, doch es ist schon zu spät. Graf Orlok macht sich mit dem Schiff auf den Weg nach Wisborg und bringt im Handgepäck die Pest mit sich. Obwohl eigentlich ein Plagiat, wurde Nosferatu zum Urbild des Vampirs überhaupt. Da Murnau die Rechte zur Verfilmung von Bram Stoker’s Dracula fehlten, versetzte er die Handlung einfach nach Deutschland und nannte seinen Vampir Graf Orlok. Die Vorstellung, dass Vampire lichtscheue Wesen sind, geht übrigens auch auf diesen Film zurück.

Nosferatu im Internet Archive

Das Cabinet des Dr. Caligari

Das Cabinet des Dr. CaligariDer Film erzählt die Geschichte des Dr. Caligari, der auf dem Jahrmarkt ein somnambules Medium namens Cesare ausstellt und hellsehen lässt. Zwei Freunde besuchen gemeinsam die Vorstellung und einer von ihnen wird in der darauffolgenden Nacht ermordet, nachdem ihm Cesare zuvor den Tod prophezeite. Caligari stellt sich als Wahnsinniger heraus, der Cesare als Mordinstrument benutzt. Dieser Meilenstein des Horrorfilms besticht vor allem durch seine grotesken unwirklichen Kulissen, dem überraschenden Ende und wird nicht umsonst als expressionistisch bezeichnet.

Das Kabinett des Doktor Caligari im Internet Archive

Die Nacht der lebenden Toten

Die Nacht der lebenden TotenDer von George A. Romero als Freizeitprojekt gedrehte “Die Nacht der lebenden Toten” gilt als Meilenstein des Genres und Mutter aller Zombiefilme. Die Handlung ist simpel aber effektiv: aus ihren Gräbern gekrochene Untote terrorisieren eine Kleinstadt. Der Klassiker von 1968 wurde sogar in die Filmsammlung des Museum of Modern Art aufgenommen. Romero stand seinerzeit nur ein Budget von 114.000 US-Dollar zur Verfügung, deshalb drehte er ausschließlich mit Freunden und Bekannten.

Die Nacht der lebenden Toten im Internet Archive

30.10. 2007

Das hochauflösende Abendmahl

Ausschnitt aus dem Bild ‘Das letzte Abendmahl’ von Da Vinci
Bild: Wikipedia

Die berühmte Darstellung des letzten Abendmahls von Leonardo da Vinci ist weithin bekannt. Nun können es die Kunstbegeisterten unter Ihnen wie im Original betrachten, ohne dazu Mailand zu besuchen. Die italienische Firma HAL9000 hat das Gemälde fotografiert und mit einer Auflösung von 16 Billionen Pixeln im Internet zur Verfügung gestellt. So nahe kommen Sie dem Original bestimmt nicht. [via TechNovelty]

Das Abendmahl von Leonardo da Vinci

29.10. 2007

Der Teppich von Bayeux

Ausschnitt des Teppichs von Bayeux

Am vergangenen Wochenende habe ich mir nochmal die Fotos von meinem letzten Urlaub in Frankreich angesehen, während dem ich zweimal in Bayeux übernachtet habe. Dort steht nicht nur eine sehr beeindruckende Kathedrale, sondern dort wird auch der “Teppich von Bayeux” aufbewahrt. Dieser Wandteppich, der fast 70 Meter lang ist und die Geschichte der Eroberung Englands erzählt, wurde zwischen 1070 und 1082 hergestellt. Von wem und warum der Teppich genau hergestellt worden ist, liegt bis heute im Dunkeln. Nichtsdestotrotz sind die Bilder ein eindrucksvolles Zeugnis der damaligen Handwerkskunst. Über den Artikel in der Wikipedia habe dazu interessante Links entdeckt: so kann man sich bei Youtube eine animierte Version des Teppichs ansehen, und auf dieser Website gibt es alle Darstellungen des Teppichs als Zeichungen.

