Orden des Leibowitz



30.09. 2007

Milch-Piraten und tanzende Kühe

Screenshot Cravendale
Wenn man das skurrile Online-Spiel der britischen Firma Cravendale betrachtet, kommt man nicht auf Anhieb auf die Idee, dass es ich dabei letztendlich nur um Werbung für gefilterte Milch handelt. Ist das Flash-Spiel geladen, kann man sich einen Charakter wie zum Beispiel den Piraten oder das Huhn auswählen, und dann die kleine Cravendale-Welt durchstreifen. Dort kann man mehr oder weniger schwer versteckte Wallpapers oder Icons entdecken und sich die aberwitzigen TV-Spots des Milchabfüllers samt lustig gemachten Making-of ansehen. Als kleines Schmankerl besteht die Möglichkeit kleine Sequenzen mit den ausgewählten Figuren zu drehen und zu einem Film zusammen zu schneiden.
Online-Spiel der Firma Cravendale

30.09. 2007

Komischerweise werde ich immer älter

Okay, also: Sie haben Recht. Ich sah diese Videos jetzt wieder. Bei “Let’s Work” dachte ich: Ich sehe aus wie ein Irrer, verheerendste 80er-Jahre. “Dancing In The Street” mit Bowie, die flatternden Seidenhemden, wir hatten nur ein paar Stunden für das Video damals, aber so oder so: schlimm. Dann “Don’t Look Back” mit Peter Tosh, 1978 in der Sendung “Saturday Night Life”: Ich trage eine Hose mit silbernen Klebestreifen! Sie deuten an, einige dieser Videos seien peinlich. Sagen wir es, wie es ist: Sie sind vielleicht sogar alle peinlich.

Mick Jagger spricht in einem Londoner Hotel mit einem Reporter der Süddeutschen Zeitung über den richtigen Zeitpunkt für das Tragen von gestreiften Stretch-Hosen, die Ökonomie einer Rock-Band und erklärt, warum das heutige London auch nicht schlimmer als 1962 ist.

Interview mit Mick Jagger

30.09. 2007

Mr. Spock und die Verkündigung einer großen Freude

Ausschnitt aus dem Gemälde Joyful Mystery #1: Annunciation von Jim Janknegt
Bild: Jim Janknegt

Wenn ich mich nicht täusche, sehen wir auf diesem Gemälde des Künstlers Jim Janknegt Mr. Spock als Engel der Verkündigung, der mit einem psychedelischen Schlafanzug bekleidet der Gottesmutter Maria vor ihrem Gartenhaus seine Aufwartung macht. Auf so eine Idee muss man erstmal kommen, deshalb gefallen mir auch die anderen Bilder von Herrn Janknegt, der sich selbst in der Tradition der christlichen Künstler vor der Reformation sieht. [via Matthias Staab]

29.09. 2007

Einander kennen, um die Angst zu besiegen

Hier im Westen sprechen wir oft vom Islam als einem einzigen Block. Aber das ist ein Trugschluss. Es gibt keinen einzigen Islam, sondern viele. Mit dem Islam, der tötet – und der meiner Meinung nach nicht der wahre Islam, sondern eine Verzerrung desselben ist -, ist natürlich kein Dialog möglich. Mit dem echten Islam – dem, den ich nicht nur im Libanon kennen gelernt habe, sondern auch in Syrien und in den Golfländern -, gibt es derzeit zwar keinen theologischen Dialog, aber es kann durchaus einen der Kultur, der Liebe und des Friedens geben. Das wichtigste ist, einander zu kennen. Und zwar immer besser. Jeder von uns kann vom anderen lernen. Wir können beispielsweise an den Muslimen die Dimension der Transzendenz Gottes schätzen, den Wert des Gebets und des Fastens, den Mut, den eigenen Glauben im öffentlichen Leben zu bezeugen. Von uns dagegen können die Muslime den Wert einer gesunden Laizität lernen.

In der Online-Ausgabe der katholischen Monatszeitschrift 30Tage habe ich ein Interview von August mit dem Präsidenten des Päpstlichen Rates für den interreligiösen Dialog, Kardinal Jean-Louis Tauran entdeckt. Der Kardinal war viele Jahre “Außenminister” des Vatikan und hat einige Zeit im Nahen Osten verbracht. In dem Interview spricht er über de Möglichkeiten eines Dialogs mit Muslimen aber auch anderer Religionen wie Buddhismus und Hinduismus.