Der Teppich von Bayeux in der Wikipedia
Animierte Version des Teppichs von Bayeux
Der Teppich in Einzelbildern

29.10. 2007

Aus dem Leben eines Lektors

Ich bin eigentlich aus Versehen zum Lektor geworden. Damals, auf meiner ersten Wallfahrt mit der Gemeinde fehlte jemand um in der Messe die Fürbitten zu lesen. Einen Text abzulesen finde ich nicht sehr schwer, deshalb meldete ich mich freiwillig. Hinterher kam unsere Gemeindereferentin auf mich zu, sagte, dass hätte ich nicht schlecht gemacht und schickte mich zum Lektorenkreis meiner Gemeinde. Seitdem bin ich dabei und lese hauptsächlich im Altenheim aus der Bibel vor. Letzten Sonntag war ich mal wieder dran und vorher teilte mir der Pfarrer noch etwas zum Ablauf mit:

“Anstatt einer Predigt, die zum heutigen Weltmissionstag zu kompliziert wäre, werde ich nur eine kurze Geschichte vorlesen. Danach tragen Sie bitte diesen Text möglichst meditativ vor. Wir haben ja Zeit.”

Meditativ? Das kannte ich bis dahin nur von Entspannungsübungen aus meinem Krankenhaus, die mit sphärischer Musik im Hintergrund durchgeführt werden. Aus dem Altenheim bin ich zwar allerlei Ungewöhnliches gewohnt, weil man an bestimmten Festtagen auch mal Kerzen oder Kreuze durch die Kapelle tragen muss und manchmal läuft man auch mit dem Diakon und einer Glocke bewaffnet durchs Haus und begleitet die Eucharistie für die Bettlägerigen. Nur einen Text meditativ vortragen musste ich bisher noch nichts. Es hat aber alles geklappt. Ich habe den Text laut und deutlich, nur etwas langsamer also sonst und mit größeren Pausen zwischen den Absätzen gelesen und anscheinend war das meditativ genug. Lektor zu sein bedeutet nicht nur in der Messe aus der Bibel vorzulesen. Man muss sich auch auf die Bedürfnisse eines jeden Pfarrers einstellen können.

29.10. 2007

Das Internet kommt in die Jahre

Am 29. Oktober 1969 wurden zwischen der University of California und dem Stanford Research Institute die denkwürdige Buchstabenfolge L und O über eine 50-Kilobit-Datenleitung verschickt, bevor der Großcomputer des Empfängers abstürzte. Das war die Geburtsstunde des Internet, auch wenn es damals noch Arpanet hieß. Mit dem heutigen Netz hatte das alles noch nicht viel gemein, es ging hauptsächlich um die Übermittlung und Darstellung von Informationen. E-Mail-Spam, Phishing, Werbung und Web 2.0 waren noch weit entfernt. Mittlerweile ist das Netz also klammheimlich 38 Jahre alt geworden und aus dem heutigen Leben in den westlichen Ländern nicht mehr wegzudenken. Auch wenn der durchschnittliche Benutzer nicht viel mehr damit anzufangen weiß, als sich nachwievor HTML-E-Mails mit Word-Dokumenten als Anhang zu schicken und sich kopulierende Primaten der Gattung Homo sapiens anzusehen. Trotzdem herzlichen Glückwunsch! Mal schauen, was uns das Internet in den nächsten dreißig Jahren noch alles bringt.

Screenshot Mosaic-Browser
Wer von Ihnen Interesse daran hat, sich das Internet anzusehen, wie es 1993 ausgesehen hat, sollte einen der Browser-Emulatoren auf dieser Website ausprobieren.

Das Internet wird heute schon 38 Jahre alt
Kirche und Internet

28.10. 2007

Wallpaper des Unbefleckten Herzens

Vorschau Wallpaper Maria

Bei Wikimedia Commons habe ich ein hübsches Heiligenbildchen des Unbefleckten Herzens Mariens aus einem alten Messbuch aus dem 19. Jahrhundert entdeckt. Mir gefallen diese wunderbar kitschigen Darstellungen, deshalb habe ich eine Wallpaper daraus erstellt.

Download: 1280×960 | 1152×864 | 1024×768 | 1280×800 | 1152×720

28.10. 2007

Wie die Artikel ins Weblog gelangen

Bloggen ist keine Geheimwissenschaft, auch wenn man das bei der Hülle und Fülle an existentiellen Tipps und Tricks die auf vielen Weblogs nachzulesen sind glauben könnte. Heute will ich Ihnen zeigen, wie ich meine Artikel in den Orden des Leibowitz bekomme.