Interview mit Kardinal Jean-Louis Tauran in 30Tage

28.09. 2007

Tag des Kaffees 2007

Eine Tassee KaffeeOhne einen Becher Kaffee in Krankenschwestern-Konsistenz wäre ich überhaupt nicht in der Lage, einen Artikel um diese Uhrzeit in den Editor zu tippen. Anscheinend bin ich da nicht der einzige, denn die Deutschen trinken mit 146 Litern pro Kopf noch mehr Kaffee als Wasser oder Bier. Dass ich tatsächlich mehr Kaffee als Bier zu mir nehme, will ich zwar nicht beschwören, trotzdem reicht es aus um diesem wunderbaren Getränk einen ganzen Tag zu widmen. Zu diesem Anlass hat man heute den Tag des Kaffees ausgerufen. Eine eigene Website gibt es natürlich auch, und dort kann sich der geneigte Konsument über die Hintergründe der Herstellung, Trinkgewohnheiten und weitere Geheimnisse des Kaffees informieren.

Offizielle Website zum Tag des Kaffees

27.09. 2007

Beten im Weltraum

Rakete
Ein Muslim muss sich mehrmals täglich zum Gebet gen Mekka verneigen und darf während des Fastenmonats Ramadan bis zum Sonnenuntergang keine Speisen zu sich nehmen. Was auf der Erde in der Regel relativ unproblematisch ist, wird für Malaysias ersten Astronauten Scheich Muszaphar Shukor zum Problem. Von der internationalen Raumstation ISS aus ist Mekka nicht so leicht zu finden, und sich die Position in jeder Sekunde ändert. Außerdem gibt es an Bord der Station nicht nur einen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, sondern gleich mehrere davon. Welcher ist also der Maßstab für das Ende des Fastens? Die Malaysische Weltraumbehörde hat zu diesem Thema 150 Wissenschaftler und Geistliche befragt, die auch zu einigen Ergebnissen gelangt sind, die sie in einem Dokument veröffentlicht haben.

Mehr dazu im Artikel des Wired-Magazine (englisch)

26.09. 2007

Gebet um Frieden für Birma

Foto der Demonstrationen in Birma

Die Bischofskonferenz von Birma ruft alle Gläubigen zum Gebet für den Frieden in Birma auf. Katholische Geistliche haben sich bisher nicht an den Demonstrationen beteiligt, Katholiken sollten aber nach ihrem Gewissen handeln und alle Priester dürfen sie selbstverständlich unterstützen. Inzwischen veröffentlichen auch einige Blogger aus Birma Fotos, Videos und Berichte von den Demonstrationen, die von der Militärregierung gewaltsam beendet werden sollen
:
Ko Htike – Meist birmenisch, aber viele Fotos
Blog of Nyein Chan Yar – Englisch mit Fotos
Ko Niknayman – Birmesisch mit vielen Fotos
Ko Niknayman Picasa-Album – Zahlreiche Fotos der Demonstrationen
Birma, Burma oder Myanmar?
Die Tagesschau schreibt, dass es in Deutschland Birma, im Englischen Burma genannt wird. Der Name Union Myanmar wird nur von der Junta in Birma verwendet.
Moralische Unterstützung: Johnny Cash & Joe Strummer: Redemption Song

25.09. 2007

Zum Selbstverständnis des Katholischen

In seinem Vortrag zur Eröffnung der Herbstversammlung der Deutschen Bischofskonferenz ging der Dogmatiker Kardinal Karl Lehmann auf die “regelrechte Kampagne” ein, die nach der Veröffentlichung des Dokuments “Antworten auf Fragen zu einigen Aspekten bezüglich der Lehre über die Kirche” der Kongregation für die Glaubenslehre im Juli 2007 eingesetzt habe. Auch aufgrund dieser Reaktionen erläuterte er mit einem ausführlichen Rückblick auf den epistemologischen Prozess der konziliaren Formulierungen zum Thema “Kirche Jesu Christi” in der Dogmatischen Konstitution über die Kirche Lumen Gentium (8) den “Hintergrund und Sinn” dieses besonders bei Protestanten umstrittenen Dokuments.
Kardinal Lehmann stellt darin zwei Grundvoraussetzungen für einen ökumenischen Dialog heraus: Erstens: “Die wahre und einzige Kirche Jesu Christi existiert konkret geschichtlich. Sie ist damit erkennbar und sichtbar.” Zweitens: “Die konkrete Erscheinugsform [...] dieser von Jesus Christus gestifteten Kirche ist die katholische Kirche.”
Den vollständigen Text des Referats kann man bei der Deutschen Bischofskonferenz zusammen mit einem Anhang aus ausgewählten Texten des Zweiten Vatikanischen Konzils im PDF-Format herunterladen.

23.09. 2007

Rundgang durch die Basilika des hl. Antonius

Übersicht der Basilika des Heiligen Antonius
Die Brüder des Antonianischen Heiligtums in Padua haben sich gedacht, dass ein Internetportal zur Basilika des hl. Antonius nützlich sein könnte und haben damit vollkommen Recht gehabt. Besonders gefällt mir der virtuelle Rundgang durch die Basilika, mit ausführlichen Informationen zu allen Teilen des Gebäudes und der darin enthaltenen Kunstgegenstände.

Website der Basilika des hl. Antonius in Padua
Direkt zum virtuellen Rundgang

21.09. 2007

Psychiatrie für misshandelte Kuscheltiere

Screenshot Anstalt psychisch misshandelter Kuscheltiere

In der Psychiatrie für misshandelte Kuscheltiere hat man die Möglichkeit, vier verschiedene Kuscheltiere mit unterschiedlichen Traumata und Psychosen zu behandeln, um den Ursprung ihrer Probleme in Erfahrung zu bringen. Dabei steht dem fachkundigen Spieler die medizinische Untersuchung, die Traumanalyse oder auch die Gesprächstherapie zur Verfügung. Ein kurzweiliges Vergnügen mit durchaus ernsthaftem Hintergrund, denn die echte Psychiatrie ist ähnlich schwierig.

Psychiatrie für misshandelte Kuscheltiere

21.09. 2007

Sancte Leibowitz, ora pro me

Nachdem ich im letzten Monat fonolog.com geschlossen habe, wollte ich mich eigentlich in erster Linie um andere Projekte wie zum Beispiel die Website meiner Gemeinde, andere Websites und mein eigenes neues Projekt kümmern und auf absehbare Zeit höchstens noch ein paar andere Weblogs lesen. Allerdings habe ich gemerkt, dass es nach fast fünf Jahren nicht einfach ist nicht mehr zu bloggen und außerdem habe ich viele wirklich sehr nette E-Mails von Leserinnen und Lesern des alten Blogs bekommen, die ihr Bedauern über den Verlust ihrer regelmäßigen Lektüre ausdrückten. Deshalb wird es jetzt an diesem Ort im Netz weitergehen. Gewidmet ist dieses Weblog voll und ganz Sankt Leibowitz und seinem Ideal der Ansammlung von Informationen. Ich hoffe, dass ich diesem großem Vorbild gerecht werden und euch weiterhin den einen oder anderen interessanten Artikel in den Feed-Reader schicken kann. Die bisherigen Abonnenten brauchen den Feed übrigens nicht umstellen, da ich ihn auf das neue Weblog umgeleitet habe. Die anderen können diese Feed-Adresse benutzen. Also auf die nächsten fünf Jahre dieses Weblogs und möge der Heilige Leibowitz immer für uns beten!

punchintheface

Zumindest bist du am Ende dieser Seite angelangt, deshalb noch schnell das Kleingedruckte:

Dieses Weblog wird von Site 5 in den USA gehostet und mit dem wunderbaren WordPress betrieben. Das Aussehen dieser Website basiert auf dem ebenso wunderbaren Theme Old Popular Yolk von Joshua Goodwin. Bearbeitet und mit Inhalten befüllt wird dieses Blog mit Hilfe des einzigartigen Puppy Linux.

Informationen über den Autor dieses Blogs findest du an dieser Stelle und wenn du mehr über Sankt Leibowitz erfahren möchtest solltest du hier klicken. Bei Fragen oder Hinweisen kannst du mir gerne eine E-Mail an sanktleibowitz@gmail.com senden oder das Kontaktformular benutzen. Alle weiteren vorgeschriebenen Informationen findest du im Impressum und der Datenschutzerklärung.

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