Screenshot meines Arbeitsplatzes

Genauso wie ich versuche, meinen echten Schreibtisch ordentlich zu halten, lege ich Wert auf einen aufgeräumten Desktop um den Überblick zu bewahren. Dazu muss ich erwähnen, dass ich von meinem Wesen her eine echte Schlampe bin, deshalb erfordern beide Arbeitsplätze echte Disziplin von mir. Auf meinem Desktop habe ich nur die Icons für meine zwei Festplatten und einen Ordner.

Mein Ordner Unsortiert

In diesen Ordner mit dem unspektakulären Namen “Unsortiert” lege ich alle, aber auch wirklich alle Dateien vorläufig ab. Eine Zeitlang habe ich es mit verschiedenen Ordnern versucht, ich habe aber schnell gemerkt, dass ich damit nicht gut zurecht komme. Dank der guten Suchfunktion von OS X ist mir bisher auch noch nichts verloren gegangen.

Mein Google-Notizbuch

Ebenso wichtig wie mein Ordner für Unsortiertes ist mein virtuelles Notizbuch von Google. Mit dem entsprechenden Plugin für den Browser kann ich darin alle unterwegs im Netz entdeckten Seiten, kleine Notizen und Ideen für zukünftige Artikel ablegen. Ich hatte das Notizbuch ursprünglich nach dem GTD-Prinzip organisiert, inzwischen habe ich aber nur ein Notizbuch, in dem alles abgelegt und dank der Suchfunktion immer wieder gefunden wird.

Screenshot Photoshop Elements

Wenn ich ein Foto für einen Artikel verwende, mache ich entweder selbst oder suche mir in den freien Datenbanken stock.xchng und Wikimedia Commons eines heraus. Zuweilen findet man auch gute und Fotos über die Bildsuchmaschine Yotophoto. Habe ich ein passendes Bild gefunden, schneide ich es in einer uralten Version von Photoshop Elements zurecht, damit es hochgeladen werden kann.

Screenshot Wordpress

Es gibt Menschen, die auf den Einsatz eines Desktop-Editors wie Ecto oder MarsEdit schwören, ich benutze bloß den gemeinen Editor von Wordpress um etwas zu schreiben. In der Regel habe ich immer einige Artikel als Entwürfe gespeichert, manche davon landen im Blog, viele lösche ich auch wieder. Das war es auch schon. Keine großartigen Geheimnisse oder spezielle Software. Der Rest besteht in Surfen, Lesen und nochmals Surfen, dem gewissen Maß an Selbstdarstellung, das jede/r Blogger/in haben sollte und literweise viel zu starken Kaffees.

27.10. 2007

Der Katholik begehrt keine Ästhetenkirche

Vor einigen Wochen wurde ich einem katholischen Chat-Room gefragt, ob ich zum bevorstehenden Treffen des Forums deutscher Katholiken kommen würde. Ich verneinte mit der Begründung, dass mich die Ausrichtung dieser Gruppierung nicht anspricht. Darauf kam prompt die Frage ob ich es dann mehr mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken halte, was in diesem Chat gleichbedeutend mit liberal, also quasi vom katholischen Glauben abgefallen ist. Als ich auch das verneinte, wollte mein Gesprächspartner wissen, zu wem oder mit welcher Richtung ich es denn halten würde. Ich konnte bloß antworten, dass ich einfach nur katholisch bin. So meinte ich es auch.

Zugegeben schätze ich keine Experimente in der Heiligen Messe; ich mag es nicht wenn ich meine Nachbarn beim Vater Unser an den Händen halten soll oder wenn es im Familiengottesdienst anstatt einer Homilie stotternde Kinder gibt, die ein langweiliges Anspiel vorführen. Mich stören Menschen die die Heilige Eucharistie empfangen wie einen Burger am Autoschalter von Burger King. Ich kann nicht nachvollziehen, warum manche Katholiken eine Aufgabe des Zölibats fordern, obwohl sie nicht davon betroffen sind. Genauso wenig verstehe ich wiederverheiratete Geschiedene die auf ihr “Recht” zur Teilnahme an der Eucharistie bestehen, obwohl sie den Beipackzettel der Kirche zu diesem Thema doch vorher kannten. Ist das jetzt schon traditionelles Denken? Ich glaube nicht.

Auf der anderen Seite wird bei automatisch ein Alarm ausgelöst, wenn ich Menschen von der Bewahrung katholischer Werte und Traditionen sprechen höre. Ich werde skeptisch wenn man mir einreden will, dass Heil verstecke sich im Einnehmen der Eucharistie mit ausgestreckter Zunge und in der Teilnahme an der tridentinischen Messe. Genauso hellhörig werde ich wenn man mir bürgerlich-romantische Familienideale aus dem 19. Jahrhundert als einzig wahres Bild einer katholischen Familie verkaufen möchte. Ist das liberales Denken? Ich glaube nicht.
Ich persönlich versuche so gut ich kann nach den Regeln des Evangeliums und der Kirche zu leben. In den Punkten wo ich es nicht kann, trage ich die Konsequenzen die sich in diesem Leben daraus ergeben. Ich habe lange gebraucht um katholisch zu werden, deshalb bin ich bei allen Reformern und Bewahrern in erster Linie argwöhnisch.

Darum lieben wir unsere Kirche – trotz, nein, gerade wegen ihrer armen äußeren Erscheinung. Der Katholik bejaht die Kirche so wie sie ist. Denn so, wie sie ist, ist sie ihm Offenbarung der göttlichen Heiligkeit, Gerechtigkeit und Güte. Der Katholik begehrt keine Ideal- oder Ästhetenkirche, keine Gralsburg auf Erden. [...] Ich glaube an eine heilige, katholische und apostolische Kirche.

Aus: Das Wesen des Katholizismus, Seite 268, Karl Adam, 1940

26.10. 2007

Podcastserie über Maria als Königin

Im Virtuellen Heiligtum, einer Website die von Mitgliedern der Schönstatt-Bewegung unterhalten wird, gibt es eine kleine Podcastserie zum Thema “Maria, unsere Königin”. In den fünfminütigen Sendungen erklärt Pater Beller einige Fragen zum Verständnis der Rolle Marias. Dass die Podcasts zudem etwas unprofessionell klingen, ändert nichts an der Qualität der Beiträge und macht sie sehr sympathisch. Werfen Sie auch einen Blick auf die weiteren Podcasts des Virtuellen Heiligtums. [via Taufoase]

26.10. 2007

Sicherheit im Internet kostenlos

Buchcover: Sicherheit im InternetDass das Internet seine Unschuld verloren hat, behaupten Pessimisten bereits seit Jahren. Das stetig wachsende Spam-Aufkommen, Identitätsdiebstahl in großem Stil und der Handel mit Nutzerprofilen machen deutlich, dass die Onlinekriminalität professioneller geworden ist. Viele Angriffsszenarien lassen sich mit einem aktuellen Virenscanner und einer gut konfigurierten Firewall in den Griff bekommen. Der beste Schutz vor Schädlingen und Angriffsszenarien aber besteht darin, mit einem gesunden Sicherheitsbewusstsein das Internet zu nutzen und die entsprechenden Sicherheitstools effektiv zum Einsatz zu bringen. Hier setzt unser Buch Sicherheit im Internet an und bespricht die gängigen Internet-Dienste unter Sicherheitsaspekten. – So der Klappentext des Buches aus dem renommierten Verlag O’Reilly, dass Sie im PDF-Format kostenlos herunterladen können. Es ist so geschrieben, dass es auch für Laien verständlich ist und obwohl es aus dem Jahr 2005 stammt immer noch aktuell. Falls Ihnen das Ausdrucken zu mühselig erscheint, können Sie die Neuauflage natürlich auch kaufen oder Sie werfen einen Blick auf die Website des Ministeriums für Sicherheit in der Informationstechnik BSI für Bürger. Dort erhalten Sie immer aktuelle Informationen zum Schutz vor möglichen Gefahren im Internet.
Sicherheit im Internet – O’Reilly OpenBook

25.10. 2007

Lernen mit Leschs Universum

Manchen von Ihnen ist der Astrophysiker Harald Lesch vielleicht aus der “Space Night” des Bayrischen Rundfunks bekannt. Beim Bezahlsender Sci Fi hat Herr Lesch seit einiger Zeit eine eigene Sendung, in der er in fünf Minuten Fragen wie “Wie könnte man mit Außerirdischen kommunizieren?” oder “Ist es denkbar, dass ein Universum parallel zu unserem Universum existiert?” nachgeht. Wie gewohnt schafft er es komplizierte Inhalte verständlich und amüsant zu vermitteln, so dass keine der Shows langweilig wird. Alle Folgen stehen kostenlos im Internet zur Verfügung, und können wahlweise bei iTunes, als RSS-Feed oder direkt bei Sci Fi abgerufen werden.

25.10. 2007

Unwissen ist ungeil

Geiz gehört heute nicht mehr zu den sieben Todsünden der Kirche, obwohl das im Mittelalter durchaus noch so war. Wer Bettlern nichts gab, wurde von Nachbarn angeprangert und vom Pfarrer bei der Beichte ordentlich rangenommen. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass die unvorstellbar reiche Kirche mit Schaudern daran dachte, ihr eigenes Geld etwa für die Armen ausgeben zu müssen. Die Kirche hat immer nur Geld haben wollen, sie hat so gut wie nie welches gegeben, und deshalb ermahnt sie zum Geldzusammenhalten – außer, man gibt es ihr. Da hat Saturn plötzlich mit dem Vatikan einiges gemeinsam: Geiz ist geil.

Elke Heidenreich hat nicht nur auffällig viel Zeit um sich über den albernen Slogan einer großen Elektronikkette Gedanken zu machen, sondern auch haarsträubend wenig Kenntnis über die Kirche. Dass Geiz noch nie zu den sogenannten sieben Todsünden gehörte sei da nur am Rande erwähnt. Viele Kommentatoren zu ihrem Artikel in der FAZ wissen da anscheinend mehr.

Warum Geiz völlig ungeil ist

25.10. 2007

Römische Wallpapers

Ich habe drei Fotos aus Rom, die mir besonders gut gefallen, leicht bearbeitet und für die gängigsten Desktop-Formate zugeschnitten. Die Fotos selbst stammen ausdrücklich nicht von mir, sondern aus der freien Fotodatenbank stock.chng. Einen Link zum jeweiligen Originalbild finden Sie unter den Vorschaubildern.

Petersplatz

Wallaper Vatikan Vorschau
Originalfoto: stock.xchng
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Der Vatikan

Vorschau Wallpaper Vatikan
Originalfoto: stock.xchng
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Das Pantheon

Vorschau Wallpaper Pantheon
Originalfoto: stock.xchng
Download: 1600px | 1280px | 1152px | 1024px

24.10. 2007

Barbara, Patronin der Kanalarbeiter

Die heilige Barbara
Bild: Wikimedia Commons
Was würde ich bloß ohne meine Leserinnen und Leser anfangen?! Ich bedanke mich für die vielen E-Mails, auch wenn kein direkter Patron der Kanalarbeiter gefunden werden konnte. Hier scheint es also noch Nachholbedarf für die zuständige Stelle im Vatikan zu geben. Als Ersatz hat die große Mehrheit von Ihnen die heilige Barbara vorgeschlagen, die unter anderem Schutzpatronin der Bergarbeiter ist. Die gute Barbara war eine schöne Türkin, die Ende des dritten Jahrhunderts lebte und zum Christentum konvertierte, was ihr Vater, der wahlweise ein König, ein wohlhabender Kaufmann oder römischer Leibgardist war nicht gut heißen konnte. Er sperrte die widerspenstige Tochter in einen hohen Turm, die wurde dadurch aber nur in ihrem Glauben bestätigt und ließ sich christlich taufen. Daraufhin ließ ihr Vater sie einsperren und grauenhaft foltern, bis er sie schließlich selbst mit dem Schwert tötete. Die Waffe noch blutig in der Hand, traf ihn ein Blitz und er verbrannte mit Stumpf und Stiel. Die Beziehung zum Bergbau ergibt sich durch eine Felsspalte, die sich während Barbaras kurzer Flucht vor ihrem Vater auf wundersamer Weise öffnete um ihr Zuflucht zu gewähren.
Mehr aus dem Leben der Heiligen Barbara und warum sie auch das Patronat über die Artilleristen führt erfahren Sie im Artikel der Wikipedia. Thomas war so freundlich und hat in seinem Zweitblog gleich einige Heiligenbildchen veröffentlicht.

punchintheface

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